Transparent car

© Getty Images/iStockphoto / Firstsignal/IStockphoto.com

Science
11/28/2019

Forscher melden "Durchbruch" bei Feststoff-Akkus

Wissenschafter haben offenbar einen Feststoff-Akku entwickelt, der auf handelsübliche Polymere setzt.

Regelmäßig werden aus den Laboren Fortschritte in Sachen Akku-Entwicklung verkündet. Bisweilen konnte allerdings noch keine Neuentwicklung die aktuellen Lithium-Ionen-Akkus ablösen. Auch dieses Mal sprechen die Forscher selbst von einem "Durchbruch" bei der Feststoff-Technologie.

Den Wissenschaftlern aus Australien ist es gelungen, einen Feststoff-Akku zu entwickeln, der auf kommerzielle Polymere zurückgreift. Damit lässt sich die Dichte der Akkus im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus verdoppeln, behaupten die Forscher der australischen Deakin University

Dass die Forscher bereits existierende, kommerzielle Polymere für den Feststoff-Akku verwenden, biete den Vorteil, dass sie besser mit heutigen Produktionsprozessen hergestellt werden können. Das wiederum ermögliche eine deutlich günstigere Produktion.

Kommerzielle Akkus befinden sich heute im Bereich von 250 Wh/kg, wie jene des Tesla Model 3. Durch die neuen Entwicklungen würde sich die Energiedichte auf 500 Wh/kg erhöhen, behaupten die Forscher. Dadurch könnte sich einerseits die Reichweite von E-Autos massiv erhöhen, beziehungsweise könnten deutlich leichtere Akkus verbaut werden.

Hoffen auf den Feststoff-Akku

Bei Feststoff-Akkus wird der flüssige Elektrolyt, der in heutigen Akkus den Lithium-Ionen die Bewegung zwischen den Elektroden erlaubt, durch ein festes Material ersetzt. Damit sollen Energiespeicher gebaut werden, die sicherer sind und eben eine höhere Energiedichte pro Kilogramm aufweisen. Denn das flüssige Elektrolyt in aktuellen Akkus lässt die Energiedichte sinken und erhöht zudem die Entzündbarkeit.

Die höhere Sicherheit könnte es zudem erlauben, zumindest teilweise auf einige Vorsichtsmaßnahmen wie Kühlung, schützende Stahlkonstruktionen oder Steuerungselektronik zu verzichten.