B2B
09.02.2019

US-Mobilfunker wegen Fake-5G verklagt

Sprint zieht gegen den Konkurrenten AT&T vor Gericht, weil er mit „5G E“-Werbekampagnen Kunden in die Irre führt.

Auf den Smartphones von vielen AT&T-Kunden wird seit kurzem als Netzwerkindikator „5G E“ angegeben, auch in Werbekampagnen lockt der US-Telekomkonzern mit dem Label. Weil aber „5G E“, das E steht für Evolution, mit 5G rein gar nichts zu tun hat, zieht nun die Konkurrenz gegen AT&T vor Gericht, berichtet Ars Technica.

Der Mobilfunker Sprint wirft AT&T in einer am Donnerstag vor einem Gericht in New York eingebrachten Klage vor, sich mit den irreführenden Angaben einen Wettbewerbsvorteil verschaffen zu wollen. Mit den falschen Angaben wolle man Kunden glauben machen, dass AT&T bereits ein 5G-Netzwerk betreibe, um sie so zum Abschluss von Verträgen zu überreden. Sprint fordert das Verbot der irreführenden Werbung und eine Geldstrafe für AT&T.

LTE mit zusätzlichen Features

Tatsächlich kommt bei AT&T, wie auch bei allen anderen großen US-Mobilfunkern, 4G LTE Advanced zum Einsatz. Gegenüber herkömmlichen LTE verfügt LTE Advanced über einige zusätzliche Features, die beispielsweise eine effektivere Datenübertragung sicherstellen. Mit 5G hat das aber nichts zu tun.

Das aber scheinen die Kunden von AT&T zu glauben. Seiner Klage schloss Sprint auch eine Umfrage bei, aus der hervorgeht, dass 54 Prozent der AT&T Kunden der Meinung seien, sie würden bereits ein 5G Netzwerk nutzen.