A meteor streaks past stars in the night sky during the annual Perseid meteor shower at the Negev Desert

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Science

150 Sternschnuppen pro Stunde: Größtes Meteor-Spektakel startet

Mit den Geminiden wird in den kommenden Tagen ein wahrer Sternschnuppen-Regen am Nachthimmel erwartet. "Mit 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres", sagte der Vorsitzenden der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert.

Der Höhepunkt des Meteorschauers ist in der Nacht zum 14. Dezember zu erwarten. Der zunehmende Mond geht erst nach Mitternacht unter, so dass am Morgen die meisten der verglühenden Meteore zu sehen sein werden - vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Wo sind die Geminiden zu sehen?

Wer eine Chance auf die Geminiden-Sternschnuppen haben will, muss am Abend seinen Blick nach Osten richten. Das Sternbild Zwillinge - aus dem die Geminiden zu entspringen scheinen - wird im Laufe der Nacht dann über den Süden und am Morgen im Nordwesten stehen.

Die Zwillinge gehen nach Angaben der Vereinigung bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf, daher sei die ganze Nacht über mit Sternschnuppen zu rechnen, auch noch in den Tagen nach dem 14. Dezember.

Die Perseiden im August sind zwar der bekanntere Sternschnuppen-Strom, die Geminiden würden aber eine bessere Show liefern, schreibt die Fachzeitschrift "Sky & Telescope". Wer das Spektakel beobachten will, sollte sich einen freien Platz ohne störende Lichtquellen suchen und seine Augen 20 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen.

Woher kommen die Geminiden?

Dass die Meteore dem Sternbild Zwillinge entspringen, ist den Sternfreunden zufolge natürlich nur ein perspektivischer Effekt. Der Grund für ihr Auftreten sei, dass die Erde eine kosmische Staubwolke durchquere.

Diese stamme vermutlich von dem Kleinplaneten Phaethon, der möglicherweise zerbrochen ist und dadurch Trümmerteile hinterlassen hat. Beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen diese dann und sind als Sternschnuppen am Himmel zu sehen.

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