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© REUTERS / MARKO DJURICA

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05/11/2020

Samsung hätte Android kaufen können, hielt es für "einen Witz"

Der koreanische Technologiekonzern hat das Potenzial von Android nicht erkannt und überließ es der Konkurrenz.

In den frühen Tagen von Android hätte Samsung die Möglichkeit gehabt, das Betriebssystem zu kaufen. Doch die Samsung-Manager hielten die Idee von Andy Rubin für einen Witz. Und so nutzte Google die Gelegenheit und riss sich Android unter den Nagel.

In seinem Buch "How Apple and Google Went to War and Started a Revolution" erzählt der Autor Fred Vogelstein eine Episode von Android-Erfinder Andy Rubin. Demnach hatte Rubin 2004 in Seoul die Möglichkeit, seine Idee des Betriebssystems vor hochrangigen Samsung-Managern zu pitchen.

"Are you high?"

Als Rubin mit seinem Vortrag zu einem Ende kam, herrschte in dem Konferenzraum eine peinliche Stille, bevor ein Samsung-Manager den Android-Erfinder fragte: "Du und welche Armee werden das schaffen? Du hast sechs Leute oder? Bist du zugedröhnt?". Andy Rubin fasste die Situation mit "sie haben mich aus dem Sitzungssaal gelacht" zusammen.

Es dauerte nicht lange und 2005 kaufte Google das Betriebssystem für 50 Millionen Dollar. Rubin wurde von Google daraufhin zum Senior Vice President of Mobile and Digital Content ernannt.

Plötzlich dämmerte es Samsung, dass es vielleicht ein Fehler war, Rubins Vision als Witz abzukanzeln. Einen Tag nachdem Google-Android-Deal erhielt Rubin einen Anruf auf Seoul. Ein Samsung-Manager wollte nochmal über den "sehr, sehr interessanten Vorschlag" reden, doch es war längst zu spät.

Was wäre gewesen, wenn...

Wie die Smartphone-Geschichte verlaufen wäre, hätte Samsung tatsächlich Android gekauft, kann natürlich niemand sagen. Doch die von Vogelstein beschriebene Geschichte, lädt zu Gedankenexperimenten ein.

Vermutlich wäre Samsung mit Android völlig anders verfahren, als es Google getan hat. Wahrscheinlich hätte der koreanische Technologiekonzern Android nicht als offenes Betriebssystem anderen Herstellern angeboten und es exklusiv für die eigenen Smartphones verwendet.

Das hätte vermutlich zur Folge gehabt, dass niemals ein solch weitreichendes Ökosystem entstanden wäre, da es für App-Entwickler weniger lukrativ ist, Anwendungen nur für einen Hersteller zu erarbeiten.

Platzhirsch Android

Wäre es tatsächlich so verlaufen, hätten sich allerdings auch andere Betriebssysteme etablieren beziehungsweise länger halten können. Vielleicht gäbe es dann immer noch Nokia-Smartphones mit Symbian und eventuell hätte Microsoft mit seiner Windows-Mobile-Plattform ebenso bessere Karten gehabt.

Aber wie erwähnt, alles nur ein Was-Wäre-Wenn-Spiel. Tatsache ist, dass Android heutzutage auf 80 Prozent aller Smartphones läuft und es 2,5 Milliarden aktive Android-Gerät gibt. Wie es mit Samsung Tizen OS, Nokias Symbian und Microsoft Windows Mobile weitergegangen ist, dürfte allseits bekannt sein.

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