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05.11.2018

Das sind die Alternativen zum neuen MacBook Air

Vor zehn Jahren war das MacBook Air konkurrenzlos. Heute gibt es viele Alternativen – auch von Apple selbst.

Als Steve Jobs 2008 bei einer Keynote das MacBook Air aus einem Papierumschlag herauszog, brach nicht nur Staunen im Publikum aus, sondern auch eine neue Notebook-Ära an. Leicht, dünn, mit Metallgehäuse und langer Akkulaufzeit: Das MacBook Air war praktisch konkurrenzlos.

Viele Apple-User schwören noch heute auf das MacBook Air und fieberten dem Tag entgegen, an dem Apple endlich eine aktualisierte Version vorstellt. Das ist zwar jetzt passiert, doch die Revolution von damals wird nicht wiederholt.

Besseres Display

Eine der größten und langgeforderten Neuerungen ist ein neues Display. Das bisherige MacBook Air hatte lediglich die Auflösung 1440 x 900 Pixel, beim neuen Modell sind es 2560 x 1600 Pixel. Außerdem sind die Ränder merkbar dünner geworden. Ein Touchscreen ist es nach wie vor nicht.

Neu ist der Fingerabdrucksensor. Das ist etwas überraschend: Schließlich gibt es im neuen iPad Pro eine Gesichtserkennung und auch aktuelle Windows-Notebooks nutzen mit „Windows HelloGesichtserkennung als biometrisches Passwort. Als Prozessor dient ein Intel i5 der Y-Serie. Die Konkurrenz verbaut die leistungsstärkeren Intel-U-Varianten.

Das MacBook Air misst 1,56 cm an der dicksten Stelle und wiegt 1,25 Kilogramm. Erhältlich ist es um 1349 Euro mit 128 GB internen Speicher bzw. 1599 Euro mit 256 GB Speicher. Das Vorgängermodell bleibt mit 1099 Euro das günstigste Notebook in Apples-Sortiment.

Microsoft Surface Laptop 2

Vor zehn Jahren konnten Windows-User nur neidvoll auf das MacBook Air schielen, doch heute gibt es mehrere Alternativen, die dem Apple-Notebook zumindest ebenbürtig sind. Dazu gehört Microsofts Surface Laptop 2. Er hat einen 13-Zoll-Touchscreen mit der Auflösung 2256 x 1504, ein Metallgehäuse, ist 1,45 cm dünn und 1,25 Kilogramm schwer.

Im Gegensatz zum MacBook Air gibt es Gesichtserkennung statt einen Fingerabdrucksensor. Es gibt nur einen USB-3.0-Anschluss, während das MacBook Air zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C) hat. Allerdings hat der Laptop 2 einen proprietären Ladeanschluss, während das MacBook Air per Thunderbolt geladen wird. Laut Microsoft reicht der Akku für bis zu 14,5 Stunden Videowiedergabe – beim MacBook Air gibt Apple 13 Stunden Laufzeit bei Videowiedergabe an.

Der Laptop 2 ist ab 1149 Euro erhältlich (128 GB) und damit günstiger als das MacBook Air. Mit 256 GB Speicher kostet er 1449 Euro. Der Laptop 2 kann wahlweise auch mit 16 GB RAM, i7 CPU und bis zu 1 TB Speicher konfiguriert werden. Beim MacBook Air können ebenfalls 16 GB RAM und bis zu 1,5 TB Speicher gewählt werden, ein anderer Prozessor ist aber nicht konfigurierbar.

Dell XPS 13

Das Dell XPS 13 gilt seit 2015 als einer der größten Konkurrenten des MacBook Air und ist es auch in der 2018er Version. Es hat ein Metallgehäuse, ist 1,16 Zentimeter dünn und wiegt 1,21 Kilogramm. Das Display mit 13 Zoll hat in der günstigsten Konfiguration (ab 1199 Euro) nur die FullHD-Auflösung. Die Versionen des XPS 13 mit 4K-Touchscreen gibt es ab 1499 Euro. Besonders auffällig bei dem Gerät ist der dünne Rahmen rund um das Display.

In den Basis-Konfigurationen hat das XPS 13 8 GB RAM, 256 GB Speicher und eine Intel i5U-CPU. Weitere Konfigurationen mit i7-Prozessor und bis zu 2 TB Speicher sind möglich. Der Akku der FullHD-Version hält laut Dell bis zu 19 Stunden. Beim 4K-Modell ist es signifikant weniger. User berichten hier von maximal acht Stunden. Das XPS 13 hat einen USB-C-Anschluss, zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse und einen MicroSD-Steckplatz. Einen Fingerabdruckscanner gibt es ebenfalls.

Huawei MateBook X Pro

Auch Huawei wirbt beim MateBook X Pro mit besonders dünnen Rändern rund um das Display. Der Touchscreen ist 14 Zoll groß und hat die Auflösung 3000 x 2000. Mehr Display heißt mehr Gewicht: Mit 1,33 Kilogramm ist es etwas schwerer als das MacBook Air, mit 1,46 cm aber ähnlich dünn.

Als eines der wenigen Notebooks in dieser Kategorie hat das MateBook X Pro mit der Nvidia MX150 einen dedizierten Grafikchip. Das schlägt sich auf den Preis nieder. Mit Intel i5U CPU, 8 GB RAM und 256 GB Speicher kostet es 1499 Euro. Die i7-Variante mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher kostet 1799 Euro.

Die Akkulaufzeit bei der Wiedergabe von Videos wird mit bis zu zwölf Stunden angegeben. Eine Besonderheit ist die Webcam, die auf der Tastatur zwischen der F6- und F7-Taste untergebracht ist. Sie wird nur ausgeklappt, wenn man sie tatsächlich benötigt. Es gibt einen Fingerprintscanner, einen USB-C-, Thunderbolt-3- und regulären USB-Anschluss.

HP Spectre x360

Der Touchscreen des Spectre x360 kann um 360 Grad gekippt werden, sodass es auch als überdimensionales Tablet genutzt werden kann. Der Screen hat die FullHD-Auflösung. Das Spectre X360 ist 1,36 cm dünn und wiegt 1,26 Kilogramm.

Als Prozessor kommt ein Intel i5U zum Einsatz. Die Version mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher ist um 1299 Euro verfügbar. Mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher kostet es 1499 Euro. HP gibt die Akkulaufzeit bei der Videowiedergabe mit zwölf Stunden an.

Die Webcam unterstützt die Anmeldung per Gesichtserkennung. Es gibt zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse, einen USB-3.1-Anschluss und einen MicroSD-Slot.

Lenovo Yoga S730

Das Yoga S730 ist die günstigste Alternative zum MacBook Air. Es ist bereits ab 999 Euro erhältlich, mit Intel i5U-CPU, 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Um 1299 Euro gibt es eine Variante mit i7 CPU, 8 GB RAM und 512 GB Speicher.

Das S730 ist 1,2 cm dünn und wiegt 1,1 Kilogramm. Das Display hat die FullHD-Auflösung. Die Akkulaufzeit bei der Videowiedergabe wird mit bis zu 12 Stunden angegeben. Es gibt drei USB-C-Anschlüsse und einen Fingerabdrucksensor.

Asus ZenBook S UX391

Wer viel Wert auf ein leichtes Gerät legt, ist bei Asus richtig. Das UX391 wiegt ein Kilogramm und ist 1,29 cm dick. Das 13-Zoll-Display hat die FullHD-Auflösung. Um 1199 Euro bekommt man eine Intel i7U CPU, 8 GB RAM und 256 GB Speicher.

Es gibt zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB C) und einen regulären USB-C-Anschluss. Ein Fingerprint-Scanner ist vorhanden. Die Akkulaufzeit mit der Wiedergabe von YouTube-Videos in FullHD wird mit 14 Stunden angegeben.

Tablets als Alternative

Wird das MacBook Air hauptsächlich als mobiles Arbeitsgerät und zuhause für Basic-Anwendungen genutzt, könnte ein Tablet eine Alternative sein. Die größte Konkurrenz zum MacBook Air kommt hier von Apple selbst mit dem neuen iPad Pro. Mit 11 Zoll gibt es das Tablet ab 879 Euro, mit 13 Zoll ab 1099 Euro. Die Anstecktastatur dafür kostet 199 bzw. 219 Euro. Apple selbst verspricht, dass das iPad Pro, dank des neuen A12X-Prozessors, schneller als 92 Prozent aller portablen PCs ist und die Grafikleistung einer Xbox-One-S-Spielekonsole bietet. Aber auch wenn die Leistung groß ist, ist das iPad Pro nur eine Alternative, wenn man nicht auf bestimmte MacOS-Programme angewiesen ist.

Microsofts Tablet-Alternative ist das Surface Pro 6, das ein vollwertiges Windows-10-Gerät ist. Für ein Tablet ist es mit seinem 13,5-Zoll-Display und 770 Gramm Gewicht recht groß ausgefallen. Realistisch gesehen wird man es primär in Verbindung mit dem Tastatur-Cover als Notebook-Ersatz verwenden. Das Surface Pro 6 gibt es ab 1049 Euro (Intel i5, 8 GB RAM, 128 GB Speicher), das Tastatur-Cover ab 150 Euro. Mit 16 GB RAM, i7 CPU und 512 GB Speicher kostet es 2049 Euro.