B2B
01.04.2018

Star-Investor: "Facebook geht es an den Kragen"

© Bild: REUTERS / DADO RUVIC

Jim Mellon, der britische Warren Buffett sagt eine starke Schwächung von Facebook und Google voraus.

Der Datenskandal rund um Cambridge Analytica hat auch seine Spuren im Aktienkurs von Facebook hinterlassen und reduzierte den Wert des Unternehmens innerhalb von Tagen um annähernd 100 Milliarden US-Dollar. Die Aktie brach ein und stand Ende März bei 152 US-Dollar und notierte damit so niedrig wie zuletzt im Juli 2017. Anfang Februar diesen Jahres war das Papier noch rund 193 US-Dollar wert.

Dieser massive Wertverlust sei erst der Anfang, so der britische Milliardär und Star-Investor Jim Mellon in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC. Er geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren Unternehmen wie Google und Facebook an den Kragen gehen wird. "Denn der Cambridge-Analytica-Datenskandal ist nur die Spitze des Eisbergs."

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Der als britische Warren Buffett bezeichnete Geschäftsmann sagt Unternehmen wie Facebook und Google strikte staatliche Regulierungen und enorme Strafzahlungen voraus. "Diese fetten Kälber werden überall von den Regierungen zerpflückt werden."

Diese Strafen werden wahrscheinlich wesentlich höher Ausfallen, als die Sanktionen gegen die Banken im Zuge der Weltwirtschaftskrise des vergangenen Jahrzehnts, so Mellon. "Wir werden eine Dezimierung von Facebook sehen", prognostiziert Mellon. "Wäre ich Mark Zuckerberg, würde ich davon ausgehen, dass mein Aktienkurs in den nächsten Jahren halbiert wird."

Zuckerberg-Aussage mit Spannung erwartet

Mittlerweile hat sich der Aktienkurs von Facebook seit seinem Tiefstand der vergangenen Woche wieder etwas erholt und steht aktuell bei 160 US-Dollar. Bleibt abzuwarten, wie die User und vor allem die Werbekunden langfristig auf den Datenskandal reagieren und ob noch neue Details zu den Praktiken und Verflechtungen von Unternehmen wie Cambridge Analytica auftauchen.

Mit Spannung erwartet wird jedenfalls die Aussage von Facebook-Chef Zuckerberg vor dem US-Congress. Eine Anhörung ist für April geplant.