Elon Musk

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Ex-Mitarbeiterin: Elon Musk ist ein "Sadist"

Eine frühere Ingenieurin beim Weltraum-Unternehmen SpaceX hat am Dienstag ein Essay veröffentlicht, in dem sie mit ihrem früheren Arbeitgeber und dessen Chef hart ins Gericht geht. Das Verhalten von Elon Musk gleiche dem eines "sadistischen" Mannes, der einmal Teil ihres Lebens gewesen war.  

“Elon macht Versprechungen, für die er sich nicht verantwortlich fühlt, verschiebt ständig die Zielsetzungen und entzieht Menschen, die an den Rand des Burnouts getrieben werden, unnötigerweise Ressourcen”, so Ashley Kosak. Auch würde Musk den Mitarbeiter*innen permanent drohen, dass sie aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihren Job verlieren könnten. 

Misogynie und sexuelle Belästigung

Außerdem berichtet Kosak von mehreren Vorfällen sexueller Belästigung durch Mitarbeiter von SpaceX über die Jahre. Obwohl sie sich an die Human-Ressources-Abteilung (HR) wandte, gab es für die Angestellten nie Konsequenzen. “Ich habe jeden Vorfall gemeldet und nichts ist passiert”, gibt sich Kosak frustriert über die Bedingungen bei dem Unternehmen. Jeder einzelne Mann, der mich belästigte, wurde trotz der sogenannten “Null-Toleranz-” und “Keine-Arschlöcher-Politik” des Unternehmens toleriert, erzählt sie. Sie sei dennoch lange bei SpaceX geblieben, weil sie in ihrer Arbeit trotz der widrigen Umstände viel Freude fand. Außerdem sei Raketenwissenschaft etwas, was man nicht über Nacht lerne, so Kosak. 

Kosak wirft Musk auch vor, wenig Interesse daran zu haben, die Arbeit von SpaceX klimafreundlicher zu machen. Entsprechende Konzepte, die sie ausgearbeitet habe, seien von ihm weitestgehend ignoriert worden. Es sei außerdem absurd, dass der reichste Mensch der Welt mit dem Bankrott von SpaceX drohe. 

Kein Kommentar

Veröffentlicht wurde das Essay auf der Whistleblower-Plattform Lioness. Im Oktober ist dort auch bereits ein Text einer ehemaligen Mitarbeiterin des SpaceX-Konkurrenten Blue Origin erschienen. In dem Essay wird Managern sexuelle Belästigung vorgeworfen. Wie Kosak gegenüber Motherboard erklärte, sei dieser Text Inspiration für ihren Schritt gewesen. 

SpaceX wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern, wie auf Lioness geschrieben steht. Auch gegenüber Motherboard wollte das Unternehmen keine Stellungnahme abgeben.

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