© Erste Bank

Produkte
11/21/2019

Erste Bank: Maestro-Karte ist bis Mitte 2020 Geschichte

Immer mehr Kunden der Erste Bank und Sparkassen bezahlen mobil. Durch Apple Pay gab es noch einmal einen großen Schub.

von Thomas Prenner

Seit Anfang April 2019 werden Kunden der Erste Bank und Sparkassen von der alten Maestro-Bankomatkarte auf die neue Debit Mastercard umgestellt. Laut Ertan Piskin, Leiter des Kartengeschäfts bei Erste Bank und Sparkassen, läuft die Umstellung auf vollen Touren. “Wir haben mittlerweile 1,7 Millionen Debit Mastercards ausgegeben”, sagt Piskin.

Etwa eine halbe Million Kunden fehlen noch, die bis Mitte nächsten Jahres auch die neue Bankomatkarte bekommen werden. “Die Maestro-Karte ist dann bei uns Geschichte”, sagt Piskin zur futurezone.

Online-Zahlung

Die neue Mastercard Debit hat eine 16-stellige Identifikationsnummer, über die auch Online-Zahlungen getätigt werden können. Wie bisher kann man damit aber auch bei jedem Bankomat ohne zusätzliche Gebühren Bargeld beheben. Die Online-Zahlung wird bei Kunden gut angenommen, sagt Piskin. Bis Ende 2020 rechnet man damit, dass sich die Online-Zahlungen mit der Debit Mastercard verzwanzigfachen werden.

Oft gibt es bei der Bezeichnung noch Verwirrung. So handelt es sich auch bei der bisherigen klassischen Bankomatkarte unter dem Brand Maestro ebenfalls um eine Debitkarte, sie wurde im allgemeinen Sprachgebrauch aber nicht so bezeichnet. Die Debit Mastercard ist also die Bankomatkarte der Zukunft. Sie kann, neben der neuen Online-Bezahlfunktion, auch weltweit bei mehr als doppelt so vielen Händlern genutzt werden, als früher die Maestro-Karte.

“300.000 Kunden bezahlen mobil”

Eine weitere Neuerung, die es heuer in Österreich gab, war die Einführung von Apple Pay. Bereits zuvor versuchte die Erste Bank, Kunden mit anderen Produkten an das mobile Bezahlen heranzuführen. 2016 startete man mit NFC-Armbändern und Aufklebern. Auch lassen sich in der Android-App Kredit- und Debitkarten hinterlegen. So kann man per NFC-Chip im Handy direkt an den Bankomatkassen bezahlen.

Insgesamt wird die Möglichkeit mobil zu bezahlen gut angenommen, wie Piskin erklärt: “Wir haben heute knapp 350.000 Kunden, die regelmäßig mobil bezahlen.” Hier sind alle angebotenen Produkte zusammengezählt. Nutzungszahlen für einzelne Produkte gibt die Bank nicht heraus. 

Fragezeichen Google Pay

Ob die Erste auch Googles Apple-Pay-Pendant Google Pay unterstützen wird, ist laut Piskin noch offen. Da Kunden bereits jetzt unter Android dank App mit dem Handy zahlen können, würde man eine ähnliche Funktion ohnehin jetzt schon anbieten.

Offen ist außerdem, ob oder wann Google seinen Bezahldienst in Österreich überhaupt startet. Man werde die Situation auf jeden Fall beobachten und dann entscheiden, erklärt Piskin.

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen. Die redaktionelle Verantwortung obliegt der futurezone-Redaktion.