Representations of Bitcoin and U.S. dollar banknotes are seen in this illustration

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Digital Life
08/01/2020

Bester Monat für Bitcoin seit Rekord-Dezember 2017

Der Kryptomarkt feiert ein starkes Comeback. Ein Mitgrund könnte die Dollar-Schwäche sein, die Anleger auch in Gold treibt.

von Martin Stepanek

Bis zuletzt trauten viele Kryptoexperten der Aufwärtsbewegung von Bitcoin und anderen digitalen Währungen wie Ethereum nicht ganz. Zu lange hatte sich der Preis von Bitcoin immer wieder seitwärts bewegt. Seit Mitternacht ist es nun aber offiziell. Bitcoin konnte seine Wertsteigerung der vergangenen Tage halten und schloss den Monat Juli bei genau 1351 Dollar. Das ist der zweitbeste Monatswert in der Geschichte der Kryptowährung.

Rekord in greifbarer Weite

Lediglich im Rekordmonat Dezember 2017, wo der Bitcoin-Preis vorübergehend auf knapp 20.000 Dollar sprang, um bis Monats- und Jahresende bei knapp 14.000 Dollar zu landen, war die Währung bisher mehr wert. Analysten glauben, dass die aktuellen Preissteigerungen auf eine neue Rallye des gesamten Kryptomarkts hindeuten, wie sie in den vergangenen 12 Jahren etwa alle drei bis vier Jahre stattfand.
 

Neben Bitcoin, das im Juli damit über 24 Prozent an Wert zulegte, konnte auch die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum von dem neuen Glauben in den Markt profitieren. Sie stieg gar um über 50 Prozent auf 347 Dollar. Bis zum Allzeithoch im Januar 2018, als Ethereum bei 1100 Dollar pro Münze schloss, ist allerdings noch viel Luft nach oben.

Schwäche des Dollars

Helfen könnte dem Kryptomarkt die Schwäche des Dollars, wie einige Finanzanalysten anmerken. Da die Weltwährung aufgrund der desaströsen Corona-Situation im Land und der damit verbundenen wirtschaftlichen Schwäche bzw. der explodierenden Schulden an Wert und Vertrauen verliert, könnte nun ausgerechnet die als volatil geltene Kryptowährung an Vertrauen gewinnen. Auch Edelmetalle wie Gold und Silber legten praktisch parallel zu Bitcoin in den vergangenen Tagen zu.