Digital Life
26.03.2018

Selbstgebaute Rakete von "Flat Earther" flog 570 Meter hoch

Der US-Amerikaner Mike Hughes wollte mit einer selbstgebauten Rakete beweisen, dass die Erde flach sei

Mit einer selbstgebastelten Rakete hat sich ein US-Amerikaner gut einen halben Kilometer hoch in die Luft geschossen. Ziel der Aktion: beweisen, dass die Erde flach ist. Mike Hughes - Spitzname "Mad Mike" - hob nach monatelangen Verzögerungen am Samstag über dem kleinen Ort Amboy in der kalifornischen Mojave-Wüste ab, wie die "Tech Times" berichtete.

An zwei Fallschirmen sei der 61-Jährige wieder auf den Boden zurückgekehrt. Einer habe nicht ausgereicht, weil die Selbstbau-Rakete zu schnell auf den Boden zuraste, so Hughes. "Dieses Ding will einen auf zehn verschiedene Arten umbringen. Das würde einen im Bruchteil einer Sekunde umbringen." Schätzungen zufolge erreichte die Rakete eine Höchstgeschwindigkeit von rund 560 km/h (350 Meilen pro Stunde). 

Bei vorherigen Tests hatte sich "Mad Mike" teils schwere Verletzungen zugezogen. Dieses Mal ging es Hughes nach der Landung recht gut, er hätte lediglich Rückenschmerzen. Auf die Frage, wie er sich nun fühle, antwortete er wie folgt: "Erleichtert. Ich hatte es satt, dass die Menschen sagen, ich hätte Angst bekommen und keine richtige Rakete gebaut. Ich hatte einfach genug davon. Ich habe meinen Mut zusammengenommen und es getan." Ob er seine Theorie von der flachen Erde danach bestätigt oder widerlegt sah, wurde nicht bekannt.

Weitere Starts geplant

Ursprünglich hätte der Start bereits im November erfolgen sollen, durch technische und logistische Probleme - die lokalen Behörden verweigerten die Genehmigung - verzögerte sich dieser jedoch mehrmals. Hughes Pläne sind aber noch lange nicht abgeschlossen: Er will einen "Rockoon" bauen. Dabei handle es sich um eine Rakete, die von einem Ballon auf eine bestimmte Höhe transportiert wird und anschließend in der Luft startet. So will er eine Höhe von fast 110 Kilometer erreichen. Seine Pläne werden auch auf Film festgehalten, eine Filmcrew begleitet ihn bereits seit mehreren Monaten. Die Dokumentation soll im August veröffentlicht werden.