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Erste Bank: Geld abheben am Bankomat nun per Handy möglich

Wer seine Bankomat- oder Kreditkarte zuhause vergessen hat, kann bei Erste Bank und Sparkasse mittlerweile auch nur mit seiner digital am Handy hinterlegten Debitkarte Geld abheben. Wie beim Bezahlvorgang im Geschäft wird statt der physischen Karte das Handy an die NFC-Schnittstelle gehalten. Einziger Unterschied: Auch beim Abheben von kleinen Beträgen unter 25 Euro ist die PIN-Eingabe am Geldausgabegerät erforderlich.

George als Vorbild

Die Funktion ist eine von diversen Neuerungen, die im Rahmen eines Updates der 4000 SB-Geräte umgesetzt werden. Während manche Services wie die Handynutzung am Gerät bereits verfügbar sind, wird es in Kürze auch auf sämtlichen Geräten eine neue Benutzeroberfläche geben. Diese orientiert sich optisch stark an George und soll mit einigen neuen Funktionen aufwarten.

Bis Ende April sollen alle Automaten der Sparkassen aktualisiert werden, die Erste-Bank-Geräte dürften hingegen schon ein paar Wochen früher umgestellt sein. Neben einem zeitgemäßen und übersichtlicheren Design wird Kunden unter anderem auf Basis ihres Nutzungsverhalten ihre häufigste Aktion zur Auswahl angezeigt.

Wer etwa immer 50 Euro abhebt oder einen bestimmten Barbetrag bei einem dafür vorgesehenen Gerät aufs Konto einzahlt, kann per Shortcut genau diese Aktion direkt vom Start-Bildschirm auswählen. Bis zu zwei Favoriten, die vom System automatisch erstellt werden und sich bei einem veränderten Verhalten auch dynamisch anpassen, werden künftig bei der Auswahl angezeigt.

Intelligente Banknotenausgabe

Intelligenter gelöst ist auch die Notenausgabe, die Kundenwünsche hinsichtlich der Staffelung berücksichtigt, aber auch dafür sorgt, dass dem Automaten so lange wie möglich die Scheine nicht ausgehen. So kann sichergestellt werden, dass dieser möglichst lange nicht nachgefüllt und vorübergehend außer Betrieb genommen werden muss.

„Was aus Kundensicht trivial klingen mag, ist technisch gesehen gar nicht so einfach. Einerseits wollen wir Kunden eine praktische Stückelung anbieten, mit zumindest einem kleineren Geldschein. Gleichzeitig muss das System so haushalten, dass nicht bestimmte Notenwerte schnell ausgehen“, erklärt der für SB-Geräte verantwortliche Peter Seitz von der Erste Bank. Der optimierte Algorithmus im Hintergrund kombiniere beide Ansätze.

Mit PC-Software nicht vergleichbar

Was die Weiterentwicklung der Benutzeroberfläche betrifft, gebe es bei Geldautomaten naturgemäß diverse limitierende Faktoren. „Zum einen kann man natürlich nicht einfach 1:1 das umsetzen, was am Handy oder PC funktioniert. Kunden wollen das auch gar nicht, sie wollen meist schnell Geld abheben oder einzahlen“, erklärt Seitz.

Zum anderen sei die Software im Vergleich zu einer App oder PC-Software viel stärker mit den vielen Hardwarekomponenten des Geräts verzahnt – vom Kartenleser über die PIN-Tastatur bis zu Banknotenkassette und Klappenmechanismus. Das schränke den Spielraum ebenfalls ein. Dazu kommen hohe Sicherheitsanforderungen und Regularien, die berücksichtigt werden müssen.

Was die Funktionalität betrifft, hätten sich SB-Geräte längst von der reinen Geldausgabe zu Multifunktionalgeräten gewandelt. Seitz verweist diesbezüglich auf 190 Geräte an OMV-Tankstellen, die von Kunden neben der Geldentnahme auch besonders stark zur Einzahlung von Bargeldbeträgen auf Erste- und Sparkassenkonten genutzt werden. Die Bankengruppe will folglich an dieser Strategie festhalten.

Zugang per NFC zum Foyer

Für NFC-Fans planen Erste Bank und Sparkassen eine weitere Verbesserung. Denn wer tatsächlich ohne physische Bankkarte unterwegs ist, stand bisher bei Filialen außerhalb der Öffnungszeiten vor verschlossenen Türen. Um den Zugang zum Foyer zu ermöglichen, bekommen viele Standorte noch heuer einen NFC-Leser beim Eingang. Das sonst obligatorische Kartenstecken entfällt dann bzw. kann über das Hinhalten der Karte ans Lesegerät – sei es nun physisch oder digital – ersetzt werden.


Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen. Die redaktionelle Verantwortung obliegt der futurezone-Redaktion.

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Martin Stepanek

martinjan

Erste Computer-Begegnung: Macintosh 128k (1984). Erster eigener Computer: Atari 520ST. Wissenschaftsverliebt. Alte-Musik-Sänger im Vienna Vocal Consort. Mag gute Serien. Und Wien.

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