Digital Life
01.05.2018

Facebook verspricht Löschfunktion für besuchte Seiten

Im Rahmen der Entwicklerkonferenz F8 machte Facebook-CEO Mark Zuckerberg Zugeständnisse für mehr Kontrolle über User-Daten.

Facebook will Nutzern eine einfachere Möglichkeit geben, einige gesammelte Informationen wie die Liste besuchter Websites oder angeklickter Links zu löschen. Außerdem könnten die Nutzer künftig auch verhindern, dass Daten über ihre Interaktionen mit anderen Websites und Apps überhaupt gespeichert werden, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag an. Er verglich die Funktion „Clear History“ mit dem Entfernen ähnlicher Informationen in Webbrowsern. Genauso könne ein solcher Schritt auch die Nutzung von Facebook weniger komfortabel machen, betonte er.

Nach nervenaufreibenden Wochen rund um den Datenskandal, aber auch guten Quartalsergebnissen, wollten Facebook und CEO Mark Zuckerberg mit der jährlich stattfindenden Entwicklerkonferenz F8 wieder mit positiveren Schlagzeilen auf sich aufmerksam machen. Ein Highlight, ein mitlauschender smarter Lautsprecher nach Alexa-Vorbild, wurde aufgrund der Ereignisse vorsichtshalber gleich verschoben.

Kabellose Virtual-Reality-Brille

Dafür kündigte Zuckerberg wie erwartet eine günstige VR-Brille um 219 Euro an, die ohne Verkabelung unabhängig von einem Computer verwendet werden kann. Dabei handelt es sich um die Oculus Go, die weniger leistungsstark als das Top-Modell Oculus Rift ist, aber auch nur die Hälfte kostet. Die Oculus Go sei vor allem für Menschen gedacht, die VR ausprobieren oder in der Brille Filme oder Videos ansehen wollen, sagte Produktmanager Madhu Muthukumar am Dienstag am Rande von Facebooks Entwicklerkonferenz F8.

Außerdem gibt es eine Plattform für virtuelle Besuche von Konzerten und anderen Events. Die Entwickler seien bei der Rift selbst überrascht davon gewesen, wie viele Nutzer in VR Filme und Videos ansehen wollten, sagte der Manager. Für die Oculus Go seien die Linsen der Rift noch einmal verbessert worden. Facebook hatte Oculus vor vier Jahren für rund zwei Milliarden Dollar (1,66 Mrd. Euro) gekauft und massiv investiert, um die Rift zur Marktreife zu bringen. Virtuelle Realität blieb bisher aber eher ein Nischengeschäft.