Games
28.02.2017

Pokemon-Go-Macher wollen 2017 neues Spiel zeigen

John Hanke, CEO von Niantic Labs, versprach auf dem MWC "große Updates" für Pokémon Go und Ingress sowie ein neues Augmented-Reality-Spiel, das noch 2017 gezeigt wird.

Niantic Labs wird 2017 drei weitere „große Updates“ für Pokemon Go sowie Details zu einem neuen Augmented-Reality-Spiel veröffentlichen. Das gab Niantic-Labs-Gründer und CEO John Hanke im Rahmen des Mobile World Congress bekannt. Laut Hanke arbeite man derzeit an mehreren Projekten, zu einem bestimmten Augmented-Reality-Spiel wolle man „später dieses Jahr“ mehr verraten. Es soll auf ein ähnliches Konzept wie Pokémon Go und Ingress setzen.

Zudem gelobte Hanke Besserung: Sowohl Pokémon Go als auch Ingress sollen im Laufe des Jahres „große Updates“ erhalten. Für Ingress verspricht er zumindest ein Update, bei Pokémon Go wird es insgesamt drei geben. Die Updates sollen ein ähnliches Ausmaß wie die zuletzt veröffentlichte Version haben, die insgesamt 80 neue Pokémon ins Spiel brachte.

Bezahlte PokéStops 500 Millionen Mal besucht

Der Niantic-Gründer stattete dem Mobile World Congress einen Besuch ab, um Partner anzuwerben. Er stellte das Werbemodell von Pokémon Go vor, im Rahmen dessen Unternehmen gesponserte PokéStops erwerben können. Bis jetzt wurden rund 35.000 PokéStops im Spiel platziert, die mehr als 500 Millionen Mal von Spielern besucht wurden.

12.000 gesponserte Standorte entfallenallein auf die Kaffeehaus-Kette Starbucks. Zudem wurde die Immobiliengesellschaft Unibail, die mehrere Kaufhäuser in Europa betreibt, darunter auch das Wiener Donau Zentrum,als Partner hervorgehoben. Zudem hofft er, dass das sogenannte "Direct Carrier Billing" (Abrechnung von Käufen über die Rechnung des Mobilfunkvertrages) häufiger zum Einsatz kommen könne als bisher.

Beacons statt GPS

Zugleich bat er auch die Smartphone-Hersteller um Hilfe: Er sieht GPS und WLAN, die derzeit zur Standortbestimmung verwendet werden, als verbesserungswürdig an. „Was wir heute haben, funktioniert, aber es ist alles andere als perfekt“, so Hanke. „Beacons sind eine interessante Alternative und könnten wirklich helfen.“

Hanke gab zudem einen kurzen Einblick in den von Pannen geprägten Start. So zeigte er eine Grafik, auf der die Prognosen des Unternehmens sowie der tatsächlich generierte Traffic zu sehen waren. Bereits nach einem Tag habe man die „schlimmsten Prognosen“ übertroffen.

„Das war wohl der schlimmste Fall einer Prognose in meinem Leben“, so Hanke. Bis heute wurde das Spiel rund 650 Millionen Mal heruntergeladen, zudem wurden 44.600 Terabyte an Daten übertragen. Bis Dezember haben alle Pokémon-Go-Spieler mehr als 8,7 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Zum Vergleich Ingress: Das Spiel wird seit dem Start 2012 in 200 Ländern gespielt und mehr als 20 Millionen Mal heruntergeladen, wobei rund 344 Millionen Kilometer zurückgelegt wurden.