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Netzpolitik

Nicht nur Wahl: Trump könnte auch Twitter-Account verlieren

Man kann nicht sagen, welcher Verlust ihn mehr schmerzt: Die US-Wahl oder sein Twitter-Account. Nicht nur wird Donald Trump mit nächstem Jahr aus dem Weißen Haus gekickt, Gleiches droht ihm auch auf seiner bevorzugten Social-Media-Plattform Twitter. 

Denn während Tweets eines Staatsoberhaupts laut Twitter im öffentlichen Interesse ist und dessen Account durch die sogenannte Public Interest Policy einen besonderen Schutz genießt, wird er dieses Privileg am 20. Januar um genau 12.01 Uhr verlieren. Genau zum Zeitpunkt, an dem Joe Biden seinen Platz einnimmt, wie Twitter gegenüber Engadget bestätigt hat. 

Sperre droht

Diese Regelung, die für alle hochrangigen Politiker gilt, war der Grund, warum Twitter vier Jahre lang nicht gegen Donald Trump vorgehen konnte. Unter normalen Umständen wäre der Account, über den regelmäßig Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Drohungen und Gewaltaufrufe verbreitet wurden, längst gesperrt worden. 

Grundsätzlich kann Trump seinen Account auch nach dem 20. Januar behalten. Tweetet er jedoch in gewohnter Manier weiter, wird er wohl über kurz oder lang gesperrt.

Warnhinweise

Bereits während der US-Wahl hatte Twitter den Großteil von Trumps Tweets mit einer Warnung versehen. So wollte der Microblogging-Dienst Unruhen und die Verbreitung von Unwahrheiten verhindern. Besucht man Trumps Account, sieht man sich mit einem ungewöhnlichem Bild konfrontiert. 

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