B2B
26.02.2018

BAWAG verkauft Kreditkarten bei Lidl und Libro

Mit einer Prepaid-Kreditkarte, die mit einem Mobilfunkvertrag im Handel angeboten wird, will die Bank Kunden ansprechen.

Die von der Bawag P.S.K. seit mehreren Jahren online und in Bankfilialen angebotene "Shoppingkarte PLUS", hinter der sich eine Prepaid-Kreditkarte von Mastercard verbirgt, kann nun auch im Handel erworben werden. Dort wird sie unter der Bezeichnung "Shop, Surf & More" zusammen mit einer SIM-Karte der Drei-Tochter joymobile verkauft. Der Bank zufolge will man mit der Karte Kunden ansprechen, welche die Prepaid-Kreditkarte zum Reisen, aber auch für E-Commerce-Angebote nutzen wollen.

"Einsteiger"-Kreditkarte

Da die Karte ab 14 Jahren erhältlich ist und ohne Kontoverbindung oder Bonitätsprüfung verwendet werden kann, sei sie auch als Einsteigerprodukt für Jugendliche geeignet. Aufladen kann man die Prepaid-Karte, die über einen eigenen IBAN verfügt, mittels Überweisung von jedem herkömmlichen Konto. Eltern können auf diese Weise ihren Kindern beispielsweise ein Budget für Online-Dienste wie Netflix, iTunes oder den Google Store bzw. die entsprechenden App- und Mediendownloads zur Verfügung stellen, für die in der Regel eine Kreditkarte hinterlegt werden muss.

Das Paket mit Kreditkarte und SIM-Karte wird bei Lidl, Libro und Pagro um 14,90 Euro verkauft. Das Mobilfunktarif inkludiert 1 Gigabyte Daten, 100 Gesprächsminuten sowie 100 SMS und ist Datenroaming-fähig in allen EU-Ländern. Das 30 Tage gültige Paket kann nach Verbrauch des Starterpakets um 4,90 Euro erneuert werden. Im Falle der Prepaid-Kreditkarte ist diese im ersten Jahr gratis. Ab dem zweiten Jahr kostet die Karte eine Euro pro Monat, das Aufladen kostet 2,50 Euro.

Die fünf Jahre gültige Prepaid-Kreditkarte ist kontaktlos per NFC nutzbar. Die Verwaltung des Guthabens und aller Ausgaben funktioniert mittels eBanking der BAWAG. Lediglich zur Freischaltung muss man zwecks Legitimation in eine Bawag-Filiale. Beide Produkte sind unabhängig voneinander nutzbar und auch wieder einzeln deaktivierbar.

Surfen und shoppen

"Wir hätten die Karte auch als Einzelprodukt im Handel verkaufen können. Die Kombination von Prepaid-Kreditkarte und SIM-Karte stellt abgesehen davon, dass das Bündel günstiger als die Einzelprodukte ist, aus unserer Sicht aber den Mehrwert für Kunden dar. Denn mobiler Datenverbrauch geht meist mit Bezahldiensten, Plattform-Abos und kostenpflichtigen Downloads zusammen", sagt Philipp Hruby, Head of Cards Business.

Das Ende physischer Kreditkarten sieht Hruby angesichts mobiler Bezahllösungen wie der mobilen Bankomatkarte noch lange nicht gekommen: "Das Smartphone wird als ständiger Begleiter in den kommenden Jahren sicher noch eine wichtigere Rolle spielen und für eine kleine Zielgruppe auch die Karte einmal komplett substituieren, zumal künftig auch Kreditkarten vollständig in Smartphones und Wearables integriert werden können. Herkömmliche Bankkarten und vor allem auch Bargeld werden solche Handy-Bezahllösungen in den kommenden zehn bis 20 Jahren aber sicher nicht verdrängen."

Disclaimer: Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen BAWAG P.S.K. und futurezone.