Digital Life
11.12.2018

Neues Facebook-Patent weiß, wo ihr euch in Zukunft aufhaltet

Wie aus den Patentanmeldungen hervorgeht, prüft Facebook die Möglichkeit, anhand von Standortdaten die Bewegungen der Nutzer vorherzusagen.

Facebook hat beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt mehrere Patentanmeldungen für Technologien eingereicht, mit denen anhand von Standortdaten vorhergesagt werden kann, wo ihr euch gerade aufhaltet und wann ihr offline seid. Das berichtet „Buzz Feed“.

Drei Patente

Mit „Offline Trajectories“, wie die Patentanmeldung lautet, wird eine Methode beschrieben, mit der man auf Standortdaten basierend vorhersagen kann, wohin man als nächstes gehen wird. Berechnet wird das anhand der protokollierten Standortdaten.

Eine weitere Facebook-Patentanmeldung mit dem Titel „Standortvorhersage mit drahtlosen Signalen in sozialen Online-Netzwerken“ beschreibt, wie die Erfassung der Stärke von WLAN, Bluetooth-, Mobilfunk- und Nahfeldkommunikationssignalen ( NFC) dazu verwendet werden kann, herauszufinden, wohin ihr als nächstes geht.

Eine weitere Facebook-Patentanmeldung, „Vorhersage von Standorten und Bewegungen von Benutzern basierend auf historischen Standorten für Benutzer eines Online-Systems“, führt weitere Details dazu auf, wie Positionsdaten von mehreren Personen verwendet werden, um Standort- und Bewegungstrends zu ermitteln und Standortketten zu modellieren.

"Kein Hinweis auf zukünftige Pläne"

Facebook-Sprecher Anthony Harrison sagte dazu in einer Erklärung: „Wir suchen oft Patente für Technologien, die wir niemals implementieren, und Patentanmeldungen - wie diese - sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Pläne verstanden werden.“

Auch wenn eine Patentanmeldung nicht zwangsläufig darin endet, dass diese auch zur Anwendung kommen, zeigt es das Interesse des Unternehmens, Standorte zu verfolgen und vorhersagen zu wollen. Dies wäre für Facebook zudem ein wichtiges Instrument, mit dem das Unternehmen seine Werbeanzeigen effektiver schalten kann.

Im Jahr 2016 wurde Google Maps für Android mit der Einführung einer ähnlichen Funktion namens "Fahrmodus" konfrontiert, bei der das Ziel des Nutzers anhand des aktuellen Standorts und des Websuchverlaufs ermittelt wurde. Ein Google-Sprecher stellte daraufhin klar, dass die Funktion nur vorhersagen kann, wann man zur Arbeit oder nach Hause kommt.