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09/03/2020

Neues Flugzeug startet elektrisch, fliegt mit Verbrennungsmotor

Pipistrel hat neue unbemannte Frachtflugzeuge vorgestellt. Sie sollen zehnmal sparsamer sein als Helikopter.

Pipistrel arbeitet weiter daran, sich im Flugverkehr mit alternativen Antriebsarten einen Namen zu machen. Erst kürzlich erhielten sie als erstes Unternehmen überhaupt eine Zulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit für einen Elektromotor. Nun hat der slowenische Flugzeughersteller Pipistrel eine neue Flugzeug-Serie vorgestellt, die mit einem Hybridantrieb ausgestattet ist und künftig Fracht transportieren soll.

Der Elektromotor kommt beim senkrechten Start und der Landung zum Einsatz. Für den Flug selbst wird der Verbrennungsmotor genutzt. Das größte Modell, Nuuva V300, kann mit bis zu 460 Kilogramm Nutzlast beladen werden. Im Inneren der Maschine ist dafür Platz für 3 Europaletten. Beladen wird sie durch die Nase, wofür laut Pressemitteilung problemlos ein Gabelstapler zum Einsatz kommen kann.

Maximal 2.500 Kilometer Reichweite

Die kleine Version, Nuuva V20, ist ähnlich gebaut, jedoch für schnelle Kurierdienste konzipiert. Sie trägt bis zu 20 Kilogramm. Bei beiden Flugzeugen wird der Elektromotor E-811 genutzt, die V300 benötigt 8 dieser Motoren, um vom Boden zu kommen. Laden soll man die Frachtflugzeuge über Stationen, die von Pipistrel und Green Motion betrieben werden.

Die Reichweite des V300 gibt Pipistrel nicht sehr genau an: Ist er mit nur 50 Kilogramm beladen, kommt er 2.500 Kilometer weit. Je schwerer das Flugzeug beladen wird, desto geringer fällt natürlich die Reichweite aus. Wie weit es mit maximaler Nutzlast kommt, gibt Pipistrel aber nicht an. Unabhängig von der Fracht sei aber die Höhe von maximal 8.000 Fuß (etwa 2.400 Meter), die der V300 erreichen kann.  

Zehnmal sparsamer als Hubschrauber

Die Nuuva-Serie soll die Vorzüge von Frachtflugzeugen mit denen von Hubschraubern verbinde. Der V300 sei aber zehnmal sparsamer als ein normaler Hubschrauber, so der Hersteller. Die Flüge werden autonom nach einem vorinstallierten Flugplan durchgeführt. Allerdings kann vom Boden manuell in die Steuerung eingegriffen werden.

Während die große Nuuva V300 noch bis 2023 auf sich warten lässt, könnten die ersten Lieferungen mit der V20 bereits 2021 stattfinden. Beide Flugzeuge können aber schon vorbestellt werden. 

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