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11 Dinge, die Elon Musk für 2020 versprochen hat

„Pünktlichkeit ist nicht meine Stärke. Aber am Ende erreiche ich immer das Ziel“: Mit dieser Aussage rechtfertige sich Elon Musk im April 2020 für eines seiner Versprechen, das nicht mal ansatzweise wahr geworden ist.

Welches das war und was der Milliardär im Jahr 2020 noch so alles mit Tesla erreichen wollte, hat Business Insider zusammengestellt.

Eine Million Roboter-Taxis

„Nächstes Jahr haben wir sicher eine Million Roboter-Taxis auf der Straße“, sagte Elon Musk im April 2019. Die derzeitige Anzahl von Tesla Robo-Taxis: 0.

Die Idee war, dass Tesla-Käufer ihre Autos, wenn sie sie nicht brauchen, als autonome Taxis zur Verfügung stellen. Das Tesla Model 3 wurde zu diesem Zweck etwa schon mit einer Innenraum-Kamera ausgestattet, um die Fahrgäste zu überwachen.

Schließlich scheiterte es aber daran, dass der Tesla Autopilot nicht schnell genug weiterentwickelt wurde. Im April 2020, also ein Jahr nach der ursprünglichen Ankündigung, sah Musk seine Prognose wohl schon zerbröseln. Es folgte der oben genannte Sager mit Musks Selbsterkenntnis zum Thema Pünktlichkeit.

Full Self-Driving wird erscheinen

Strenggenommen hat Musk dieses Versprechen schon mehrmals abgegeben und mehrmals gebrochen. Der Autopilot sollte etwa schon 2019 so weit sein, dass er ohne Unterbrechung von New York nach Los Angeles fahren kann. Außerdem soll er so gut funktionieren, dass der Fahrer ein Nickerchen machen kann, während der Autopilot lenkt.

2020 erschien schließlich die Beta des Autopiloent mit „Full Self-Driving“-Fähigkeiten und das Versprechen, die finale Version würde noch im selben Jahr folgen. Nach Erfahrungsberichten und nicht allzu positiven YouTube-Videos einiger Beta-Tester wurde schließlich gesagt, dass Full Self-Driving 2021 als Abodienst erscheinen wird.

500.000 Autos ausliefern

Anfang 2020 hieß es, Tesla würde „locker mehr als 500.000 Autos“ im Jahr ausliefern können. Schlussendlich fehlten 450 Autos auf diesen Meilenstein. Selbst wenn das gelungen wäre, wäre es wohl eher knapp geworden, anstatt „locker“.

2016 war Musk sogar noch optimistischer. Damals sagte er, 2020 sollten bis zu eine Million Teslas verkauft werden.

Tesla Model Y

Das Model Y wurde offiziell 2019 vorgestellt. Tatsächlich begann der Verkauf, wie versprochen, im Jahr 2020. Sogar einige Analysten waren überrascht, dass Tesla dieses Ziel einhalten konnte.

Produktion des Tesla Semi

2017 wurde der E-Lkw Tesla Semi präsentiert. Damals peilte man 2019 als Verkaufsstart an. 2019 heiß es schließlich, dass man 2020 mit der Produktion starten wolle. Das ist nicht passiert. Jetzt soll es 2021 soweit sein.

Der Tesla Roadster

Der neue Tesla Roadster

Bis zu 400 km/h schnell, vielleicht mit SpaceX-Raketen und schweben können soll er auch: Musks Aussagen zum neuen Tesla Roadster klingen wie Hirngespinste. Abseits dieser spacigen Upgrades hätte der Roadster 2020 zu einem Preis von 200.000 US-Dollar erscheinen sollen.

Schon im Mai sagte Musk, dass aus diesem Versprechen nichts wird. Der Roadster müsse warten, bis der Cybertruck erscheint. Und der wird vermutlich erst Ende 2021 verkauft werden.

Die Eine-Million-Meilen-Batterie

2019 sagte Musk, dass man ab 2020 die Eine-Million-Meilen-Batterie herstellen werde. Diese sollte eine Lebensdauer von 1,6 Millionen Kilometern haben. In den USA ist die durchschnittliche Lebensdauer von Benzinautos 320.000 Kilometer, was also ein ordentliches Plus für ein Tesla-Elektroauto wäre.

Musk hätte diese Batterie im September 2020 vorstellen sollen – das passierte aber nicht. Stattdessen gab es ein neues Versprechen: Mit den 4680-Zellen komme eine neue Architektur, die 16 Prozent mehr Reichweite biete und noch dazu günstiger zu produzieren sei. Die volle Produktionskapazität dafür soll 2022 erreicht werden.

Neue Fabriken

Im November 2019 sagte Musk, eine Fabrik in Deutschland bauen zu werden. Dieses Versprechen wurde gehalten. Trotz einiger Probleme, wie nicht bezahlte Wasserrechnungen und Proteste von Umweltschützern, schreitet der Bau voran. Ab Juli 2021 sollen dort Batteriezellen produziert werden.

Im März 2020 kündigte Musk zudem an, eine neue Fabrik in den USA errichten zu wollen. Darin solle der Cybertruck gebaut werden. Auch diese Ankündigung wurde wahr. Im August 2020 wurde mit dem Bau des Werks in Texas begonnen.

Model S mit 1.200 Kilometer Reichweite

Jetzt geht es weit zurück: 2015 prognostizierte Musk, dass das Model S im Jahr 2020 eine Reichweite von 1.200 Kilometern haben wird. Derzeit erreicht das Model S in der Range Plus-Variante 652 Kilometer Reichweite. Nächstes Jahr soll die neue Plaid-Variante mit 840 Kilometern Reichweite erscheinen. Sie kann für 140.000 Euro vorbestellt werden.

Der Tesla Tequila

2018 sagte Musk, es werde „bald“ der Tesla Tequila erscheinen. Im November 2020 war es soweit. Der Tequila kostete 250 US-Dollar pro Flasche und war natürlich ruckzuck ausverkauft.

Natürlich kann man jetzt in Frage stellen, ob das „bald“-Versprechen gehalten wurde, allerdings hat Musk damals kein Jahr spezifiziert. Allerdings versprach er einen „Teslaquila“. Daraus wurde aber nichts, da der Markenname von Mexikos Aufsichtsbehörde zur Herstellung und Vermarktung von Tequila abgelehnt wurde.

Teslas spielen Fahrstuhl-Musik

Im August 2020 sagte Musk überraschend auf Twitter, dass Tesla-Autos bald Jazz und Fahrstuhl-Musik aus den Außenlautsprechern ertönen lassen. Ende 2020 kam schließlich ein Software-Update für die Teslas, inklusive der Boombox.

Diese Funktion erlaubt das Tauschen der Standard-Geräusche. So kann man etwa die normale Hupe durch einen Furz oder eine schreiende Ziege ersetzen. Und ja, auch Jazz und Fahrstuhl-Musik kann abgespielt werden, etwa wenn der Tesla mit der Summon-Funktion herbeigerufen wird.

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