© Martha Desmond/New Mexico State University

Science
09/20/2020

Forscher rätseln über plötzliches Massensterben von Vögeln

Kurz vor ihrem Tod sollen sich die Zugvögel ungewöhnlich verhalten und generell lethargisch wirken.

Im Laufe der vergangenen Wochen haben Biologen und Ornithologen im US-Bundesstaat New Mexico hunderte tote Zugvögel an unterschiedlichen Plätzen entdeckt. Über die Ursache sind sich die Forscher noch nicht im Klaren. Vogelexpertin Marha Desmond von der New Mexico State University (NMSU) spricht von einem „beängstigenden“ Ereignis: „Wir haben so etwas noch nie zuvor gesehen. Wir verlieren Hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen von Zugvögeln“, sagt sie gegenüber Las Cruces Sun News.

Seinen Anfang soll das Phänomen spät im August im White-Sands-Nationalpark am nördlichen Ende der Chihuahua-Wüste genommen und sich nach und nach in weitere Regionen in New Mexico ausgebreitet haben. Später wurden auch in den Bundesstaaten Arizona, Colorado und Texas ähnliche Entdeckungen gemacht. 

Nur Zugvögel betroffen

Betroffen seien nur Zugvögel wie Waldschnäppertyrannen oder Schwirle. Über die Ursache wird aktuell noch gerätselt. „Wir haben nur wenige Daten, aber wir vermuten, dass die Waldbrände an der Westküste in Kombination mit der lokalen Kaltfront der vergangenen Wochen die Migrationsmuster vieler Zugvögel verändert haben“, erklärt Forscherin Allison Salas von der NMSU auf Twitter. Das kalte Wetter könnte die Tiere zu einer raschen Migration in den Süden gezwungen haben.

Zusätzlich gebe es nur wenig Futter und Wasser in der Chihuahuan-Wüste, was das Phänomen verstärken könnte. Laut Berichten seien die Tiere ausgemergelt und sollen sich vor ihrem Tod ungewöhnlich verhalten und sich eher am Boden als in den Bäumen aufhalten. Generell sollen sie auch lethargisch wirken.

Die Forscher empfehlen, die Tiere in Ruhe zu lassen, damit sie die Chance haben, wieder zu Kräften zu kommen. 

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