A Burger King logo is seen outside a restaurant in Bangkok
© REUTERS / JORGE SILVA

Digital Life

Burger King wollte am Frauentag lustig sein, kriegt Shitstorm ab

Am 8. März war der internationale Frauentag. Zur Feier des Tages teilte Burger King Großbritannien auf Twitter mit: „Frauen gehören in die Küche.“

Dabei handelte es sich nicht um einen Streich eines Hackers oder einen Social-Media-Mitarbeiter der Fast-Food-Kette, der es auf eine Kündigung anlegt, sondern um einen Versuch Aufmerksamkeit zu generieren.

Förderprogramm

Im Thread erklärte Burger King, dass es zu wenig Köchinnen und Chefköchinnen gibt und deshalb ein Förderprogramm ins Leben gerufen wurde. Mit dem Programm „Helping Equalize Restaurants“ (HER) wolle man ein Stipendium im Wert von 25.000 US-Dollar an Burger-King-Mitarbeiterinnen geben, damit diese die Ausbildung zu Köchinnen machen können.

Die Aktion wurde mit Werbesujets begleitet, die in Burger-King-Filialen zu sehen sind.

Die Sache ging, wenig überraschend, nach hinten los. Der Shitstorm auf Twitter und Facebook kam aber nicht nur von Usern, die nur den ersten Tweet anstatt den ganzen Thread gelesen haben. Viele kommentierten, dass „Sexismus als Clickbait immer noch Sexismus ist.“ Andere stellten die Vermutung auf, dass Burger King mit der Aktion sehr bewusst Misogynisten ansprechen wollte, weil die ja ohnehin nur den einen Tweet lesen und sich bestätigt fühlen.

Burger King verteidigte die Aktion anfangs noch, löschte dann aber den Thread. In einem Statement gegenüber Business Insider sagte Burger King, man wollte mit dem Tweet darauf hinweisen, dass nur ein sehr kleiner Anteil der Köche und Chefköche Frauen sind: „Es war unser Fehler, dass wir nicht die ganze Erklärung im ersten Tweet gegeben haben.“ Burger Kings Marketing-Chef Fer Machado entschuldigte sich ebenfalls auf Twitter für die schiefgegangene Aktion.

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