© NASA's Goddard Space Flight Center/CI Lab

Science

Forscher rätseln über Zusammenprall von Neutronensternen

Vor 3 Jahren sind zwei Neutronensterne, also kleine massereiche Sterne, zusammengeprallt und miteinander verschmolzen. Neben einer Lichtexplosion haben die Forscher mit dem Laser Interferometer Gravitional Wave Observatory (LIGO) ein wellenartiges Gebilde aus Gravitationswellen entdeckt. Normalerweise entstehen die, wenn massive Objekte wie Schwarze Löcher oder  Neutronensterne zusammenprallen. 

Das ausgesandte Röntgenstrahl-Signal, das 130 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt aufgezeichnet wurde, wies nicht ganz sechs Monate nach dem Zusammenprall eine gleichbleibende Stärke auf, bevor es etwas schwächer wurde. Das Signal wurde zwar schwächer, verschwand allerdings nicht ganz. Es ist nun nach wie vor beobachtbar, was die Forscher verdutzt.

2 Szenarien möglich

Laut Eleonora Troja, Astrophysikerin an der University of Maryland und dem NASA Goddard Space Flight Center sei es noch zu früh, zu wissen, was bei dem Naturspektakel tatsächlich vor sich gehe. Neben dem Einsatz von Teleskopen könnten Funkinstrumente dabei helfen, das Rätsel zu lösen.

Ihr zufolge seien aber zwei Szenarien möglich, wie Space.com schreibt. Werden die Röntgenstrahlen innerhalb der nächsten 8 oder 12 Monate von Radiowellen begleitet, könnte es sich bei dem Gebilde um eine massive Kilonova-Explosion handeln, die bislang noch nie beobachtet wurde. Kilonovae können bei einer Verschmelzung von Neutronensternen oder eines Schwarzen Lochs mit einem Neutronenstern entstehen. Dabei wird elektromagnetische Strahlung eines verschmelzenden Doppelsterns wird durch den radioaktiven Zerfall von Elementen angetrieben.

Werden die Röntgenstrahlen nicht von Radioemissionen begleitet, könnte es sich um einen neugeborenen, massiven Neutronenstern handeln, der durch den Zusammenprall entstanden ist. Die nächsten Untersuchungen sollen mehr Licht ins Dunkel bringen.

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