FILE PHOTO: Illustration shows Elon Musk image on smartphone and printed Twitter logos

Elon Musk verschärft die Home-Office-Regeln bei Twitter erneut.

© REUTERS / DADO RUVIC

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Elon Musk verärgert: Apple stellt Werbung auf Twitter ein

Elon Musks Pläne, auf Twitter mehr "Meinungsfreiheit" zuzulassen, stehen mit vielen Unternehmen, darunter Apple, in Konflikt. Schon zuvor wurde darüber diskutiert, wie lange die Twitter-App noch in den App-Stores von Google und Apple zu finden sein wird, zumal Twitter scheinbar nichts beziehungsweise zu wenig unternehme, um gegen Hate-Speech und Diskriminierung auf seiner Plattform vorzugehen.

Nun hat der iPhone-Hersteller laut dem neuen Twitter-Chef die Anzeigenschaltung auf Twitter weitgehend eingestellt. „Hassen sie die Meinungsfreiheit in Amerika?“, schreibt er. 

Apple nicht alleine

Apple steht mit dieser Entscheidung nicht alleine da. Neben VolkswagenUnited Airlines, General MillsAudi und General Motors setzt auch der italienisch-französische Autobauer Stellantis nach der Übernahme von Twitter durch Musk seine Anzeigen auf dem Kurznachrichtendienst aus. "Wir pausieren die bezahlten Werbebeiträge, bis wir ein klareres Bild von der Zukunft der Plattform unter der neuen Führung haben", teilte der Opel-Mutterkonzern mit.

Auch der Oreo-Macher Mondelez InternationalCarlsberg und die US-Pharmakonzerne Gilead Sciences und Pfizer erklärten, dass ihre Unternehmen und dabei seien, ihre Anzeigen auf Twitter zu pausieren.

Benennen und beschämen

Musk hatte zuvor angedroht, Werbekunden, die keine Anzeigen mehr bei Twitter schalten wollen, bloßzustellen. Er nahm damit einen Vorschlag eines rechten Lobbyisten an, der meinte, Musk solle die Werbekunden benennen, „damit wir sie mit einem Gegenboykott belegen können“. Musk schrieb: "Danke. Ein thermonukleares Benennen und beschämen ist exakt das, was passieren wird, wenn das nicht aufhört". 

Mit seinem Gegenangriff hat Musk bereits begonnen. Unter anderem hat er einen Beitrag veröffentlicht, in dem Apple kritisiert wird, während Covid von Entwickler*innen gefordert zu haben, dass ihre Apps einige Suchbegriffe filtern, um im Apple Store aufgenommen zu werden.

In einem weiteren Tweet lässt Musk die Twitter-Gemeinschaft darüber entscheiden, ob Apple all seine ergriffenen Zensurmaßnahmen veröffentlichen soll, die seine Kund*innen betreffen. 

Daneben hat der Twitter-Chef ein Parodie-Video von Fortnite geteilt, in dem Apples Monopol herausgefordert wird. 

Eigene iPhone-Alternative

Musk hat zudem angekündigt, ein eigenes Smartphone entwickeln zu wollen, sollten Google und Apple die Twitter-App aus ihren App-Stores verbannen. "Ich hoffe nicht, dass es soweit kommen wird. Aber ja, wenn keine andere Wahl bleibt, werde ich ein alternatives Smartphone bauen".

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Andreea Iosa

Andreea Iosa beschäftigt sich mit neuesten Technologien und Entwicklungen in der Forschung – insbesondere aus Österreich – behandelt aber auch Themen rund um Raumfahrt sowie Klimawandel.

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