© Sergey Boyko, Screenshot YouTube

Digital Life
09/15/2019

Video: Russischer Aktivist bringt Daten mit Drohne vor Polizei in Sicherheit

Ein russischer Aktivist lud vor einer Hausdurchsuchung Festplatten und SSD-Drives auf eine Drohne, um sie vor dem Zugriff der Polizei zu schützen.

Nachdem die regierende Partei Einiges Russland bei lokalen Wahlen am vergangenen Wochenende empfindliche Verluste hinnehmen musste, kam es landesweit zu Hausdurchsuchungen bei Oppositionellen. Ziel einer solchen Durchsuchung war auch die Wohnung von Sergey Boyko, der der Bewegung des Oppositionsführers Alexei Navalny angehört.

Bevor sich die Polizei Zutritt zu seiner Wohnung in Novosibirsk verschaffen konnte, brachte Boyko allerdings wichtige Informationen der oppositionellen Bewegung mithilfe einer Drohne in Sicherheit, berichtet die BBC.

Die Aktion wurde von einer Mitstreiterin Boykos auf einem YouTube-Video dokumentiert.

In dem Video ist auch zu sehen, wie die Polizei versucht, Boykos Tür aufzubrechen, nachdem er durch die geschlossene Tür nach einem Hausdurchsuchungsbefehl gefragt hatte. An einer Stelle ist zu hören. „Geschafft. Die Evakuation war erfolgreich. Die Drohne hat ihr Ziel erreicht."

Die russischen Behörden durchsuchten in der vergangenen Woche in mehr als 40 Städten Wohnungen und Büros von Oppositionellen und konfiszierten Computer und Telefone.

Bei Boyko wurde die Polizei am nächsten Tag wieder vorstellig. Laut dem Aktivisten handelte es sich bei der erneuten Hausdurchsuchung um eine Rache für die Drohnen-Aktion.