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B2B
04/29/2019

Akku-Produktion: EU-Kommissar drängt auf europäische Gigafactory

Die europäische Produktion von Batteriezellen für E-Autos soll mit bis zu einer Milliarde Euro gefördert werden.

Die EU-Kommission dringt auf einen konkreten Plan für eine Batteriezellfertigung. "Es wäre gut, wenn wir die Projekte so schnell wie möglich auf den Tisch bekämen", sagte der Vize-Präsident der Brüsseler Behörde, Maros Sefcovic, dem deutschen "Handelsblatt" vom Montag. Er mahnte, "die Entscheidungen nicht weiter zu verzögern".

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit insgesamt bis zu einer Milliarde Euro fördern.

Noch von China abhängig

Bisher haben sich laut "Handelsblatt" sieben Konsortien um die Fördermittel beworben. Altmaier prüfe, daraus zwei oder drei schlagkräftige Gruppen zu formen, berichtete die Zeitung. In dieser Woche werde er seinen französischen Kollegen Bruno Le Maire treffen, um die Kooperation deutscher und französischer Unternehmen in dem Feld voranzutreiben.

Die EU-Kommission muss staatliche Beihilfen für die Batteriefabriken genehmigen. Sobald die Anträge vorlägen, "können wir sehr schnell entscheiden", sagte Sefcovic weiter. Es sei wichtig, die Verfahren noch in diesem Herbst abzuschließen - sonst drohten längere Verzögerungen wegen des Übergangs zu einer neuen EU-Kommission.

Die Technologie ist besonders für die Elektroauto-Produktion wichtig. Derzeit werden viele deutsche Autobauer von chinesischen Unternehmen beliefert.