Digital Life
13.11.2018

Beweismittel vernichtet: Verdächtige löscht beschlagnahmtes iPhone per Fernzugriff

Das iPhone hätte als Beweismittel dienen sollen. Die Verdächtige bestreitet allerdings, das Smartphones aus der Ferne gelöscht zu haben.

Nach einer Schießerei im US-Bundesstaat New York hat die Polizei das iPhone einer Verdächtigen beschlagnahmt. Es sollte als Beweismittel dienen. Stattdessen wurde der Inhalt des Smartphones nur kurze Zeit später per Fernzugriff gelöscht.

Die Verdächtige, die bei der Drive-By-Schießerei das Auto gefahren haben soll, bestreitet, das iPhone aus der Ferne gelöscht zu haben. Sie wisse nicht mal wie das funktioniert, erklärt ihr Anwalt gegenüber der Lokalzeitung The Daily Gazette. Jedenfalls wirft die Polizei der Verdächtigen vor, Beweismittel vernichtet zu haben. Die Polizei hatte gehofft, dass der Inhalt des Smartphones den Schützen verraten würde.

Mit der Funktion "Find my iPhone" können die Inhalte von iPhones über die iCloud gelöscht werden. Normalerweise dient dieses Feature für gestohlene oder verloren gegangene iPhones.

Die Polizei und iPhones

Beschlagnahmte iPhones als Beweismittel machen regelmäßig Schlagzeilen. Die Polizei beklagt etwa, dass durch die Verschlüsselung der Geräte, das Sichern von Informationen erschwert wird.

Ebenso wird regelmäßig darüber berichtet, wie die Polizei versucht, gesperrte iPhones zu entsperren. Dabei greifen die Behörden auch auf die Fingerabdrücke von Toten zurück.

Erst kürzlich wurden Polizisten in den USA angehalten, iPhones nicht anzusehen. Konkret sollen sie iPhones mit Apples Gesichtserkennung "Face ID" nicht direkt ansehen, um zu verhindern, dass das Gerät sich wegen nicht erkannter Gesichter sperrt.