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Drei: Durchschnittlicher Kunde braucht 35GB Daten im Monat

Drei hat seinen Gesamtumsatz 2021 im Vorjahresvergleich um 2 Prozent auf 866 Millionen Euro erhöht. Damit hat der Mobilfunker wieder ein positives Vor-Pandemie-Niveau erreicht, freut sich der CEO Rudolf Schrefl beim heurigen Jahresbilanzgespräch. Die Umsätze pro Kund*in sind um 4 Prozent auf 21,31 Euro gestiegen. Das führt Schrefl unter anderem auf zusätzliche Services wie schnellere Internetverbindungen, TV-Services und Zusatzpakete zurück. 

Das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) weist mit 338 Millionen Euro ein stabiles Betriebsergebnis aus. Auch das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) ist 2021 stabil geblieben.

60 Prozent der Datennutzung entfällt auf Streaming

Aktuell nutzen 4,1 Millionen Menschen das Drei-Netz und die weiteren Services des Mobilfunkers. Die Datennutzung pro SIM im Drei-Netz ist von 2020 auf 2021 um 12,5 Prozent auf 35 Gigabyte pro Monat gestiegen. Laut Schrefl entspreche das monatliche Nutzungsvolumen pro SIM-Karte etwa 20 Spielfilmen in HD-Qualität oder 300 Stunden Online-Gaming. 

60 Prozent der Datennutzung entfällt auf Streaming über Netflix, YouTube, Spotify und ähnliche Dienste. Laut dem Drei-Chef sei die zu einem gewissen Grad Pandemie-bedingt, wodurch gerade Entertainment und Infotainment massiv angestiegen sind. „Der Anteil der Datennutzung insgesamt wird aber weiterhin ein sehr hoher bleiben, auch weil mehr Streamingformate in immer höherer Qualität ausgestrahlt werden“, sagt er der futurezone. 

Insgesamt hat sich die Datennutzung im Drei-Netz in den Jahren 2020 und 2021 um 40 Prozent auf 1,2 Millionen Terabyte erhöht. „Das ist eine unglaubliche Datenmenge, die wir in unseren mobilen Netzen transportieren“, so Schrefl. Grund dafür seien unter anderem die Bereiche Homeschooling, Homeoffice, Videokonferenzen oder Online-Shopping während der Pandemie, welche von einem stabilen und zuverlässigen Netz abhängig sind.

Trends wir Homeoffice würden ihm zufolge auch in Zukunft nicht nur österreichweit, sondern vermutlich weltweit bleiben. „Wir brauchen zunehmend mehr Bandbreite, um unseren Tagesbedarf zu decken“, sagt er.

Fortschritte im 5G-Ausbau 

In Bezug auf den 5G-Ausbau mache man rasche und große Fortschritte. „Wir errichten de facto ein komplett neues Netz“, so Schrefl. Jährlich werden etwa 1.000 Mobilfunkstandorte mit neuer Technik ausgestattet oder diese Standorte komplett neu errichtet. Ab heuer sollen 740 Katastralgemeinden an das Highspeed-Internet von Drei angeschlossen werden. Ende 2022 will Drei etwa zwei Drittel der Bürger*innen und Unternehmen in Österreich mit 5G ausstatten.

Hinsichtlich der Schnelligkeit sieht sich Drei auf einem guten Weg: Bei den letzten OOKLA-Speedtests konnte das Unternehmen mit dem schnellsten 5G-Netz punkten. Mit 413 Mbit/s Download ist Drei um 73 Prozent schneller als der nächste Mitbewerber. Die Werte von Speedtests lassen zwar Rückschlüsse auf die Qualität der Internetverbindung zu, sind aber mit einer gewissen Vorsicht zu interpretieren. So können zahlreiche Störfaktoren die Ergebnisse beeinflussen.

Zentral für das künftige Drei-Netz ist das neue 5G-Core-Netz, in welches alle Technologien – 2G, 3G, 4G und 5G – integriert werden. Heuer soll noch der kommerzielle Start der nächsten 5G-Entwicklungsstufe erfolgen. 

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Andreea Iosa

Andreea Iosa beschäftigt sich mit neuesten Technologien und Entwicklungen in der Forschung – insbesondere aus Österreich – behandelt aber auch Themen rund um Raumfahrt sowie Klimawandel.

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