© Reinhard Vogel

Digital Life
09/06/2019

Ältere Menschen stören sich weniger an polizeilicher Gesichtserkennung

Eine Studie lässt vermuten, dass das Alter mit der Akzeptanz von Gesichtserkennungs-Softwares zusammenhängt.

Man möchte meinen, die jüngere Generation kümmert sich weniger um Datenschutz und Privatsphäre. Doch das scheint ein Irrglaube zu sein.

Das Pew Research Center hat die Meinungen über Gesichtserkennungs-Softwares – sei es im Gebrauch von Strafverfolgungbehörden oder privaten Unternehmen – erfragt. Wenig überraschend ist, dass sich die Meinungen je nach Alter unterscheiden. Erwartungswidrig ist hingegen, dass die jüngere Generation gegenüber der Technologie doch skeptischer ist. 

Akzeptanz nach Alter

Demnach ist es für 42 Prozent der 18- bis 29-Jährigen akzeptabel, dass Strafverfolgungsbehörden Gesichtserkennungs-Softwares einsetzen, um öffentliche Bedrohungen zu identifizieren.

Bei den 30- bis 49-Jährigen haben 55 Prozent kein Problem damit, zwischen 50 und 64 sind es 65 Prozent. 76 Prozent der über 65-Jährigen finden den Einsatz dieser Technologien von Polizeien in Ordnung. Von den mehr als 4.200 US-amerikanischen Befragten vertraut jedoch nur ein Drittel privaten Technologie-Unternehmen wie Amazon.

Minderheiten im Nachteil

Die Softwares haben die Vorurteile der Menschen geerbt und werden großteils mit Daten weißer, westlicher Männer gefüttert. Das führt zu hohen Fehlerquoten und großen Nachteilen gegenüber Frauen und Minderheiten. 

Während 64 Prozent der weißen Befragten den Einsatz von Gesichtserkennung von Strafverfolgungsbehörden akzeptabel finden, denken so nur 47 Prozent der dunkelhäutigen und 55 Prozent der Hispanoamerikaner.