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10/02/2020

Diese Autos haben die besten Assistenzsysteme

Bei dem neu entwickelten Testverfahren für Assistenzsysteme lieferten zwei Premium-Modelle enttäuschende Ergebnisse.

Auch wenn es noch ein langer und weiter Weg ist, bis vollständig selbstfahrende Autos über die Straßen gondeln werden, gehören Assistenzsysteme mittlerweile zum Alltag im Straßenverkehr. Das hat der ÖAMTC und seine Partner im Crashtest-Konsortium Euro NCAP zum Anlass genommen und einen neuen Test entwickelt. In diesem neuen Testverfahren soll abgebildet werden, wie sicher und zuverlässig die assistierenden Systeme sind. 

Bei der Premiere des Tests wurden insgesamt zehn Fahrzeuge unter die Lupe genommen: Audi Q8, BMW 3er, Ford Kuga, Mercedes GLE, Nissan Juke, Peugeot 2008, Renault Clio, Tesla Model 3, VW Passat und Volvo V60. 

Teure Autos mit guten Assistenzsystemen

Mit "sehr gut" schnitten nur die Premium-Modelle Audi Q8, BMW 3er und Mercedes GLE ab. Deren Assistenzsysteme funktionieren so gut, dass der Fahrer nichts an eigenständiger Kontrolle einbüßt.  "Am anderen Ende des Wertungsspektrums stehen mit Renault Clio und Peugeot 2008 zwei Fahrzeuge, die lediglich die Mindestanforderungen erfüllen. Deren Systeme assistieren dem Fahrer verhältnismäßig wenig, was dazu führt, dass er sich stärker auf die Fahraufgabe konzentrieren muss", fasst Max Lang, Experte für Fahrzeugsicherheit beim ÖAMTC Mobilitätsclub zusammen.

Mit "gut" hat der Ford Kuga abgeschnitten. Mit "moderat" wurden die Assistenzsysteme des Nissan Juke, Tesla Model 3, VW Passat und Volvo V60 bewertet. 

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Tesla und Volvo enttäuschend

Vor allem seien die Ergebnisse von Tesla und Volvo enttäuschend, heißt es vom Mobilitätsclub. "Dem V60 merkt man an, dass er schon ein paar Jahre auf dem Markt ist", sagt Lang. "Der Test zeigt deutlich, wie schnell sich die Technik in diesem Bereich weiterentwickelt hat - was vor ein paar Jahren noch 'State of the Art' war, ist heute nur mehr Durchschnitt." 

Das Model 3 von Tesla ist hingegen mit neuester Technik ausgestattet und konnte in verschiedenen Bereichen des neuen Testverfahrens hohe Punkte erzielen. "Allerdings sorgt der 'Autopilot' von Tesla dafür, dass der Fahrer nicht so bei der Sache ist, wie es notwendig wäre: Das Fahrzeug erweckt teilweise tatsächlich den Eindruck, vollautomatisch zu fahren. Dafür ist die Technik allerdings noch lange nicht ausgereift genug", sagt der Fahrzeugsicherheitsexperte des Mobilitätsclubs.

Wie getestet wurde

Der Fokus des neuen Tests liegt auf zwei Bereichen: "Assistenzkompetenz" beurteilt das Gleichgewicht zwischen Unterstützung und Einbindung des Fahrers, "Safety Backup" prüft Ausfallsicherheit und Reaktion eines Assistenzsystems in Notfällen. "Beide Bereiche umfassen mehrere Unterkategorien mit verschiedenen Gewichtungen", erklärt Lang. 

Alles zusammen ergibt für jeden Testkandidaten eine Wertung, die entweder "sehr gut", "gut", "moderat" oder "Basisniveau" lautet. Getestet wird nicht im Labor, sondern anhand von Fahrversuchen auf Teststrecken und Straßen, die gewisse Mindeststandards erfüllen müssen.

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