FILE PHOTO: Paris Auto Show

Ist der Flügeltürenflitzer Model X tatsächlich angezählt?

© REUTERS / Regis Duvignau

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01/10/2020

Analyst: Tesla Model S und X wird es nicht mehr lange geben

Marktexperte sieht Fokus von S und X auf 3 und Y wandern. Der Cybertruck sei überhaupt aus einem "anderen Technologie-Orbit".

Auf der Webseite Streetinsider hat Trip Chowdhry von der Analysefirma Global Equities Research die Erkenntnisse aus einem Fabriksbesuch bei Tesla zusammengefasst. Seiner Auffassung nach wird sich das Produktangebot von Tesla bald signifikant verändern. Die bisherigen Spitzenprodukte Model S und Model X sieht Chowdhry als Auslaufmodelle. Er prognostiziert, dass Tesla bald das Ende dieser Produktlinien ankündigen wird. Wer an einem der Fahrzeuge interessiert sei, solle sich nicht länger als Juni bis Juli 2020 mit einem Kauf Zeit lassen.

Verkaufsschlager am Weg

In naher Zukunft wird sich die Produktion bei Tesla laut dem Analysten voll auf das Model Y und das Model 3 konzentrieren. Während letzteres bereits erhältlich ist, muss das als Crossover-SUV beschriebene Model Y erst einmal seinen Markteintritt schaffen. Dann aber soll sich das Fahrzeug wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln verkaufen. Die Nachfrage soll künftig "mit Leichtigkeit" dreimal so hoch wie beim Model 3 sein.

"Anderer Technologie-Orbit"

Nach dem auf dem Model 3 basierenden Fahrzeug werde bei Tesla wohl alles auf Cyber-Linie einschwenken, ist Chowdhry überzeugt. Nach einer Testfahrt zeige sich, dass der Cybertruck "aus einem ganz anderen Technologie-Orbit" stamme. Der Elektro-Pick-up-Truck werde in rund zwei Jahren auf den Markt kommen. Neben dem Pick-up-Truck soll "möglicherweise" ein "CyberCar" vorgestellt werden. Dabei könnte es sich um einen Ableger mit ähnlicher Formensprache handeln.

Sinkende Batteriekosten

Teslarati zieht in Bezug auf den Cybertruck eigene Schlüsse. Der Pick-up-Truck soll künftig mit drei Motoren und Allragantrieb um rund 70.000 Dollar angeboten werden. Weil das Fahrzeug schwerer als Model S und X sein wird, muss der Bordakku entsprechend ebenfalls wachsen. Der Kaufpreis liege aber dagegen nur leicht über dem prognostizierten Preis für das Model Y. Das bedeute, dass Tesla es geschafft habe, seine Batterieproduktionskosten signifikant zu senken.