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Impfstoff-Ticker

Pfizer reduziert Impfstoff-Lieferungen für Europa

  • Weltweit wird nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht.
  • Insgesamt sind knapp 200 verschiedene Kandidaten in Arbeit, einige haben die Zulassung in bestimmten Ländern bereits bekommen oder beantragt.
  • Erste Impfstoffe werden in Europa bereits seit Dezember ausgeliefert werden.
  • In Österreich wurden die ersten Personen am 27. Dezember 2020 geimpft.
  • Eine aktuelle und regelmäßig aktualisierte Übersicht gibt es auch bei der WHO.

Impfstoff-Ticker

  • | Gregor Gruber

    Pfizer reduziert Impfstoff-Lieferungen für Europa

    Pfizer hat nach Angaben der norwegischen Behörden vor Lieferkürzungen beim Impfstoff gewarnt, der gemeinsam mit Biontech entwickelt wurde. „Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen“, erklärte am Freitag das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden „ab kommender Woche“ erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern.

    „Es ist derzeit nicht klar, wie lange es genau dauern wird, bis Pfizer seine maximale Produktionskapazität erreichen wird, die von 1,3 Milliarden auf zwei Milliarden Dosen jährlich steigen soll“, hieß es in der Erklärung weiter. Angaben über die Liefermengen für ganz Europa wurden nicht gemacht, nur für Norwegen: Demnach werden für das skandinavische Land in der kommenden Woche nur 36.075 Impfstoffdosen erwartet, zuvor waren es 43.875. Dies entspricht einem Minus von fast 18 Prozent.

    Das Gesundheitsministerium konnte zunächst auf Nachfrage keine Information geben, ob diese Ankündigung auch Auswirkungen auf Österreich haben wird. Die EU wird jedoch noch am Freitagnachmittag Gespräche mit Pfizer beginnen, bei denen auch Österreich vertreten sein wird. Erst dann werde man die Folgen einschätzen können.

    Der Impfstoff von Biontech und Pfizer war als erstes Vakzin gegen das Coronavirus in der Europäischen Union (EU) zugelassen worden. Er wird bereits weitflächig eingesetzt. Als zweiter Impfstoff erhielt inzwischen auch das Mittel des US-Herstellers Moderna eine europaweite Zulassung, der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Türkei: Angeblich eine halbe Million Menschen in 2 Tagen geimpft

    In der Türkei sind in den ersten beiden Tagen der Impfkampagne mehr als eine halbe Million Menschen geimpft worden. Bis Freitagmittag wurde das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac Biotech 523.338 Menschen gespritzt, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

    Das sind vergleichsweise hohe Zahlen. In Indonesien, wo ebenfalls das Sinovac-Mittel zum Einsatz kommt, waren es nach Angaben eines ranghohen Vertreters des dortigen Gesundheitsministeriums in den vergangenen zwei Tagen 15.301 Impflinge. Beim Sinovac-Impfstoff haben sich unterschiedliche Wirkungsraten gezeigt, weshalb es zum Teil Kritik an dem Mittel gegeben hat. (Reuters)

  • | Franziska Bechtold

    Wien startet Impfkampagne

    In Wien startet heute, Freitag, die erste große Impfkampagne gegen das Coronavirus. Rund 11.000 Menschen sollen an den kommenden vier Tagen in der Messe Wien ihre erste Impf-Dosis erhalten. Der Großteil dieser Dosen ist für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und deren Mitarbeiter reserviert. Aber auch Personal von Rettungsdiensten und der mobilen Pflege sowie einige Hebammen werden an den insgesamt 14 Impfstraßen immunisiert.

    An den zu vergebenden Termine gab es im Vorfeld großes Interesse unter den Zielgruppen. So waren etwa die 8.500 Slots, die für Ärzte und Ordinationspersonal reserviert waren, binnen 24 Stunden ausgebucht. Parallel zur Kampagne in der Messe läuft die Verabreichung des Impfstoffs in den Wiener Spitäler und Seniorenheimen weiter. Danach sollen Über-80-Jährige außerhalb von Betreuungseinrichtungen und Hochrisikogruppen geimpft werden. Geplanter Impfstart ist hier Mitte Februar.

  • | Franziska Bechtold

    Impf-Dashboard zeigt "Live-Prognose" an

    Die Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums und die bisher im Impfregister eingetragenen Daten gehen stark auseinander. Das liegt daran, dass es sich bei den Zahlen des Dashboard nur um eine Prognose handelt.

  • | Franziska Bechtold

    Angebote im Darknet versprechen Impf-Dosen gegen Bitcoin

    Wovor Sicherheitsforscher gewarnt haben, ist nun Realität geworden: Der Markt für gefälschte Impfstoffe im Darknet wächst rasant an. Die Sicherheitsfirma CheckPoint und Europol warnten bereits im Dezember davor, dass sich hinter solchen Angeboten meist gefälschte Medikamente oder Malware verstecken. Betrüger hatten damals bereits angebliche Impfstoff-Dosen, unter anderem von Pfizer/Biontech, gegen Bitcoin zum Kauf angeboten. Die Preise beliefen sich auf durchschnittlich 250 Euro pro Dosierung. 

    Im Jänner sei das Geschäft nun nochmal um 400 Prozent angestiegen, so CheckPoint. Waren es im Dezember noch 8 Seiten mit solchen falschen Angeboten, fanden die Sicherheitsforscher nun 34 Seiten mit insgesamt 340 solcher Angebote. Auch die Preise stiegen an, die Betrüger verlangen nun zwischen 410 und 822 Euro pro Impf-Dose. 

    Statt einzelnen Dosen verkaufe man jetzt auch Pakete, was die Forscher als Ausweitung des Geschäftsfeldes interpretieren. Personen sollen motiviert werden, Impfstoffen für Freunde und Familie einzukaufen und dabei auch deutlich höhere Preise zahlen. Ein Verkäufer bot sogar 10.000 Dosen für 24.657 Euro an.

    Die Angebote werden von den Betrügern häufig mit einem gefälschten Freigabesiegel der Prüfstellen, etwa der US-amerikanischen FDA, versehen ohne weitere Informationen über den Impfstoff zu liefern. CheckPoint wollte bei einem Testkauf einen chinesischen Impfstoff um umgerechnet 616 Euro im Darknet bestellen. Nach der Zahlung traf die Lieferung jedoch nie ein und das Konto des Verkäufers wurde kurze Zeit danach gelöscht. 

  • | Andreea Iosa

    Johnson & Johnson: Einzeldosis des Corona-Vakzins löst Immunantwort aus

    Laut Studienergebnissen ist der Corona-Impfstoff Vakzins Ad26.COV2.S von Johnson & Johnson bei nur einer einzelnen Dosis sicher und löst eine Immunantwort bei jungen und älteren Freiwilligen aus. Untersucht wurden 805 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 55 Jahren. Jene ab 65 Jahren erhielten eine höhere oder niedrigere Dosis. Einige der Teilnehmer zwischen 18 und 55 erhielten auch eine zweite Dosis.

    Die meisten der Probanden entwickelten nach 28 Tagen neutralisierende Antikörper. Am 57. Tag waren bei allen Freiwilligen Antikörper nachweisbar, unabhängig von Altersgruppe oder Dosis. Bei den 18- bis 55-Jährigen für mindestens 71 Tage.

    Nebenwirkungen

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Schmerzen an der Einstichstelle. Bei den älteren Probanden, die nur eine Dosis und jene, die eine geringere Dosis erhielten, traten Nebenwirkungen seltener auf. 

    Die Studienergebnisse der Phase I und II deuten damit darauf hin, dass eine einzelne Dosis bereits ausreicht, um nachhaltig Antikörper zu bilden. Die Resultate wurden am Mittwoch im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

    Phase III umfasst 45.000 Probanden – Johnson & Johnson will die Ergebnisse noch in diesem Monat veröffentlichen. 

    EU-Zulassungsantrag

    Der US-Pharmakonzern will voraussichtlich im Februar den
    Zulassungsantrag für seinen Covid-19-Impfstoff in der
    Europäischen Union stellen. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides angekündigt.

     Ein Sprecher von Kyriakides erklärte, er könne keine konkreten
    Angaben hinsichtlich eines Zulassungsantrags machen. Man hoffe
    aber, dass dieser in den nächsten Wochen eingereicht werde. J&J und die Europäische Arzneimittelbehörde EMA, bei der der
    Antrag gestellt werden muss, waren zunächst nicht für eine
    Stellungnahme erreichbar.

    Die EMA hatte im Dezember erklärt, sie
    rechne mit einem Antrag von J&J im ersten Quartal. Bislang sind in der Europäischen Union der Covid-19-Impfstoff der Partner BioNTech und Pfizer zugelassen sowie der von Moderna.

    Corona-Imfpung
  • | Gregor Gruber

    Zweifel an chinesischem Impfstoff

    In Indonesien begann am Mittwoch die Impfkampagne mit dem chinesischen Impfstoff von Sinovac. Unter Ärzten wurden aber kritische Stimmen laut. „Ich lehne keine Impfstoffe ab, ich lehne die von Sinovac ab“, sagte Yusdeny Lanasakti, ein Arzt aus Ost-Java, der sich Sorgen über die Wirksamkeit des Impfstoffs machte. Indonesien hatte das Mittel als erstes Land außerhalb Chinas zugelassen. Dort sollten zuerst die fast 1,5 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen geimpft werden.

    Brasilianische Wissenschafter hatten am Dienstag neue Daten veröffentlicht, wonach der Impfstoff in einer Studie in dem südamerikanischen Land zu 50,4 Prozent wirksam war. Vor einer Woche hatten sie noch von einer Wirksamkeit von 78 Prozent berichtet. In den neuen Daten sei nun eine Gruppe von Probanden berücksichtigt, die trotz Impfung eine „sehr milde Infektion“ entwickelt habe, die keine klinische Versorgung benötige, erklärte das zuständige Forschungsinstitut Butantan, Ricardo Palacios.

    Abweichende Werte

    Indonesien hatte dem Vakzin eine Notfallgenehmigung auf Basis vorläufiger Daten erteilt, die eine Wirksamkeit von 65,3 Prozent zeigten. Türkische Forscher haben aus der Studie mit dem Mittel in ihrem Land einen Zwischenwert von 91,25 Prozent angegeben. Die Studien in den Ländern seien unterschiedlich gestaltet, aber die getesteten Dosen stammten aus derselben Charge, sagte Sinovac-Chef Yin Weidong. „Die Ergebnisse der Phase-III-Studien reichen aus, um zu beweisen, dass die Sicherheit und Wirksamkeit des CoronaVac-Impfstoffs weltweit gut ist“, erklärte er.

    Die indonesische Firma Bio Farma, die an den Studien beteiligt war, wies darauf hin, dass die Daten oberhalb der Mindesteffektivität von 50 Prozent liegen, die die Weltgesundheitsorganisation WHO gefordert hatte. Die indonesische Ärztekammer rief zur Nutzung des Mittels auf.

    Thailand erklärte, dass Land befinde sich trotz der brasilianischen Daten auf Kurs, den Impfstoff ab dem kommenden Monat zu empfangen und zu verabreichen. Malaysia, das sich noch in Verhandlungen über Lieferungen für den Impfstoff befindet, will dagegen den Einkauf nach Angaben eines Ministers nur fortsetzen, wenn das Mittel die heimischen Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards erfüllt. Die klinischen Daten würden vor einer Entscheidung geprüft. Auch Singapur, das einzige einkommensstarke Land - mit dem Sinovac bisher einen Deal abgeschlossen hat - will weitere offizielle Daten vor einer Zulassung abwarten. (apa)

  • | Thomas Prenner

    Neues Impf-Dashboard ist online

    Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums ist am Dienstagabend ein Dashboard online gegangen, das den Stand der Corona-Impfungen anzeigt. Dort ist ersichtlich, wie viele Menschen in Österreich bereits gegen COVID-19 geimpft wurden. 

    Allerdings nur theoretisch - die Zahlen basieren nicht auf tatsächlich durchgeführten Impfungen, sondern werden anhand der ausgelieferten Impfstoffe berechnet. Aufgeschlüsselt ist das Ganze auch nach Bundesland. Darüber hinaus zeigt das Dashboard die Zahl von den österreichischen Gesundheitseinrichtungen im e-Shop der Bundesbeschaffung GmbH angeforderte Impfdosen an. 

    Dienstagabend waren laut Dashboard rund 53.000 Personen geimpft, 130.000 Dosen wurden angefordert. Am Spitzenplatz liegt demnach Vorarlberg mit etwas mehr als 1,5 Impfungen pro 100 Einwohner. Zuvor gab es Kritik, dass derartige Daten nicht bundesweit zur Verfügung gestellt wurden.

  • | Martin Stepanek

    Impfstoff mit inaktivierten Corona-Viren geplant

    Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva und die EU verhandeln über die Lieferung von bis zu 60 Millionen Dosen eines neuen Covid-19-Impfstoffes, der im zweiten Halbjahr 2021 zugelassen werden könnte. Dabei handelt es sich um ein Präparat, das anders als die bereits zugelassenen auf einen herkömmlichen Ansatz beim Impfen setzt. Hinter dem Kandidatennamen VLA2001 verbirgt sich ein Impfstoff, der inaktivierte Viren enthält.

    Bei inaktivierten Impfstoffen wird der Körper mit unschädlich gemachten Viren konfrontiert. Dadurch setzt sich das körpereigene Abwehrsystem mit dem Erreger auseinander und entwickelt die notwendige schützende Immunantwort. Dieser Ansatz ist seit vielen Jahrzehnten erprobt. Das französisch-österreichische Impfstoffunternehmen Valneva hat die klinische Entwicklung seines Kandidaten mit inaktivierten Coronaviren am Standort Wien geplant und durchgeführt, sowie Herstellung und Qualitätsmanagement organisiert.

    Längerfristiges Potenzial

    Großbritannien hat 60 Millionen Dosen des experimentellen Vakzins bestellt, die 2021 ausgeliefert werden sollen, sowie eine Option auf weitere 130 Millionen Dosen. Dass man mit dem klassischen Ansatz nicht bei den ersten Zulassungen dabei sein wird, sei "bewusst gewählt" gewesen, sagte Valneva Austria-Chef Thomas Lingelbach in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur APA Ende November 2020. Das längerfristige Potenzial sei trotzdem gegeben.

    VLA2001 besteht aus inaktivierten ganzen Viruspartikeln von SARS-CoV-2 mit hoher S-Protein-Dichte, in Kombination mit zwei Adjuvantien, Alum und CpG 1018. Es werde erwartet, dass der Impfstoff VLA2001 Standard-Kühlkettenbedingungen (zwei Grad bis acht Grad Celsius) benötigt. Valneva hat Standorte in Österreich, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Kanada und den USA und beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter. (apa/red)

  • | Gregor Gruber

    Großimpfaktion in Wien

    Wien wird von 15. bis 18. Jänner eine erste Corona-Großimpfaktion in der Messe Wien organisieren. Rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich - also Ärzte und Ordinationspersonal im niedergelassenen Bereich, Pfleger, Sanitäter oder Hebammen - können dort ihre erste Dosis erhalten. Dazu werden in der Messe 14 Impfstraßen aufgebaut, teilten Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (beide SPÖ) am Dienstag mit.

    Ab 18. Jänner kann sich dann jeder für eine Coronaimpfung vormerken lassen. An diesem Tag ist ab 10.00 Uhr eine Registrierung online möglich. Sobald Termine verfügbar sind, wird man verständigt. Den Auftakt werden auch in Wien ältere Personen machen: Menschen ab einem Alter von 80 Jahren, die nicht in Pensionistenwohnhäusern leben, können spätestens ab Mitte Februar geimpft werden, wurde heute angekündigt. Dafür werden schrittweise Impfstraßen eingerichtet, wie es sie zuletzt auch bei der Grippe-Impfkampagne gegeben hat.

    In den Wiener Krankenanstalten wurde bereits Ende Dezember zur Nadel gegriffen. Diese Woche startet nun aber die Vakzin-Verabreichung in den Spitälern in großem Rahmen. Den Auftakt macht heute das AKH, das Allgemeine Krankenhaus. Insgesamt stehen bis Ende der Woche für 11.400 Beschäftigte Dosen zur Verfügung. Zählt man die bereits Geimpften dazu, werden dann rund 12.500 Beschäftigte in den Krankenanstalten ihre erste Teilimpfung gegen Covid-19 erhalten haben, wie heute erläutert wurde.

    Ebenfalls schon vor dem Jahreswechsel angelaufen ist die Immunisierung der Bewohner und Mitarbeiter in den Wiener Alten- und Pflegeeinrichtungen. Sie wird in den nächsten Wochen kontinuierlich fortgesetzt. Mithilfe mobiler Teams und in Kooperation mit niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten soll dieser Bereich bis Ende Februar durchgeimpft sein. (apa)

  • | Gregor Gruber

    AstraZeneca reicht Antrag auf Zulassung ein

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will bis Ende Januar die Bewertung für eine mögliche Zulassung des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca abschließen. Bis zum 29. Januar könnte der zuständige Ausschuss der EMA eine Entscheidung über das Vakzin fällen, teilte die EMA am Dienstag mit.

    Die Behörde habe von AstraZeneca einen Antrag auf bedingte Marktzulassung erhalten. Großbritannien hatte Ende Dezember als erstes Land weltweit grünes Licht für den Impfstoff, den AstraZeneca mit der Universität Oxford entwickelt hat, gegeben.

    Laut einer ersten Studie ist der Impfstoff zu 70 Prozent effektiv. Mehr dazu lest ihr hier: Studie: AstraZeneca-Impfstoff höchstens zu 70 Prozent wirksam

  • | Gregor Gruber

    Heuer keine Herdenimmunität

    Die WHO geht davon aus, dass 2021 kein Staat eine Herdenimmunität durch Impfungen erreichen wird. Mehr dazu lest ihr hier: WHO: Herdenimmunität wird 2021 nicht erreicht

  • | Gregor Gruber

    So lange wirkt Moderna

    Noch ist nicht ganz klar, wie lange eine Corona-Impfung vor der Erkrankung schützen wird. Einige befürchten, die Schutzwirkung könnte schon nach wenigen Monaten wieder verflogen sein - ähnlich wie der Schutz durch Antikörper nach einer COVID-Genesung.

    Der COVID-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sollte nach Angaben des Unternehmens mindestens ein Jahr lang wirken. Moderna will dieses Jahr zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Dosen des Impfstoffs ausliefern.

  • | Thomas Prenner

    Biontech will 2021 deutlich mehr Covid-Vakzine herstellen

    Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech wird 2021 deutlich mehr Covid-19-Impfstoff herstellen als bisher geplant. Biontech gehe nun von einer Produktionskapazität von rund zwei Milliarden Impfdosen aus, teilte die Firma am Montag in einer Investorenpräsentation mit. Bisher hatten Biontech und sein US-Partner Pfizer angepeilt, bis zu 1,3 Milliarden Dosen bis Ende des Jahres 2021 herzustellen.

    Als Grund führte der Impfstoffhersteller eine „kontinuierliche Verbesserung der Prozesse“ und eine Erweiterung der bestehenden Werke an. Die neue Einschätzung beruht auch darauf, dass mehr Lieferanten und Vertragshersteller gewonnen werden könnten.

    Biontech erklärte zudem, die neue Prognose berücksichtige, dass nun aus einem Impffläschchen sechs statt bisher fünf Impfdosen entnommen werden können. Dafür hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben. Die Zahl der zu verimpfenden Dosen kann dadurch deutlich erhöht werden.

    32,9 Millionen Dosen ausgeliefert

    Bis zum 10. Jänner sind von dem Covid-19-Impfstoff, der inzwischen in mehr als 45 Ländern zugelassen ist, 32,9 Millionen Dosen ausgeliefert worden. 50 Millionen Dosen waren bis Ende 2020 vorproduziert und bereit zur Auslieferung nach Zulassung. „Da die Auslieferung bedarfsgerecht erfolgen soll, um die korrekte Lagerung sicherzustellen, haben wir noch nicht alle vorproduzierten Dosen ausgeliefert. Das hing mit den Zulassungen Ende Dezember zusammen“, erklärte eine Biontech-Sprecherin. Die Lieferpläne seien mit den Ländern beziehungsweise der EU vereinbart worden.

    In der vergangenen Woche hatte die Europäische Union angesichts anhaltend hoher Corona-Neuinfektionen deutlich mehr Dosen von dem Impfstoff gesichert. Die Bestellung wurde um weitere bis zu 300 Millionen Einheiten verdoppelt. Die Lieferung der zusätzlichen Impfstoffdosen ist für das zweite Quartal 2021 geplant.

    Nationwide vaccination campaign against Covid 19 Coronavirus in France
  • | Franziska Bechtold

    AstraZeneca-Impfstoff nach neuesten Ergebnissen nur zu 70 Prozent wirksam

    Der Impfstoff ist neuesten Ergebnissen zu Folge zwar weniger wirksam als die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna. Er lässt sich aber deutlich einfacher bei 2 bis 8 Grad lagern.

  • | Florian Christof

    Corona-Impfstoffe von Pfizer und Moderna im Vergleich

    Alle Fragen und Antworten über die Impfstoffe von Moderna und Pfizer: Wo liegen die Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten haben die Vakzine.

  • | Florian Christof

    Israel hat bereits 20 Prozent seiner Bürger geimpft

    Drei Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel sind bereits 20 Prozent der Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Sonntag auf Twitter mit, rund 1,8 Millionen Israelis hätten die erste Impfdosis erhalten. Insgesamt hat das kleine Mittelmeerland mehr als 9 Millionen Einwohner.

    Am Sonntag begann die Impfung des medizinischen Personals mit der zweiten Dosis. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (71) hatte am Samstagabend seine 2. Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die Regierung will bis Ende März alle Bewohner des Landes impfen, die älter als 16 Jahre sind.

    Nach Medienberichten hat Israel eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer geschlossen, die dies ermöglichen soll. Insgesamt solle Israel zehn Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs erhalten.

    Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, sagte Netanjahu am Donnerstag. Es solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

    Israel befindet sich gegenwärtig im dritten Corona-Lockdown, weil die Infektionszahlen zum Jahresende wieder deutlich angestiegen waren. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, es seien binnen 24 Stunden 5.030 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am jüdischen Ruhetag Sabat sind die Corona-Zahlen üblicherweise deutlich geringer als an anderen Wochentagen, weil weniger getestet wird. (dpa)

  • | Andreea Iosa

    Jeder zweite Österreicher würde sich impfen lassen

    Die Hälfte der Österreicher ist bereit, sich impfen zu lassen, wie Profil berichtet. 31 Prozent würden sich „ganz sicher“ impfen lassen, wenn sie ab sofort die Möglichkeit hätten und 20 Prozent sagen „eher ja“. 24 Prozent hingegen lehnen eine Impfung strikt ab, 19 sind „eher“ abgeneigt. Zu diesem Schluss kam eine für das Nachrichtenmagazin durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Unique research.

  • | David Kotrba

    Mehr Dosen aus der Ampulle

    Der knappe Corona-Impfstoff soll für mehr Menschen reichen als bisher gedacht. Denn seit Freitagnachmittag kann aus den gelieferten Ampullen mehr von dem schützenden Serum entnommen werden. Die Mengen könnten sich so voraussichtlich um bis zu 20 Prozent steigern, teilten die europäische Arzneimittelbehörde EMA und ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag mit. EU-weit gibt es zudem eine neue Vereinbarung über bis zu weitere 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und seines US-Partners Pfizer.

    Um die Zahl der einzelnen Dosen zu steigern, ließ die europäische Arzneimittelbehörde EMA zu, dass sechs statt bisher fünf Dosen aus einer Ampulle von Biontech/Pfizer gezogen werden dürfen, wie der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mitteilte. Diese Möglichkeit wird bereits seit Tagen diskutiert und geprüft.

    Das Verfahren ist allerdings in der Umsetzung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So seien entsprechende Spritzen nötig, um sechs Dosen aus einer Ampulle zu ziehen, sagte der Sprecher. Man könne in mehreren Ampullen verbleibenden Impfstoff nicht einfach zusammengießen.

  • | Thomas Prenner

    EU bestellt mehr Impfstoff von Biontech/Pfizer

    Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen.

    75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

  • | Thomas Prenner

    Biontech-Vakzin gegen derzeitige Mutationen wirksam

    Der Impfstoff der Partner Biontech und Pfizer dürfte laut einer vom US-Arzneimittelhersteller durchgeführten Studie gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virusvarianten wirken. „Wir haben jetzt 16 verschiedene Mutationen getestet, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen hatte. Das sind die guten Nachrichten“, sagte einer der führenden Wissenschaftler für virale Impfstoffe bei Pfizer. „Das heißt aber nicht, dass die 17. keine Auswirkungen haben wird.“

    Die noch nicht von Fachleuten begutachtete Studie von Pfizer und Wissenschaftern der medizinischen Abteilung der Universität Texas zeigt, dass der Impfstoff das Virus auch bei einer Veränderung am sogenannten Spike-Protein wirksam neutralisiere.

    Coronavirus - Tübingen
  • | Franziska Bechtold

    Curevac hofft auf Impfstoff-Zulassung im Sommer

    Impfstoff-Hersteller Curevac ist zuversichtlich, bis zum Sommer eine Zulassung für sein Vakzin zu erhalten. Nun schloss man eine Corona-Impfstoff-Allianz mit der deutschen Firma Bayer. Der Pharmariese und der Impfstoffentwickler schlossen einen Kooperations- und Servicevertrag mit dem Ziel, mehrere hundert Millionen Impfdosen weltweit zu vermarkten, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. 

    Der Vertrag sieht vor, dass Bayer bei der weiteren Entwicklung und Bereitstellung des Covid-19-Impfstoffs sowie bei lokalen Aktivitäten Curevac in ausgewählten Ländern unterstützt. Der Impfstoffentwickler bleibe Inhaber der Marktzulassung für das Produkt in der EU. Bayer erhalte inzwischen Optionen, um Inhaber der Marktzulassung in anderen Märkten außerhalb Europas zu werden. Geplant sei die Produktion von mehreren hundert Millionen Dosen des Impfstoffs, sobald die Arzneimittelbehörden die Zulassung erteilt hätten.

    Curevac hat im Juni mit der klinischen Erprobung seines Vakzins begonnen und startete vor Weihnachten die zulassungsrelevante Studie mit mehr als 35.000 Teilnehmern. Erste Ergebnisse werden im ersten Quartal 2021 erwartet. Er basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie Moderna auf einer neuen Technologie, der sogenannten Boten-RNA (mRNA), die den menschlichen Zellen die Information zur Produktion von Proteinen und damit zur Bekämpfung der Krankheitserreger vermitteln soll. In der Phase-I-Studie, an der mehr als 250 Probanden teilnahmen, wurde der Impfstoff in verschiedenen Dosierungen getestet. Er zeigte eine gute Verträglichkeit und eine ausgewogene Immunantwort. Der deutsche Bund unterstützt das Projekt mit bis zu 252 Millionen Euro, im Sommer war er mit 300 Millionen Euro bei Curevac eingestiegen.

  • | Franziska Bechtold

    Massenimpfung: Wien will Infrastruktur aufbauen

    Die erste Phase der Impfungen hat begonnen und die Stadt Wien plant bereits für die Zeit danach. Dann solle die Impfung nicht nur bei speziellen Zielgruppen zum Einsatz kommen. Man werde wohl im zweiten Quartal mit der flächenmäßigen Impfung beginnen, sagte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag beim Medientermin anlässlich des bevorstehenden Starts der Massentests. Diese könnten eine Art Vorbild für die Massenimpfung sein.

    "Es ist denkbar, dass wir auch für die Impfung eine ähnliche Infrastruktur aufbauen", sagte der Stadtrat. In Wien werden die Massentests an drei Standorten durchgeführt, nämlich in der Stadthalle, der Messe und der Marx Halle. Sie laufen zehn Tage, theoretisch können mehr als 900.000 Menschen dabei untersucht werden.

    Wann genau die große Impfkampagne kommt, ist noch offen. Eine Vormerkplattform für Menschen, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten, soll ab 18. Jänner online gehen. Dort ist jedoch vorerst noch keine Terminvereinbarung möglich.

    Derzeit wird das Vakzin in Wien - so wie im gesamten Bundesgebiet - vor allem Personen in Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie in Spitälern - dort vorrangig in Covid-Stationen - verabreicht. Der Auftakt erfolgte noch vor dem Jahreswechsel im Allgemeinen Krankenhaus (AKH), das laut "Kurier" in den kommenden Wochen rund 7.000 Mitarbeiter impfen lassen wird, sowie in der Klinik Favoriten. Seit gestern, Mittwoch, läuft die zweite Impfrunde.

  • | Andreea Iosa

    COVID-Impfungen werden schon jetzt im elektronischen Impfpass eingetragen

    Alle COVID-Impfungen in Wien werden im elektronischen Impfpass dokumentiert, wie der Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber „Wien heute“ mitgeteilt hat. Seit Oktober vergangenen Jahres wird der e-Impfpass hier getestet – die nötigen Tablets wurden im Rahmen der Grippe-Impfaktion der Stadt Wien ausgeliefert. Über die Geräte werden die ersten Teilimpfungen gegen Corona in das zentrale Register gespeichert. Geimpfte können vorerst weiterhin ihren Impfpass in Papierform nutzen.

    Mithilfe des e-Impfpasses kann unter anderem die Durchimpfungsrate täglich erfasst werden, was im Kampf gegen die Pandemie wesentlich sei, wie Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger in einer Aussendung mitteilte.

    Laut der Österreichischen Ärztekammer (ÖAK) seien noch nicht alle niedergelassenen Ärzte angeschlossen. Die komplette Ausrollung startet nach den letzten Praxistests. Laut der Stadt Wien können sich ab 18. Jänner Wiener auf Wunsch für eine CoV-Impfung auf der Impfservice-Wien-Vormerkplattform oder per Telefon über die Hotline 1450 anmelden. Über den Impftermin würden sie dann in Folge informiert – generell gilt: Risikogruppen zuerst.

  • | Andreea Iosa

    Pfizer-Impfstoff: Schwere allergische Reaktion "sehr selten"

    Etwa einer von 100.000 Menschen, die eine Pfizer-Biontech-Impfung erhalten, weist laut US-Gesundheitsbehörden eine schwere allergische Reaktion auf. Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) hat bei rund 1,9 Millionen Impfungen, die zwischen 14. und 23. Dezember verabreicht wurden, 21 Fälle einer anaphylaktischen Reaktion dokumentiert. Pro Million Impfdosen sind das 11,1 Fälle. Zum Vergleich: Bei einer Grippe-Impfung sind es 1,3 Fälle. Das Risiko einer anaphylaktischen Reaktion ist beim Pfizer-Impfstoff somit um das Zehnfache höher. Laut Nancy Messonnier vom CDC ist das aber immer noch extrem selten, wie sie betont.

    COVID-19 sei weit gefährlicher als die Impfung. „Zum Glück wissen wir, wie man Anaphylaxie behandelt“, sagt sie. Sollte eine allergische Reaktion auftreten, sei man auf deren Behandlung gut vorbereitet. Zu den Symptomen eines anaphylaktischen Schocks zählen unter anderem Ausschlag, das Anschwellen von Kehle, Zunge oder Lippen, Nesselsucht, Atemschwierigkeiten oder Schwindelgefühl. 

    Die 21 Fälle betreffen Menschen im Alter von 27 bis 60 Jahren. Alle außer 2 wurden mit Epinephrin (Adrenalin) behandelt. 90 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Im Schnitt trat die Reaktion innerhalb von 13 Minuten auf. 4 Patienten wurden hospitalsiert – 3 davon kamen auf die Intensivstation. Bis auf eine Person konnten alle wieder nach Hause gehen. Todesfälle gibt es nicht. Ob diese Reaktionen auch beim Moderna-Impfstoff möglich sind, wird sich zeigen. Aktuell gibt es dazu keine ausreichenden Daten.

  • | Patrick Dax

    EU erteilt Zulassung für Moderna-Impfstoff

    In der Europäischen Union kann mit Impfungen mit einem zweiten Covid-19-Impfstoff begonnen werden. Die Europäische Kommission erteilte dem Vakzin des US-Biotechkonzerns Moderna am Mittwoch die finale Genehmigung.

    Zuvor hatte bereits die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine bedingte Zulassung für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Nach dem Mittel von BioNTech und Pfizer, das vor Weihnachten grünes Licht erhalten hatte, ist es der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff.

  • | Patrick Dax

    Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Zulassung von Moderna-Impfstoff

    Die Europäische Union steht kurz vor der Zulassung eines zweiten Corona-Impfstoffs. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Mittwoch grünes Licht für den Einsatz des Vakzins von Moderna.

    Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl eine bedingte Zulassung. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden, ihre Zustimmung gilt aber als sicher. Es wäre damit nach dem Mittel von Biontech und Pfizer der zweite in der Europäischen Union zugelassene
    Covid-19-Impfstoff.

    Die USA hatten bereits vor Weihnachten eine Notfallgenehmigung für den Moderna-Impfstoff erteilt. Im Gegensatz zum Vakzin von Biontech benötigt er keine ultrakalte Lagerung und könnte damit einfacher ausgeliefert werden.

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßte die Empfehlung der EMA für eine EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna. „Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen“, schrieb sie am Mittwoch auf Twitter. Die EU-Kommission arbeite nun mit voller Geschwindigkeit daran, das Mittel zu genehmigen und in der EU verfügbar zu machen.

    FILE PHOTO: Vials and medical syringe are seen in front of Moderna logo in this illustration
  • | Patrick Dax

    Noch diese Woche werden in Österreich 21.000 Impfdosen verimpft

    Nach Kritik an den nur zögerlich anlaufenden Corona-Impfungen soll der für den 12. Jänner angepeilte, offizielle Impfbeginn vorgezogen werden. Darauf haben sich Logistikexperten des Verteidigungsressorts sowie Vertreter des Gesundheitsministeriums und der Bundesländer in einer Videokonferenz geeinigt. Wie es aus den Ministerien hieß, sollen noch in dieser Woche über 21.000 Dosen verimpft werden.

    Bis kommenden Dienstag seien zudem weitere rund 43.000 eingemeldet worden. Mit den bisher rund 6.800 Geimpften lautet das bis Dienstag kommender Woche angepeilte Ziel somit, knapp 71. 000 Personen gegen das Coronavirus zu impfen. Und auch die in der kommenden Kalenderwoche eintreffenden 60.000 Impfdosen sollen rasch verimpft werden, hieß es.

    Kritik an spätem Start

    Zuletzt hat es von etlichen Seiten Kritik am verzögerten Impfstart in Österreich gegeben. Bemängelt wurde vor allem, dass mehr Impfdosen in Österreich vorhanden sind, als verimpft werden. Chief Medical Officer Katharina Reich hatte das Vorgehen am Dienstag mit der „logistischen Herausforderung“ gerechtfertigt und betont, dass man sich „genau im Plan“ befinde.

    Aufgeteilt nach Bundesländern sollen in Niederösterreich 18.445 Personen geimpft werden. Dahinter kommt Wien mit 9.415 verimpften Dosen gefolgt von Vorarlberg (8.460), Steiermark (8.455), Kärnten mit Osttirol (8.345), Oberösterreich (5.650) und Tirol (5.120). In Salzburg sollen es laut Plan bis kommende Woche 4.970 Geimpfte, im Burgenland 2.070 sein.

  • | Patrick Dax

    Ab 18. Jänner kann man sich in Wien für Impfungen vormerken lassen

    In Wien wird am Mittwoch die zweite Runde der Coronavirus-Impfkampagne fortgesetzt. Bis zum 12. Jänner werden insgesamt 15 Senioren- bzw. Pflegeeinrichtungen sowie Covid-Stationen in Spitälern versorgt. Insgesamt stehen dafür rund 5.000 Dosen zur Verfügung. Rund 2.000 Portionen des Vakzins wurden in der Bundeshauptstadt bereits verabreicht. Die ersten Personen wurden am 27. Dezember geimpft.  

    Ab 18. Jänner soll es in Wien eine eigene Vormerkplattform für Menschen, die sich impfen lassen wollen, geben. Sobald der weitere Impfplan feststeht, erhalten die betreffenden Personen Terminvorschläge.

  • | Franziska Bechtold

    Vakzin der Universität Oxford in Mexiko zugelassen

    Nach Großbritannien, Argentinien und El Salvador hat nun auch Mexiko hat den Coronavirus-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford zugelassen. Die staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) erteilte am Montag nach eigenen Angaben eine Notfallzulassung des Vakzins. Großbritannien, das das Mittel als erstes Land zugelassen hatte, begann am Montag, Menschen damit zu impfen. 

    Mexiko hatte zu Weihnachten als erstes Land Lateinamerikas begonnen, seine Bürger gegen das Coronavirus impfen zu lassen - mit dem Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer. Inzwischen wurden in dem nordamerikanischen Land nach Regierungsangaben knapp 44.000 Menschen damit geimpft.

    Der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca und der Universität Oxford wies in Studien eine geringere Wirksamkeit auf als das Biontech-Präparat, kann aber mit weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger. Er wird derzeit von den europäischen Zulassungsbehörden geprüft. Im August hatten die Regierungen Argentiniens und Mexikos mit Astrazeneca vereinbart, dass der Impfstoff im Falle einer Zulassung in den zwei Ländern für ganz Lateinamerika außer Brasilien hergestellt werden solle.

  • | Franziska Bechtold

    Nur 8.360 Impf-Dosen von 126.000 ausgeliefert

    Pro Woche soll Österreich derzeit 63.000 Dosen des Pfizer/Biontech-Impfstoffs erhalten. Bis Ende dieser Woche sollen so insgesamt rund 126.000 Dosen Impfstoff angekommen. Bis heute, Dienstag, wurden aber nur 8.360 Dosen ausgeliefert. Diese Zahlen hat das Gesundheitsministerium Dienstagmittag auf APA-Anfrage bekannt gegeben.

    Der Großteil der 8.360 Dosen dürfte bereits injiziert worden sein. "Sie müssen gleich nach der Zuteilung verimpft werden", teilte dazu ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die gelieferten Impfdosen wurden demnach auf die 17 Logistikzentren des Pharma-Großhandels aufgeteilt und dann den vorgesehenen Einrichtungen mit priorisiertem Impfbedarf - Pflegeheime und Covid-Stationen in Spitälern Krankenanstalten - zugestellt.

    Von den 8.360 Dosen hat 2.800 Wien erhalten. 2.690 sind auf Niederösterreich entfallen, 890 auf Salzburg, 525 auf Vorarlberg und 485 auf Tirol. 460 hat Oberösterreich bekommen, 300 Kärnten, 170 das Burgenland und 40 die Steiermark.

  • | Thomas Prenner

    Corona-Mutation sorgt für Fragezeichen bei Impfstoff

    Durch seine starke Verbreitung sind auch zahlreiche Mutationen des Coronavirus aufgetaucht, die Medizinern zunehmend Sorgen machen. Besonders eine Variante, die in Südafrika grassiert, sorgt für Kopfzerbrechen. 

    John Bell, Medizinprofessor an der Universität Oxford, der Mitglied der Impfstoff-Taskforce der britischen Regierung ist, sagte bei einem Radiointerview, es sei ein "großes Fragezeichen", ob die derzeit eingeführten Impfstoffe für die südafrikanische Variante 501Y.V2  funktionieren würden. "Die mit der südafrikanischen Form verbundenen Mutationen sind wesentliche Veränderungen in der Struktur des Spike-Proteins", erklärte Bell.

    Ruhe bewahren

    Gleichzeitig ruft er aber auch auf, Ruhe zu bewahren. So sei es zumindest höchst unwahrscheinlich, dass die Mutation die Impfstoffe komplett unwirksam machen würde. Außerdem könne man vorhandene Impfstoffe in etwa vier bis sechs Wochen optimieren. 

    Die Mutation ist auch bereits in Österreich nachgewiesen wurden. Sie wurde am 6. Dezember bei einer 30-jährigen Österreicherin entdeckt worden, die aus dem Urlaub zurückkehrte, wie es am Montag bei einer Pressekonferenz hieß. Sie sei mittlerweile wieder wohlauf.

  • | Thomas Prenner

    Israel ließ Moderna-Impfstoff zu

    Die israelischen Gesundheitsbehörden haben nun auch den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna genehmigt. Man habe sechs Millionen Impfdosen gesichert und erwarte die ersten Lieferungen noch im Jänner, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Neuinfektionen in Israel stieg indes erstmals seit Ende September auf mehr als 8.000. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 8.308 Fälle verzeichnet.

    Seit dem Ausbruch der Pandemie ist dies der dritthöchste registrierte Wert in dem Land. Von den knapp 110.000 gemachten Tests fielen 7,6 Prozent positiv aus. Um eine weitere Virus-Ausbreitung zu verhindern, war Ende Dezember ein neuer Teil-Lockdown in dem Mittelmeerstaat verhängt worden. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollte bis zur Wochenmitte über weitere Verschärfungen entscheiden.

    In Israel läuft derzeit eine massive Impfkampagne. Mehr als eine Million Menschen wurden bereits mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 6. Jänner über die Empfehlung des zweiten Corona-Impfstoffes von Moderna für die EU entscheiden. Eine Zulassung am selben Tag gilt als wahrscheinlich.

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  • | Thomas Prenner

    Gitarren-Effektpedal soll "5G-Chip" sein

    In Foren für Verschwörungstheoretiker wird aktuell ein Bild eines Schaltplans geteilt, der verdächtige Beschriftungen enthält. Was ein "5G-Chip" sein soll, der angeblich Menschen per Impfung implantiert wird, stellt sich aber als etwas ganz anderes heraus.

  • | Andreea Iosa

    Zahl der Impfstoffe laut EU ausreichend

    Nach heftiger Kritik an fehlenden Corona-Impfstoffen hat die EU-Kommission ihre Strategie zur Beschaffung der Mittel erneut verteidigt. „Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus“, sagte Kommissionssprecher Eric Mamer am Montag in Brüssel. Die Mittel müssten nun aber erst produziert und verteilt werden. „Wir beurteilen diese Kampagne, als wäre sie schon vorbei, doch die Kampagne beginnt erst“, sagte Mamer.

  • | Patrick Dax

    Experten raten zu Verschiebung von zweiter Impfung

    Damit möglichst schnell viele Menschen geimpft werden könnten, könnte es sinnvoll sein, den Zeitpunkt der zweiten Impfung nach hinten zu verschieben, schlug Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) am deutschen Robert Koch-Institut vor. Der Abstand zwischen beiden Impfungen sei mit großer Wahrscheinlichkeit variabel und der Schutz sei auch nach einer Impfung schon sehr gut.

    Ähnlich äußerte sich auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck. Die Daten hätten gezeigt, dass bereits nach der ersten Impfung mehr als die Hälfte der Geimpften vor der schweren Erkrankung geschützt sei. Wenn man die zweite Impfung später gebe, könne man durch die ersten Chargen der Impfdosen eigentlich die Impfkapazitäten verdoppeln.

    Innerhalb von 12 statt 2 bis 4 Wochen

    In Großbritannien, wo heute die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff beginnen, wurde bereits empfohlen, die zweite Dosis innerhalb von 12 statt 2 bis 4 Wochen zu verabreichen, um der Impfstoffknappheit zu begegnen. Experten wiesen aber auch darauf hin, dass die Wirksamkeit nach der ersten Dosis geringer ist und beobachtet werden müsse, ob sich die Strategie wirklich bewähre.

    Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen, hält den britischen Ansatz grundsätzlich für sehr sinnvoll. "Wenn der Effekt der ersten Impfung mit der Zeit nicht schnell abnimmt, dann könnte die zweite Impfung auch noch später stattfinden, zum Beispiel erst nach sechs Monaten. Das wissen wir noch nicht. Bei anderen Impfstoffen wird das auch so gemacht.

  • | Patrick Dax

    Innsbruck startet am 11. Jänner mit großflächigen Impfungen

    Nach dem Tiroler Impf-Auftakt am 27. Dezember starten nun großflächige Impfungen in 13 Innsbrucker Pflege- und Altersheimen. Die Anlieferung des Impfstoffes erfolge am 11. Jänner, informierte die Stadt in einer Aussendung. Geimpft werden zunächst 1.700 als besonders gefährdet geltende Bewohner der Senioreneinrichtungen sowie Pflegekräfte vor Ort, insgesamt fast 3.000 Personen.

    Im Jänner 2021 sollen nach Angaben des Landes insgesamt über 24.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer in Tirol zur Verfügung stehen. Damit könnten über 12.000 Personen geschützt werden. Mit der Zulassung des Impfstoffes von Moderna könnten laut Angaben der Stadt Innsbruck zudem ab Mitte Jänner 20.000 zusätzliche Impfdosen für Tirol zur Verfügung stehen, die für weitere 10.000 Personen reichen.

  • | Andreea Iosa

    Moderna: Impfstoff zu 94,1 Prozent wirksam

    Die mRNA-1273-Vakzine von Moderna zeigte eine Effektivität von 94,1 Prozent in der Verhinderung von COVID-19-Erkrankungen inklusive schwerer Verlaufsformen, heißt es im New England Journals of Medicine. Mit der BioNTech-Vakzine war eine 95-prozentige Schutzrate gegen eine COVID-19-Erkrankung erzielt worden. 

  • | Patrick Dax

    Großbritannien setzt AstraZeneca-Impfstoff erstmals ein

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt in Großbritannien ab heute auch der von dem Konzern AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zum Einsatz. Zunächst stehen nach Regierungsangaben 530.000 Dosen dieses Vakzins zur Verfügung. Insgesamt hat Großbritannien 100 Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt.

    Bisher wurden im Vereinigten Königreich bereits mehr als eine Million Dosen des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verabreicht. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Im Kampf gegen das Virus setzt die Regierung auf eine schnelle Impfkampagne.

  • | Patrick Dax

    Drosten warnt vor frühen Lockerungen nach der Impfung von Risikogruppen

    Der Chef-Virologe der Berliner Universitätsklinik Charité, Christian Drosten, sagt für das nächste halbe Jahr sehr kontroverse Diskussionen über das richtige Vorgehen mit der Corona-Pandemie voraus. Er glaube, dass die erste Jahreshälfte sehr kompliziert werden wird, sagte er der „Berliner Morgenpost“. „Wir werden in eine Situation kommen, wo wir große Teile der Risikogruppen geimpft haben und es dann Kräfte geben wird, die sagen, dass es jetzt keinen Grund mehr gibt für Einschränkungen. Letzteres wird allerdings eine Fehleinschätzung sein, denn wir dürfen grundsätzlich keine sehr hohe Inzidenzen zulassen. Auch nicht bei den Jüngeren.“

    "Komplexe Angelegenheit"

    Anders als zahllose Kritiker der Impfstrategie der EU hält der Virologe Christian Drosten es nicht für möglich, das Vorgehen bei der Bestellung von Impfstoffen rückblickend zu bewerten. „Das ist so eine komplexe Angelegenheit. Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde. Es ist jetzt praktisch unmöglich, das im Nachhinein zu bewerten.“

    Die EU sollte aber schnell hinterherkommen, den in Großbritannien bereits Notfall-zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca zu bekommen. „Denn dieser Impfstoff kann auch in normalen Arztpraxen geimpft werden. Bei diesem Impfstoff hat man nicht die besondere Kühlpflicht“, erklärte er.

    Presser on rising number of COVID-19 infections in German cities
  • | Franziska Bechtold

    60.000 Dosen wöchentlich

    Eine Woche nach Eintreffen der ersten rund 10.000 Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer am Stefanitag in Wien sollen ab kommender Woche Teillieferungen von wöchentlich rund 60.000 Dosen im Laufe des Jänners erfolgen. Nach dem Impfstart am 27. Dezember 2020 liegt die bisherige Beteiligung der Betroffenen in Österreich bei deutlich über 50 Prozent, berichtete das Gesundheitsministeriums am Samstag weiter.

    Zudem sei die Verträglichkeit bei den Tausenden Probeimpfungen in Altenheimen und auf Covid-Stationen in ganz Österreich bisher sehr gut gewesen. Diese Impfungen zur Gewinnung von Erfahrungen für Logistik, Ablauf und Umsetzung werden in der kommenden Woche in zahlreichen weiteren Alten- und Pflegeheimen in den Bundesländern fortgesetzt. Ab Dienstag, 5. Jänner, beginnt zudem der Prozess der Einmeldungen der Impfstoffanforderungen durch die berechtigten Leitungen der Alten- und Pflegeheime sowie der Covid-Stationen im e-Shop der Bundesbeschaffung GmbH (BBG).

    Auf Basis dieser Anforderungen erfolgt die Auslieferung über 17 Verteilerzentren in ganz Österreich, um den notwendigen vorsichtigen Umgang mit dem Impfstoff abzusichern. Ziel ist es, eine rasche flächendeckende gleichzeitige Impfung in ganz Österreich ab dem 12. Jänner vorzubereiten, hieß es aus dem Ressort.

  • | Gregor Gruber

    Impfstoff absichtlich zerstört

    Ein ehemaliger Mitarbeiter einer Krankenhausapotheke im US-Bundesstaat Wisconsin ist festgenommen worden, weil er rund 570 Dosen eines Coronavirus-Impfstoffes ruiniert haben soll. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der Verdächtige den Impfstoff vorsätzlich aus der Kühlung genommen und über Nacht stehen gelassen habe, erklärte die Polizei in Grafton am Donnerstag. Der Mann habe zugegeben, dass er gewusst habe, dass die Impfdosen damit unbrauchbar wurden.

    Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits am 26. Dezember. Von dem unwirksamen Impfstoff seien noch 57 Dosen verabreicht worden, was nach Angaben des Krankenhauses aber keine direkte Gefahr für die Betroffenen bedeute. Der Wert der zerstörten Impfstoffe wird auf rund 8.000 bis 11.000 US-Dollar (6.519,44 bis 8.964,23 Euro) geschätzt. Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Kardinal Schönborn geimpft

    Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn ist in einem Krankenhaus gegen Covid-19 geimpft worden. „Der Impfstoff ist ein Silberstreif an dem durch Corona verdunkelten Horizont“, erklärte der 75-jährige Kardinal laut Kathpress am Freitag.

    „Ich bin aufgrund meiner Vorerkrankungen und meines Alters besonders dankbar für diese Möglichkeit. Ich lasse mich auch impfen aus Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlergehen der anderen.“ (apa)

  • | Gregor Gruber

    Fake-News von "radioaktivem Impfstoff"

    Auf Facebook und WhatsApp wird behauptet, dass der Biontech-Impfstoff radioaktiv sei. Eine heimliche Untersuchung und ein Foto sollen das beweisen. Mehr dazu lest ihr hier: „Corona-Impfstoff ist radioaktiv“: Fake-Bild geht viral

  • | Gregor Gruber

    Biontech verwundert von Impfstoff-Bestellungen der EU

    Der Chef des Mainzer Biotech-Forschers BioNTech hat sich nach eigener Aussage über die zögerlichen Impfstoff-Bestellungen der EU gewundert. Der Prozess in Europa sei nicht so schnell und geradlinig abgelaufen wie anderen Ländern, sagte Firmenchef Ugur Sahin dem „Spiegel“.

    Die EU habe zudem auch auf andere Hersteller gesetzt, die nun doch nicht so schnell liefern können. „Offenbar herrschte der Eindruck: Wir kriegen genug, es wird alles nicht so schlimm, und wir haben das unter Kontrolle“, sagte Sahin: „Mich hat das gewundert.“ (Reuters)

  • | Thomas Prenner

    EU-Arzneimittelagentur: Wollen bei AstraZeneca Sicherheit garantieren

    Die europäische Arzneimittelagentur EMA setzt auch nach der Zulassung in Großbritannien auf eine sorgfältige Prüfung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca. Anders als in Großbritannien erteile man in Europa keine Notfallzulassung, sondern eine bedingte Marktzulassung - mit allen damit verbundenen Schutzmaßnahmen, Kontrollen und Verpflichtungen. Das teilte die Behörde mit Sitz in Amsterdam am Mittwochabend mit. Zuletzt hieß es von der EMA, dass eine Zulassung des Impfstoffes im Jänner unwahrscheinlich sei.

    "Das garantiert, dass der Impfstoff den strengen EU-Standards für Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität entspricht", betonte die Agentur. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford wird von der EMA derzeit im sogenannten Rolling Review-Verfahren geprüft. Dabei werden Daten von den Herstellern nach und nach eingereicht, die Prüfung und gegebenenfalls Zulassung des Impfstoffes sollen so beschleunigt werden.

    Bisher sind laut EMA einige vorläufige Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit bewertet worden, die in vier laufenden klinischen Studien in Großbritannien, Brasilien und Südafrika erhoben wurden. Zuletzt seien am 21. Dezember neue klinische Daten eingegangen. Daten aus Laborstudien seien bereits ausgewertet, die Bewertung der Impfstoff-Qualität laufe. Weitere wissenschaftliche Informationen zu Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit seien beim Hersteller angefordert worden. Im Jänner erwarte man weitere klinische Daten, im ersten Quartal 2021 sollen zudem Zwischenergebnisse einer klinischen Studie in den USA vorliegen. 

  • | Thomas Prenner

    Sinopharm-Impfstoff in China zugelassen

    Die chinesischen Behörden haben am Donnerstag den ersten Impfstoff zur Behandlung des Corona-Virus im Land offiziell zugelassen. Die staatliche Aufsicht für Medizinprodukte genehmigte dabei ein Präparat des staatlichen Pharmakonzerns Sinopharm. Es hat nach Angaben des Unternehmens eine Wirksamkeit von etwa 80 Prozent. Die Zeitung „South China Morning Post“ berichtete, bis zum Neujahrsfest im Februar sei die Impfung von bis zu 50 Millionen Chinesen geplant. Mehrere andere chinesische Impfstoff-Präparate befinden sich derzeit noch in der Entwicklung.

    Zwar gibt es in China seit dem Sommer Notfallzulassungen für Vakzine, mit denen bereits deutlich mehr als eine Million Menschen geimpft wurden. Eine offizielle Zulassung fehlte bislang aber. Präsident Xi Jinping hat erklärt, sein Land werde verschiedene Impfstoffe entwickeln und diese dann auch an andere Länder weitergeben. So haben bereits Indonesien und Brasilien - die beiden bevölkerungsreichsten Staaten in Südostasien beziehungsweise Lateinamerika - Liefervereinbarungen mit China abgeschlossen. Pakistan kündigte den Kauf von 1,2 Millionen Einheiten des Sinopharm-Vakzins am Donnerstag an.

    Auch andere Entwicklungsländer hoffen auf Präparate aus China oder auch Russland, da sie bei den von westlichen Firmen wie Biontech/Pfizer oder Moderna entwickelten Vakzinen zunächst nicht in großem Umfang zum Zuge kommen. Beobachter erklärten, damit auch andere Länder dem Impfstoff aus China vertrauten, müsse es mehr Studien-Daten geben. Laut Sinopharm sollen diese „später“ in wissenschaftlichen Fachblättern veröffentlicht werden. 

    FILE PHOTO: The 2020 China International Fair for Trade in Services (CIFTIS) in Beijing
  • | Barbara Wimmer

    AstraZeneca: Viele Fragen offen

    Der AstraZeneca-Hersteller ist vor allem bei der Dosierung noch viele Antworten schuldig. Bei der Verabreichung von zwei vollen Dosen, zeigte sich eine Wirksamkeit von 62 Prozent, bei der Verabreichung von zunächst nur einer halben Dosis und dann einer vollen wurden 90 Prozent erreicht. "Dafür fehlt jegliches Rational", meinte der österreichische Wissenschafter Markus Zeitlinger. Der Leiter der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie an der MedUni Wien glaubt an eine zufällige Entdeckung dieser Art der Verabreichung.

    Da es unterschiedliche Darstellungen von AstraZeneca und der ebenfalls an der Entwicklung beteiligten Universität Oxford gab, war nicht klar, ob die Verabreichung einer halben Dosis am Anfang ein Versehen oder Absicht war. Zeitlinger sieht das Problem darin, dass das Pharmaunternehmen in mehreren Studien sehr unterschiedliche Designs verwendet hätte: verschiedene Altersgruppen in mehreren Ländern, unterschiedliche Dosierungsmengen und verschiedene zeitliche Intervalle in der Verabreichung. Somit sei ein direkter Vergleich schwierig gewesen. "Und das macht es auch für die Zulassungsbehörden schwierig", sagte Zeitlinger. "Denn am Ende stehe ich da und habe einen relativen großen Pool an Daten in relativ kleinen Subgruppen."

    "Daten sind noch dünn"

    Laut Zeitlinger gibt es derzeit bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) lediglich ein "Rolling Review" des Impfstoffes und keinen formalen Zulassungsantrag. Das bedeutet, dass die EMA schon während der klinischen Studien ein laufendes Prüfverfahren unternimmt. Das "Rolling-Review"-Verfahren wird solange fortgesetzt, bis die Daten ausreichende Evidenz liefern, um einen formalen Zulassungsantrag und eine Nutzen-Risiko-Bewertung zu ermöglichen. Das Verfahren dient der Beschleunigung des Bewertungsverfahrens. "Wir wissen, dass die Daten noch dünn sind", sagte auch der Infektiologe Herwig Kollaritsch, der der Corona-Taskforce von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) angehört. Allerdings wäre der Vektorimpfstoff vor allem bei jüngeren Menschen besser verträglich. Doch aufgrund der Unsicherheit der Verabreichung der Dosis und der daraus folgenden Wirksamkeit müsse dies eigentlich noch länger geprüft werden.

    Auffrischungen sicherlich erforderlich

    Beide Wissenschafter sind überzeugt, dass es in den kommenden Jahren zu Auffrischungen der Grundimmunisierung durch die Corona-Impfung kommen kann. "Bis dahin werden wir auch Titer-Bestimmungen haben", sagte Zeitlinger. Derzeit sehen sie keinen Sinn, beide Impfarten zu verabreichen, um mehr Sicherheit zu bekommen. Jeder Impfstoff habe seine Vor- und Nachteile. Und welchen würden sie anwenden, wenn sie die Wahl hätten? "Das ist mir egal", meinte Kollaritsch. "Hauptsache es geht schnell. Ich möchte möglichst bald in den Genuss der Impfung kommen, weil meine persönliche Freiheit ist schon stark eingeschränkt."

  • | Florian Christof

    In Österreich wurden bisher "rund 6.000" Personen geimpft

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bisher rund 6.000 Personen gegen COVID-19 geimpft worden. Anders als in Deutschland gibt es in Österreich keine tagesaktuellen Daten und derzeit auch keine Aufschlüsselung auf die einzelnen Bundesländer. Das Sozialministerium sagt vorerst lediglich "regelmäßige Updates" zu - sowie eine Verbesserung der Datenqualität mit dem großflächigen Impfstart ab 12. Jänner.

    Die ersten Impfungen am 27. Dezember hatte die Regierung groß inszeniert und für einen gleichzeitigen Start in allen Bundesländern gesorgt, auch wenn für einzelne Länder nur einige wenige Impfdosen zur Verfügung standen. Wie viele Dosen genau in den Ländern verimpft wurden, ist aber derzeit unklar. Genaue Zahlen gibt es vorerst nicht.

    Lückenhafte Datenlage

    Veröffentlicht hat das Sozialministerium am Mittwoch lediglich die Zahl von rund 6.000 Personen, die österreichweit mit Impfstoff versorgt wurden. Bis Ende dieser Woche werden weitere 53.000 Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffes erwartet, im Jänner dann 63.000 Dosen pro Woche.

    Damit sollen ab 5. Jänner alle Alters- und Pflegeheime sowie die COVID-Stationen der Krankenhäuser beliefert werden. Die Bestellung erfolgt über den e-Shop der Bundesbeschaffungsgesellschaft. Die großflächigen Impfungen in Pflegeheimen und COVID-Stationen sollen dann ab 12. Jänner starten.

    Bis dahin soll es regelmäßige Updates über die Impfungen geben, heißt es im Sozialministerium. Dass keine genauere Aufschlüsselung erfolgt, wurde auf APA-Anfrage damit begründet, dass die entsprechende Qualität der Daten noch nicht gesichert sei. Dies soll sich laut Sozialministerium ab 12. Jänner ändern, wenn mit den großflächigen Impfungen begonnen und auch ein entsprechendes "Impfnetz" etabliert wird.

    Israel ist abosluter Spitzenreiter

    In Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut dagegen schon jetzt tagesaktuelle Impfdaten auf Länderebene. Demnach wurden stand 29. Dezember 41.962 Impfungen durchgeführt. Mittlerweile sind es laut Gesundheitsminister Jens Spahn über 60.000.

    Spitzenreiter bei den Corona-Impfungen ist derzeit Israel, das mit großem Abstand vor den USA, China und Großbritannien liegt. Laut "Our World in Data" wurden in Israel bereits mehr als 4,91 Millionen Personen gegen COVID-19 geimpft.

  • | Florian Christof

    AstraZeneca-Impfstoff in Großbritannien offiziell zugelassen

    Großbritannien hat den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) habe dem heimischen Vakzin eine Zulassung erteilt, gab das Gesundheitsministerium in London am Mittwoch bekannt.

    Damit steht nach dem Biontech/Pfizer-Vakzin in dem Land ein weiteres Präparat zum Impfen bereit. Großbritannien hat 100 Millionen Impfdosen des Vakzines bestellt, berichtet die BBC. Damit können 50 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden.

    Erst gestern Dienstag hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bekannt gegeben, dass sie eine Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes für die EU im Jänner für unwahrscheinlich hält. "Sie haben noch nicht einmal einen Antrag bei uns gestellt", sagte der stellvertretende EMA-Direktor Noel Wathion.

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