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B2B
12/13/2019

Bericht: Steirische AT&S produziert Leiterplatten für iPhone 12

Das österreichische Unternehmen dürfte für einen beträchtlichen Teil der Leiterplatten des nächsten iPhones verantwortlich sein.

Obwohl die nächste iPhone-Generation erst für September 2020 erwartet wird, dürften hinter den Kulissen bereits die ersten Zulieferverträge abgeschlossen sein. Demnach könnte an der Produktion auch ein österreichisches Unternehmen beteiligt sein.

Das berichtet zumindest das Branchenportal Digitimes. Demnach teilen sich die Österreicher zusammen mit Zhen Ding Technology (ZDT) 50 bis 60 Prozent des Auftragsvolumens der substratähnlichen Leiterplatten.  

Das Leobener Unternehmen wollte den Bericht auf Nachfrage der futurezone nicht kommentieren, ergänzte aber: „Tatsache ist, dass uns die Mobilfunkbranche als Innovations- und Technologieführer sieht, wir liefern Qualität und wir sind ein verlässlicher Partner.“

Es ist in der Branche bekannt, dass Apples Zulieferfirmen vertraglich verpflichtet sind, keine Informationen über die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen nach außen zu lassen.

Chinesisches Werk

AT&S hat seit 2016 einen Standort im chinesischen Chongqing, wo man sich auf IC-Substrate und substratähnliche Leiterplatten für den High-End-Markt spezialisiert hat.

Die substratähnlichen Leiterplatten ermöglichen zusätzliche Miniaturisierung durch höhere Dichte. Die Leiterbahnen können so dichter beieinander sein, was Platz spart und schnellere Übertragungen ermöglicht.

Apple setzt seit dem iPhone 8 und dem iPhone X auf diese Technologie. Auch Samsung setzt seit dem S9 auf diese Art der Leiterplatten. Huawei hat 2019 angekündigt, bei seinen Handys die Technologie zu implementieren.

5G-Antennen

Die 2020er-Generation der iPhones soll auch die erste sein, die den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstützt. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Apple hier erste Bestellungen entsprechender Antennen tätigt. Zulieferer sollen Zhen Ding Technology und Flexium Interconnect sein. Insidern zufolge ist aber auch AT&S im Rennen.

Zumindest sieht man in Leoben auch 5G als einen der „Technologie-Schwerpunkte“, wie es gegenüber der futurezone heißt. Zuletzt hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit der TU Graz für Zusammenarbeit und Labor-Infrastruktur für 5G bekannt gegeben.