Tesla Model S electric car at a supercharger charging station

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Digital Life
07/08/2020

Teslas Sentry Mode soll Mordversuch an Bürgermeister aufklären

Die norwegische Polizei bittet Tesla-Fahrer um Mithilfe bei der Suche nach einem mutmaßlichen Attentäter.

Der Bürgermeister der norwegischen Stadt Sandefjord ist am vergangenen Sonntag möglicherweise Opfer eines Mordversuchs geworden. Nachdem er Brand- und Benzingeruch wahrgenommen hatte, flüchtete er in der Nacht aus seinem Haus. Er bliebt unverletzt. Die Polizei stuft das Geschehen als einen Mordversuch ein.

Verdächtige konnten aber bislang nicht ausfindig gemacht werden. Der Bürgermeister hat der Polizei aber eine Liste mit Namen von Personen zur Verfügung gestellt, von denen er glaubt, dass sie mit dem Brandanschlag in Verbindung stehen könnten.

Suche nach Aufnahmen

Nun rief die norwegische Polizei Tesla-Fahrer aus der Nachbarschaft dazu auf, bei der Suche nach dem mutmaßlichen Attentäter zu helfen, berichtet Teslarati. Denn die Fahrzeuge sind üblicherweise mit dem sogenannten Sentry Mode ausgestattet. Ist der Wächter-Modus aktiviert, nehmen Kameras die Umgebung des Wagens auf. Die Strafverfolger hoffen nun, den mutmaßlichen Täter über die privaten Überwachungsaufnahmen ausfindig machen zu können.

Die Anfang 2019 von Tesla zum Diebstahlschutz eingeführte Funktion hat bereits in einigen Fällen bei der Aufklärung von Autodiebstählen und Vandalismus geholfen und auch viele kuriose Ereignisse dokumentiert.

In der EU ist der Wächter-Modus von Tesla nicht erlaubt, da die Videoüberwachung im öffentlichen Raum zu privaten Zwecken der europäischen Datenschutzgrundverordnung widerspricht.