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Mobilfunk
06/13/2012

bob sendet falsche Warn-SMS zu Datenverbrauch

SMS der A1-Diskontmarke bob sorgen aktuell für Aufregung unter der Kundschaft. Sie warnen davor, dass das inkludierte Datenvolumen zu 100 Prozent aufgebraucht ist, obwohl das nicht der Fall ist. Betreiber A1 spricht von einem Fehler bei einem Software-Update und verspricht, die verbrauchten Datenmengen so schnell wie möglich richtigzustellen. Zusätzliche Kosten hat der Fehler den Kunden nicht verursacht.

von Jakob Steinschaden

Mittwoch morgen, 8:03 Uhr: "Lieber bob Kunde, du hast 50 Prozent deines Datenvolumens verbraucht." 8:38 Uhr, also exakt 35 Minuten später: "Lieber bob Kunde, du hast 100 Prozent deines Datenvolumens verbraucht. Für weitere Details besuche uns auf www.bob.at/meinbob. Dein bob Team." Allerdings: innerhalb der 35 Minuten wurde die Internet-Verbindung des Geräts gar nicht genutzt - abgesehen davon, dass das iPhone im WLAN hing und 500 Megabyte in 35 Minuten nur sehr schwer geladen werden hätten könnten.

Betroffene melden sich
Warn-SMS wie diese hat nicht nur ein futurezone-Redakteur am Dienstag erhalten, sondern dürften kürzlich auch bei vielen anderen Kunden der Diskont-Marke von A1 eingetrudelt sein. Via Twitter berichteten etwa Thomas P. und Markus G. der futurezone, dass sie kürzlich verwirrende SMS von ihrem Handy-Betreiber bob erhalten haben, denen zufolge sie in kürzester Zeit ihr gesamtes Datenguthaben aufgebraucht haben. "Das kam mir merkwürdig vor, da ich hauptsächlich mit meinem iPhone im WLAN hänge und unterwegs keine Videos oder sonstige Späße anschaue", berichtet etwa Markus G.

Auch die Apps der bob-Kunden zeigten an, dass mehr als das inkludierte Datenvolumen verbraucht worden sein soll - bei Markus G. zeigte die App etwa 1,57 GB an. Die Online-Accounts der Kunden zum Gegencheck unter bob.at/meinbob waren nicht erreichbar. Auch bei A1 sind E-Mails eingegangen, in denen Kunden über verwirrende Warn-SMS berichten.

Gegenüber der futurezone spricht A1-Sprecher Jochen Schützenauer von einem Fehler bei einem Software-Update in der Nacht auf Mittwoch, der für den Versand der falschen SMS und Datenangaben verantwortlich ist. "Der Fehler liegt eindeutig bei uns, es war kein Hack", so Schützenauer. Aktuell wird intensiv daran gearbeitet, dass der Fehler behoben wird und die genaue Ursache festgestellt wird. Falsch angezeigte Datenmengen werden natürlich nicht verrechnet, sondern richtig gestellt.

Betroffene Kunden sollen auch so bald wie möglich über die Falschinformation informiert werden - ob das via SMS oder E-Mail erfolgen wird, ist noch nicht klar. Verunsicherte Kunden, die bei der Hotline über die Unregelmäßigkeiten bei ihrem Datenverbrauch nachfragen, bekommen die Gebühr für diesen Anruf gutgeschrieben.

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