Games
19.04.2016

Vortrag: Was österreichische Indie-Entwickler wissen müssen

Promis, Memes und ein Held mit Laserkatze und Hoverboard: Diese Elemente sollten "Shooting Stars" zum Erfolg verhelfen. Was gefehlt hat, erklärt einer der Entwickler.

Es war wohl eines der ungewöhnlichsten Mobile Games des vergangenen Jahres: „Shooting Stars!“, das Shoot’em up des österreichischen Indie-Studios „Bloodirony Games“, versuchte mit Memes, Promis und Nerd-Humor die Herzen der Gamer zu erobern. Doch trotz guter Kritiken, einem Port für PC, Linux und Mac sowie Unterstützung durch einen international bekannten Publisher blieb bislang eine Erfolgsgeschichte wie jene von „Blek“ („Kunabi Brothers“) verwehrt. Zur falschen Zeit am falschen Ort? Michael Hartinger, Gründer von „Bloodirony Games“ und erfahrener Entwickler, geht am Donnerstag auf Ursachensuche und gibt Indie-Entwicklern wertvolle Tipps.

Im Zuge der von der Wirtschaftskammer Wien geförderten Vortragsreihe „ Subotron pro games“ wird Hartinger Fragen zu Finanzierungsmodellen, der Zusammenarbeit mit Publishern, der Arbeit mit freien Mitarbeitern sowie Rechtsfragen diskutieren. Zudem wird auch ein Einblick in die Entwicklung von „Shooting Stars!“ gewährt. Der Vortrag findet am Donnerstag, den 21. April, um 19 Uhr im Raum D (quartier21) des Wiener Museumsquartiers statt. Der Eintritt ist frei.

Hilfe für Branche

Ein Teil des Post Mortem soll auch zeigen, wie aufregend die heimische Indiegame-Szene ist. Mit gutem Grund: „Bloodirony Games“ wurde binnen kürzester Zeit mehr als nur ein Teil dieser Szene, man half aktiv mit, diese besser zu vernetzen. So begründete Hartinger gemeinsam mit „Bloodirony Games“-Mitgründer Stefan Malzner die regelmäßig stattfindenden Game-Dev-Meetups im Wiener Coworking-Space Stockwerk. Zudem gründete man die Plattform „Indiegame.at“, die heimische Entwickler stärker ins Rampenlicht holen soll.

Studenten, die künftig ins Rampenlicht der Games-Branche treten wollen, haben im Rahmen des Subotron Live Pitch Gelegenheit dazu. Projekte können noch bis zum 25. April eingereicht werden. Die besten Projekte treten am 2. Juni gegeneinander an und kämpfen um einen Bargeldpreis in der Höhe von 2000 Euro sowie ein professionelles Coaching. Den Preis für das beste Unternehmens-Projekt streifte „stillalive studios“ für das ehrgeizige Weltraum-Strategiespiel „Drone Swarm“ ein.