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B2B
06/16/2019

Studie: Österreicher bekommen deutlich weniger Pakete als Deutsche

Im Schnitt erhält jeder Österreich 14 Paketsendungen pro Jahr. Paketdienstleister geraten durch den Einfluss von Online-Konzernen wie Amazon unter Druck.

In Österreich ist die Paketflut einer Studie zufolge noch relativ gering. Pro Kopf seien es nur 14 Sendungen pro Jahr, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey. In Deutschland hingegen werden so viele Pakete verschickt wie in kaum einem anderen Land. Pro Kopf seien es 24 Sendungen jährlich und damit fast doppelt so viele wie in Österreich.

Die McKinsey-Berater haben Paketmärkte in 17 Staaten unter die Lupe genommen - nur China kam mit geschätzten 70 Paketen pro Kopf auf noch einen höheren Wert als Deutschland. Allerdings handelte es sich bei dem Wert nicht um das ganze asiatische Riesenland, sondern nur um Peking und Shanghai.

Boom des Online-Handels

In Großbritannien mit 22 Paketen pro Kopf pro Jahr und in den USA mit 21 ist die Situation ähnlich wie in Deutschland. Diese Staaten gelten aus Sicht der Experten als reife Märkte - ihr Wachstumspotenzial für Firmen gilt damit als begrenzt. Beim Thema Paket könnte das anders sein - angetrieben durch den Boom des Online-Handels, dessen Umsatz nach Schätzung der Analysten bis 2030 um 10 Prozent pro Jahr wachsen wird und damit fünfmal schneller als der stationäre Handel.

Noch geringer als in Österreich ist die Paketflut in der Schweiz, wo es neun sind, Schweden kommt auf sechs und in Italien sind es sogar nur zwei.

Paketdienstleister unter Druck

Klassische Paketdienstleister sehen die McKinsey-Fachleute unter Druck: Der Einfluss von Online-Riesen wie Amazon werde weiter steigen, diese setzen - so wie seit knapp einem Jahr auch im Großraum Wien - verstärkt darauf, Pakete selber zuzustellen. Die bisherigen Platzhirsche müssten besonders innovativ sein, um auch künftig weiter eine wichtige Rolle am Markt zu spielen, so McKinsey.