Spannung vor Apple-Präsentation steigt

© AP/Eric Risberg

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10/22/2013

Apple schließt Online-Stores - Neue iPads erwartet

Kurz vor der größten Apple-Produktpräsentation des Jahres hat der US-Konzern seine Online-Stores geschlossen. Erwartet werden neue iPads, der Mac Pro sowie Mac OS X Mavericks.

„Wir haben noch einiges zu besprechen“ – unter diesem Motto lädt Apple zu seinem größten Produkt-Präsentationsevent des Jahres. Dienstagabend ab 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit und somit knapp einen Monat nach der Enthüllung des iPhone 5S/5C, wird nun das restliche Hard- und Software-Programm vorgestellt, mit dem das US-Unternehmen das Weihnachtsgeschäft bestreiten wird. Als Einstimmung wurden nun die Online-Stores geschlossen, außerdem bewirbt Apple einen Live-Stream auf der eigenen Seite. Die futurezone wird aktuell von der Präsentation berichten.

Neue iPads

Offiziell bestätigt ist wie immer noch nichts. Als fix gilt, dass Apple den Herbst-Event einmal mehr für die Präsentation neuer iPad-Modelle nutzen wird. Die iPads sind nach dem iPhone Apples wichtigste Geschäftssäule, laut IDC hält Apple im Tablet-Markt zudem immer noch einen weltweiten Marktanteil von 33 Prozent. Konzernintern tragen die iPads zu einem Fünftel des Umsatzes bei.

Um gegen die Android-Konkurrenz aus dem Hause Google und Samsung sowie gegenüber den neuen Windows-Tablets von Microsoft und Nokia gerüstet zu sein, werden Neuauflagen des 9,7-Zoll iPads und des iPad Minis erwartet. Die mittlerweile fünfte Version des großen iPads soll dünner und leichter werden, wie schon beim iPad Mini wird der Rahmen rund um den Bildschirm auf wenige Millimeter schrumpfen. Dies wird die schlanken Maße optisch unterstreichen. Diese Gewichtsreduktion wird ein wichtiges Verkaufsargument sein, um bestehende iPad-Besitzer von einem Update überzeugen zu können.

Während die Retina Auflösung gleich bleibt, wird Apple im Inneren des großen iPads einen schnelleren Prozessor, den A7X verbauen. Schließlich – so der Großteil der Expertenmeinung – könnte im iPad auch jener Fingerabdruck-Scanner im Home-Knopf verbaut werden, wie man ihn bereits vom iPhone 5S kennt.

iPad Mini mit Retina Display

Zum eigentlichen Star des Abends könnte aber das iPad Mini 2 werden. Aufgrund des geringeren Preises hat sich das Mini schon bisher gut verkauft und gilt auch als sicherer Verkaufsschlager im Weihnachtsgeschäft. Wenn Apple-Insider Recht haben, wird das iPad Min erstmals auch mit einem hochauflösenden Retina-Display ausgestattet sein, um mit Konkurrenzprodukten gleichzuziehen. Ein neuer Prozessor sorgt für mehr Leistung, ein Fingerprint-Sensor wird laut Experten jedoch fehlen. Beide Tablets werden in Dunkelgrau und Weiß/Silber kommen, bunte Plastikgehäuse wie beim iPhone 5C gelten aktuell als unwahrscheinlich.

Mac Pro Rechen-Power

Der heimliche Höhepunkt des Abends könnte der völlig neu gestaltete Mac Pro werden, der bereits bei der Apple-Entwicklerkonferenz angekündigt wurde. Sein futuristisches Design in Zylinderform erinnert stark an die Formsprache in Stanley Kubriks Film „2001: Odyssee im Weltraum“. Neben seinem ungewöhnlichen Äußeren bietet die Maschine extrem viel Leistung: Erwartete Anschlüsse für bis zu 36 Geräte, Prozessoren mit bis zu zwölf Kernen und bis zu zwei Grafikkarten ermöglichen schnelle Bearbeitung von Filmmaterial in 4K- bzw. UltraHD-Qualität.

In Sachen Computer wird Apple zudem seine Notebooks der MacBook-Pro-Reihe sowie eventuell den Mac Mini mit Intels akkuschonenden „Haswell“-Prozessoren aktualisieren. Erwartet wird auch, dass Apple angesichts des neuen Mac Pro auch eine neue Version seines Thunderbolt-Displays auf den Markt bringt, das an das dünnere Design der neuen iMac-Linie angepasst sein soll.

Neues Betriebssystem OS X Mavericks

Schließlich wird Apple im Zuge der Präsentation den Starttermin seines verbesserten Betriebssystems „Mavericks“ nennen. Das im Juni erstmals enthüllte Update für OS X wurde technisch in vielen Details überarbeitet, soll auch auf älteren Geräten für Leistungsverbesserungen sorgen und zudem die Akkulaufzeit bei Notebooks durch intelligente Software-Prozesse erhöhen.