Taylor Swift

Taylor Swift 

© REUTERS / MARIO ANZUONI

Digital Life

Student trackt Privatjets: Jetzt geht Taylor Swift gegen ihn vor

Der Student Jack Sweeney betreibt mehrere Social-Media-Accounts, auf denen die Privatjets Prominenter getrackt werden. Darunter Elon Musk, mit dem sich Sweeney deswegen bereits eine Auseinandersetzung geliefert hat. Aber auch die Flüge von Bill GatesDonald TrumpMark Zuckerberg oder Taylor Swift (eine Liste aller Accounts findet sich hier) werden getrackt. Auf den Konten ist auf Basis öffentlich einsehbarer Informationen zu lesen, wann und wo ein Jet startet und landet. 

Swift will nun rechtlich gegen die Accounts vorgehen. Wie die Washington Post berichtet, haben Anwält*innen der Sängerin ein Unterlassungsschreiben an Sweeney versandt. Der strittige Account ist etwa auf Bluesky zu finden. 

Schaden

In dem Dokument heißt es, dass die Social-Media-Konten „direkten und irreparablen Schaden sowie emotionalen und körperlichen Stress“ verursachten. Swift habe keine andere Wahl als rechtliche Schritte einzuleiten. 

Gegenüber The Verge hält Sweeney fest, dass er keinen Schaden anrichten wolle. “Ich denke tatsächlich, dass Swift einige gute Songs hat”, so der Student. Ich glaube an Transparenz und öffentliche Information“, schrieb Sweeney in einer E-Mail.

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Wie die Accounts funktionieren

Öffentliche Daten sind auch die Basis aller Accounts, die Sweeney betreibt. Auf ihren aggregiert er lediglich die öffentlich einsehbare Informationen über die zivile Luftfahrt.  Möglich wird das unter anderem durch ADS-B-Daten (Automatic Dependent Surveillance), die Informationen über die Position von Flugzeugen liefern. Jene sind auch die Grundlage für Dienste wie Flightradar24

Neben den Starts und Landungen wird auf Sweeneys Accounts auch der Treibstoffverbrauch und somit auch der Ausstoß an Treibhausgasen berechnet und veröffentlicht. Hier geriet Swift bereits 2022 in Kritik, nachdem sie laut einer Studie aufgrund ihres Privatjets den größten Treibhausgasausstoß aller Prominenten habe. Über 8000 Tonnen an Co2 würde der Ausstoß pro Jahr betragen. Swifts Sprecher erklärte damals, sie selbst sei nicht für alle Flüge verantwortlich, da sie den Jet auch regelmäßig ausleihe. 

Musk bot 5000 Dollar

Breiter bekannt wurde Sweeny bereits durch seinen Streit mit Elon Musk um den Account ElonJet. Die Auseinandersetzung zog sich über eine lange Zeit. So bot der reichste Mann der Welt dem Studenten einmal 5.000 Dollar dafür, dass er sein Konto schließt. Der Teenager reagierte gelassen: Er lehne ab und forderte 50.000 Dollar, um sich ein Tesla Model 3 zu kaufen.

Als Musk Twitter bzw. X dann kaufte, wurde der ElonJet-Account zwischenzeitlich komplett gesperrt. Später kehrte er zurück. Unter dem Twitter-Handle @ElonJetNextDay liefert er wieder Daten zu den Flügen des Unternehmers, allerdings mit 24 Stunden Verzögerung.

Musk argumentierte die Sperre von @ElonJet immer mit einem Sicherheitsrisiko für seine Person. Er verkündete, dass Konten, die den aktuellen Aufenthaltsort von Personen posten, gesperrt werden. Gleichzeitig sagte er aber auch, dass es OK sei, den Aufenthaltsort mit einer geringen Verzögerung zu posten. Genau das ist der Hintergrund des neuen Kontos.

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