FILE PHOTO: The Netflix logo is seen on the company's office in Hollywood, Los Angeles

© REUTERS / Lucy Nicholson

Digital Life
10/22/2019

Netflix teilt seine Nutzer in drei Gruppen ein

Mit diesen Daten sollen Produzenten ihre Filme und Serien besser an die Netflix-Kundschaft anpassen können.

Wie soll man den Erfolg eines Films oder Serie auf deinem Streamingportal messen? Netflix klassifiziert dafür die Zuschauer nach mehreren Kategorien. Diese Daten stellt das Unternehmen auch den Produzenten zur Verfügung, um einschätzen zu können, wie gut etwa ein Film beim Publikum ankommt.

Starters, Completers und Watchers sind die drei groben Kategorien mit den Netflix und deren Produzenten arbeiten. Schaut jemand etwa nur zwei Minuten einer Serie oder eines Films, gilt er als Starter. Wer 90 Prozent eines Films verfolgt, wird von Netflix als Completer bezeichnet. Als Watcher werden jene kategorisiert, die eine Serie nach 70 Prozent abbrechen.

Nur der erste Monat relevant

Berücksichtigt werden dabei die ersten sieben sowie die ersten 28 Tage nach Veröffentlichung einer neuen Serie oder eines neuen Films. Wer einen Monat nach der Premiere Netflix-Inhalte konsumiert, ist offenbar für die Produzenten nicht mehr relevant.

"Wir glauben, dass diese Kriterien unseren kreativen Partnern ein umfassenderes Verständnis darüber vermitteln, wie Nutzer mit ihren Inhalten vom Anfang bis zum Ende umgehen", heißt es von Netflix.  

Offiziellen Zahlen werden nicht veröffentlicht

Diese Zahlen stammen von einer Stellungnahme von Netflix gegenüber dem britischen Parlament. Dort werden aktuell die Praktiken von Streaminganbieter untersucht. Die Kriterien für den Erfolg einer Netflix-Serie gelten also für Großbritannien. Möglich aber, dass auf anderen Märkten ähnliche Kriterien angewandt werden.

Offizielle, öffentlich zugängliche Statistiken über die Zuschauerzahlen, wie etwa Marktanteil oder Quoten wie bei TV-Inhalten, werden von Netflix nicht zur Verfügung gestellt. Allerdings, so betont der Streaminganbieter, gebe es eine Top-10-Liste. Wie diese zustande kommt, ist jedoch ebenso nicht erklärt.