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25.09.2018

iPhone-Xs-User klagen über WLAN-Probleme und schlechten Empfang

Die Situation mit dem erst kürzlich erschienenen iPhone Xs erinnert an das Antennagate des iPhone 4.

Seit 21. September sind die neuen iPhone-Modelle im Handel und schon gibt es erste Beschwerden über zentrale Funktionen. Der WLAN-Empfang sei schlecht auch im Mobilfunknetz sei der Empfang wesentlich schwächer als bei den Vorgängergenerationen. So lautet das Fazit einiger Apple-User, die auf Reddit und in Apples Supportforen Dampf ablassen.

Dokumente der US-Telekomaufsicht FCC zeichneten bereits vor dem Marktstart ein ähnliches Bild. Demnach verfügen die neuen iPhone-Modelle über vergleichsweise schwache Empfangseigenschaften.

Ein User beschreibt etwa, dass er an Plätzen, an denen er sich mit seinem iPhone 7 Plus in das WLAN einloggen konnte, das iPhone Xs Schwierigkeiten mit dem Empfang hat. Ein anderer Nutzer beschwert sich auf Reddit über ein ganz ähnliches Problem. Demnach habe er in seinem Zuhause mit einem iPhone 8 Plus permanenten LTE-Empfang. Mit seinem neuen iPhone Xs Max habe er aber nun Empfangsprobleme. Zuerst ging er davon aus, dass sein Gerät defekt sei und ließ es austauschen. Bei dem neuen Gerät bestehe aber das Problem immer noch.

Software-Update kann Problem nicht beheben

WiWavelength hat die neuen iPhone-Modelle offenbar im Labor auf seine Empfangseigenschaften untersucht und ebenso festgestellt, dass das iPhone Xs und das iPhone Xs Max schlechter abschneiden als die Vorgänger.

Laut WiWavelength könnte die schlechte Performance aber durch ein iOS-Update beziehungsweise durch ein Software-Update durch den Netzbetreiber zumindest zum Teil behoben werden. Apple müsste dabei die Energieversorgung der Antenne nach oben treiben. Allerdings sei die Stromzufuhr bereits am oberen Limit. Die einzige Lösung für das Problem wäre eine Änderung in der Hardware.

Dass Apple allerdings eine derart drastische Maßnahme durchführt ist vorerst höchst unwahrscheinlich. Sollte das Unternehmen das Problem nicht in den Griff bekommen und sich die Beschwerden häufen, könnte eventuell ein Rückruf im Raum stehen. Dies hätte einen massiven Imageverlust zur Folge.

Antennagate 2010

Die Probleme mit dem Empfang erinnern an das Antennagate beim iPhone 4 aus dem Jahr 2010. Damals führte die Konstruktion der Antenne dazu, dass der Empfang abbrach, wenn Nutzer das Telefon auf eine bestimmte Art in der Hand hielten.

Apple änderte die Bauweise nicht und entschädigte auch die betroffenen Kunden nicht. Erst nach einer Sammelklage in den USA hatten 25 Millionen Apple-Kunden Anspruch auf eine Entschädigung in der Höhe von 15 Dollar oder eine kostenlose Schutzhülle.