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Games
09/21/2019

Interaktive Tinder-Serie soll die Moral ihrer Nutzer analysieren

Die Episoden von "Swipe Night" können ab Oktober in den USA gespielt werden. Die User-Entscheidungen sollen Daten für Matches liefern.

Wem seine bisherigen Blind-Date-Erfahrungen noch nicht schauerlich genug sind, der kann bald in den USA "apokalyptische" Abenteuer bei Tinder erleben: Die Macher der Dating-App haben ein interaktives Videospiel angekündigt, in dem Charaktere kurz vor dem Untergang der Welt stehen.

Interaktive Reality-Serie

"Seien wir ehrlich, wenn wir wüssten, dass die Welt untergeht, würden wir dabei nicht alleine sein wollen", teilte das US-Unternehmen am Freitag in einem Blog-Eintrag mit. Die im Vertikalformat mit den Schauspielern Angela Wong Carbone, Jordan Christian Hearn and Shea Gabor gedrehte Reality-Serie "Swipe Night" soll demnach für US-Nutzer ab dem 6. Oktober jeden Sonntagabend in der App verfügbar sein. Sie zeige eine Gruppe von Freunden, die mit dem Ende der Welt und schicksalsträchtigen moralischen Entscheidungen konfrontiert seien.

Nach Angaben des Unternehmens müssen Tinder-Nutzer in Schlüsselmomenten der Handlung per Fingerwischen entscheiden, was als Nächstes passieren soll - ob sie beispielsweise flüchten oder ihre Freunde retten würden. Für die Entscheidungen hätten sie nur sieben Sekunden Zeit, danach gebe es kein Zurück mehr.

Entscheidungen sollen bei der Partnersuche helfen 

Die jeweiligen Entscheidungen der Nutzer würden anschließend in der App analysiert, um daraus Schlüsse für ihre Partnersuche zu ziehen. Sie bestimmten damit nicht nur die Fortsetzung der Handlung, sondern zeigten auch, mit welchen Menschen sie aufgrund ihrer moralischen Einstellung potenziell zusammenpassen, teilte Tinder mit. Darauf aufbauend würden ihnen anschließend umso kompatiblere mögliche Liebespartner angezeigt.

Die App ist laut Tinder für die sogenannte Generation Z konzipiert - junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die mit dem Internet aufgewachsen sind. "Wir wissen, dass die Generation Z über Inhalte miteinander kommuniziert, deswegen haben wir bewusst etwas geschaffen, das zu ihrem Nutzerverhalten passt", sagte Ravi Mehta, Produktchef bei Tinder.

Nach Angaben der Seite "Business of Apps" nutzten im Jahr 2018 weltweit 57 Millionen Menschen die Dating-App, die zum US-Konzern Match Group gehört.