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Digital Life
06/06/2020

Suchbegriff "Rassist": Twitter liefert Trump als Top-Ergebnis

Laut Twitter fasst ein Algorithmus häufig verwendete Begriffe in Zusammenhang mit einem Account automatisch zusammen.

Wer auf Twitter in die Suche den Begriff "Racist" eingibt, wird in Sekundenschnelle vor allem ein Gesicht vor Augen haben: Donald Trumps. An erster Stelle wird unter der Personenleiste der Twitter-Account des US-Präsidenten – @realDonaldTrump – angeführt.

Das ist vielen Nutzern aufgefallen. Laut einer Twitter-Sprecherin hänge das damit zusammen, dass Nutzer Trumps Account mit dem Begriff „Racist“ häufig verwenden würden. Ein Algorithmus füge häufig verwendete Begriffe in Zusammenhang mit einem Account dann automatisch zusammen.

Warnung vor Trump Beitrag

Zwischen Trump und Twitter herrscht derzeit ohnehin große Spannung. Generell werfen die Republikaner Twitter, Facebook und Co. Zensur vor. Twitter hatte seine Nutzer vor einiger Zeit vor einem Beitrag Trumps gewarnt und diesen als "gewaltverherrlichend" gekennzeichnet. In dem Tweet hatte Trump mit Verweis auf die Anti-Rassismus-Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd gedroht: "Wenn das Plündern beginnt, beginnt das Schießen." Die futurezone hat berichtet.

Das unlängst von Donald Trump unterzeichnete Dekret soll den Schutz sozialer Medien wie Twitter und Facebook vor Strafverfolgung beenden. Gemäß der erlassenen Anordnung soll zudem die Möglichkeit der Plattformen beschnitten werden, Inhalte zu moderieren. Twitter schließt nicht aus, das Konto von US-Präsident Donald Trump zu sperren, sollte dieser weiterhin aufwiegelnde Botschaften etwa zu den derzeitigen Protesten in den USA veröffentlichen. "Jeder Twitter-Account ist an die Twitter-Regeln gebunden", sagte der Strategie-Chef des US-Unternehmens, Nick Pickles, am Donnerstag bei einer Anhörung im britischen Parlament.