Euphoric winner watching a laptop

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Digital Life
10/07/2019

So macht man animierte GIFs selbst

Animierte GIFs sind heute allgegenwärtig. Wir zeigen, wie man selbst kleine Clips erstellen kann.

von Thomas Prenner

Es gibt wenig Technologien, die das Netz so sehr geprägt haben, wie das Graphics Interchange Format – besser bekannt unter dem Kürzel GIF. Ursprünglich wegen seiner guten Kompatibilität zwischen mehreren Betriebssystemen geschätzt, ist es heute vor allem in animierter Form gebräuchlich. Dass das Format mittlerweile als technisch überholt gilt, schadete der Popularität der GIFs nicht. Sie werden heute tausendfach über Instagram, Facebook, Twitter oder Reddit verbreitet.

Der Siegeszug der GIFs sorgte auch dafür, dass es mittlerweile zahlreiche einfache Tools gibt, um seine eigenen Animationen zu erstellen. Damit kann man dann auf Jagd nach wertlosen Internet-Punkten wie Facebook-Likes oder Reddit-Upvotes gehen. Wir zeigen wie:

Giphy GIF Maker

Hat man bereits ein fertiges Video und möchte jenes komplett oder teilweise zu einem GIF machen, bietet sich das kostenlose Tool Giphy an. Dort findet man einen GIF Maker. An dieser Stelle kann man entweder Videos hochladen, oder Links zu Plattformen wie YouTube oder Vimeo importieren.

Der Import dauert in der Regel nur wenig Augenblicke und anschließend kann man festlegen, welchen Teil des Videos man als GIF haben möchte. Dabei gilt es, einen Startzeitpunkt sowie die Dauer der Animation auszuwählen. Will man etwa den Teil Minute 1:50 bis 1:55 als GIF-Animation wählt man den Startpunkt 1:50 und die Dauer 5 Sekunden. Standardmäßig laufen die GIFs dann in Endlosschleife.

Anschließend hat man bei Giphy die Möglichkeit, das GIF mit einem Schriftzug oder anderweitiger Deko zu versehen. Per Klick auf „Weiter“ wird die Datei erstellt und man kann sie entweder per Giphy-Link teilen oder herunterladen. Positiv: Die erstellte Datei ist völlig frei von irgendwelchen Wasserzeichen.

Der GIF Maker funktioniert sowohl am Desktop als auch auf Mobilgeräten im jeweiligen Browser. Außerdem bietet Giphy eine App für Android und iOS an.

Gfycat

Sehr ähnlich wie Giphy funktioniert der Creator von Gfycat. Auch hiermit kann mehr oder weniger jedes Kind innerhalb weniger Sekunden ein GIF erstellen und es mit verschiedenen Schriftzügen verzieren. Festlegen muss man nur, welcher Teil des Videos animiert werden soll. Auch gibt es Apps für Android und iOS, um die GIFs direkt am Handy zu genieren.

EZGIF

Ähnlich wie Giphy funktioniert auch EZGIF. Zwar ist das User-Interface nicht ganz so hübsch und weniger gut an mobile Browser angepasst, dafür hat man bei dem Tool deutlich mehr Optionen. Besonders hinsichtlich Qualität und und Effekte gibt es bei EZGIF hunderte verschiedene Variablen. Auch hier kann man das Endprodukt angenehmerweise ohne Wasserzeichen herunterladen.

Der EZGIF Maker ist nur als Web-Version verfügbar. Zwar gibt es sowohl für Android als auch iOS Apps mit demselben Namen, dahinter stehen aber nicht die Macher der Web-Version.

Giffing Tool

Wer schnell und einfach vom Bildschirminhalt – egal von welchem Videodienst – ein GIF erstellen will, hat unter Windows mit dem Giffing Tool dazu die Möglichkeit. Das Programm funktioniert im Grunde genauso wie das bekannte Snipping Tool für Screenshots, nur, dass eben Bewegtbilder herauskommen. Als User muss man lediglich einen Rahmen über dem gewünschten Bildschirminhalt aufziehen. Das Programm wird unter dem Pay-As-You-Want-Konzept vergeben, man kann sich also selbst aussuchen, wie viel Geld es einem Wert ist.

Ähnliche Software für Windows, die komplett kostenlos ist, ist ScreenToGif. Die Funktionsweise ähnelt dabei dem Giffing Tool. Mac-User können etwa das Tool Recordit verwenden, das in einer Basis-Variante kostenlos ist.