FILES-LIFESTYLE-INTERNET-WIRELESS-PORNOGRAPHY-ONLYFANS

© APA/AFP/CRISTIAN HERNANDEZ / CRISTIAN HERNANDEZ

Netzpolitik

EU-Vorstoß: Pornhub-Uploads nur noch mit Handynummer

Pornhub und xHamster leben von Inhalten, die von Millionen Nutzer*innen hochgeladen werden. Lange Zeit war das vollständig anonym möglich, doch das hat sich mittlerweile großteils verändert. Wer Inhalte auf Pornhub oder xHamster hochladen will, muss ein Foto von sich mit Ausweis posten. Damit soll verhindert werden, dass Rachepornos auf den Pornoplattformen landen, oder anderes Material, das sexualisierte Gewalt zeigt.

Diese Maßnahme ist derzeit aber rein freiwillig und länderabhängig und kann von den Diensten theoretisch jederzeit zurückgezogen werden.

Ein EU-Gesetz könnte das Ende der Anonymität bei Uploads von Pornowebsites jetzt verpflichtend machen. Der EU-Abgeordneten Alexandra Geese (Grüne) ist das einem Bericht von netzpolitik.org zufolge nicht genug. Sie will im Digitale-Dienste-Gesetz, das derzeit auf EU-Ebene in Verhandlung ist, einen speziellen Paragrafen für Pornodienste einbringen, wonach ein Upload von Inhalten auf Pornoplattformen nur noch möglich sein soll, wenn man sich mit Handynummer registriert.

Da es in Deutschland sowie in Österreich eine Handy-Registrierungspflicht gibt, bedeutet dieser Vorstoß die Zuordnung per Klarnamen für Provider.

Was noch geplant ist

Geese hat einen entsprechenden Antrag eingebracht, über den kommende Woche im EU-Parlament abgestimmt werden soll. Sinn und Zweck davon ist es, das Vorgehen gegen illegale Uploads auf Pornoseiten zu erleichtern. Mit demselben Antrag soll es auch für Betroffene von „Revenge Porn“ einfacher möglich werden, sich zu beschweren, wenn sie sich ungewollt auf derartigen Plattformen finden. Pornhub oder xHamster müssten die Videos dann laut Gesetzesantrag "unverzüglich" sperren. Derzeit ist es für Betroffene oft schwierig, die Plattformen dazu zu bewegen, Inhalte zu löschen.

Ob der Antrag kommende Woche mehrheitlich angenommen wird, ist derzeit noch unklar. Falls ja, handelt es sich dann in Folge um die offizielle Verhandlungsposition des EU-Parlaments zum Digitale-Dienste-Gesetz.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare