FILE PHOTO: Google Chrome logo is seen near cyber code and words "spy"  in this illustration picture

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Google beendet verkürzte URL-Darstellung

Im August 2020 hat Google damit begonnen, alle Webadressen in der Adresszeile des Browsers Chrome verkürzt darzustellen. Die Darstellung der URL wurde auf möglichst wenige Bestandteile reduziert, etwa den sogenannten Domain Namen. Als Beispiel: Statt "https://en.wikipedia.org/wiki/Domain_name" sehen Chrome-User*innen nur „en.wikipedia.org“.

Google hatte die Praxis Anfang 2021 für alle eingeführt. Man versprach sich durch diese Praxis mehr Sicherheit und weniger Erfolge bei Phishing-Attacken. Kriminelle nutzten etwa immer wieder bekannte Markennamen, um damit gefälschte URLs zu verbreiten.

Proteste nicht Grund für Einstellung

Doch laut dem „Google Watch Blog“ stellt Google diese Praxis jetzt ein Jahr später wieder ein. User*innen hatten von Anfang an dagegen protestiert. Nach einem ersten Testlauf hatte man die Praxis deshalb bereits damals wieder deaktiviert, um sie wenig später für alle einzuführen.

Doch das soll nicht die Ursache sein, warum die verkürzten URLs wieder eingestellt worden sind. Emily Stark, Software-Ingenuerin und Google-Chrome-Managerin, erklärte, dass die Sicherheit dadurch nicht maßgeblich verbessert worden sei und man deshalb auf die Einführung verzichten wolle.

Mit der Browser-Version Chrome 91 sind die verkürzten URLs daher bereits wieder verschwunden.

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