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© APA/AFP/JUSTIN TALLIS / JUSTIN TALLIS

Impfstoff-Ticker

Johnson & Johnson verschiebt Markteinführung in Europa

  • 2 Österreicher entwickeln Ein-Dollar-Impfstoff mit (mehr)
  • Impfstoff von Johnson & Johnson in EU zugelassen (mehr)
  • Impfanmeldung: Problem bei Wiener Datenbank führte zu Chaos (mehr)
  • Österreich gründet Taskforce für Produktion von Impfstoffen (mehr)
  • Was bringt der "Grüne Impfpass": 12 Fragen und Antworten (mehr)
  • Cyberkriminelle attackieren Krankenhäuser und Impfstoffhersteller (mehr)
  • Was die Corona-Mutationen für die Impfstoffe bedeuten (mehr)
  • Freiwillige werden mit COVID-19 infiziert (mehr)

Impfstoff-Ticker

  • | David Kotrba

    Johnson & Johnson setzt auch in Europa aus

    Nachdem US-Behörden die Anwendung des Johnson & Johnson Impfstoffes vorübergehend gestoppt haben, reagiert der Pharmakonzern nun mit einer Ankündigung für Europa. "Wir haben uns dafür entcheiden, die Verbreitung des Impfstoffes in Europa proaktiv zu verschieben", heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

    Ausschlaggebend seien sechs Fälle in den USA gewesen, bei denen es zu Blutgerinnungsstörungen gekommen war. Über 6,8 Millionen Dosen des Johnson & Johnson-Impfstoffes sind in den USA bereits verabreicht worden.

    Mit Medizinern und Gesundheitsexperten in Europa arbeite das Unternehmen nun eng zusammen, um potenzielle Risiken auszuloten. In den USA arbeiten Behörden intensiv daran, die Fälle, in denen es zu Problemen innerhalb von 2 Wochen nach der Verabreichung des Impfstoffes gekommen war, aufzuklären.

     

  • | David Kotrba

    Vorsicht vor Johnson & Johnson in den USA

    Die Food and Drug Administration (FDA) und die Zentren für Seuchenbekämpfung (CDC) in den USA haben einen vorläufigen Stopp für Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erwirkt. Sechs Patienten haben in den vergangenen Wochen innerhalb von zwei Wochen nach einer Impfung eine seltene Gerinnungsstörung entwickelt. Eine der Personen verstarb, eine weitere wurde in kritischem Zustand hospitalisiert, wie die New York Times berichtet.

    Die von der Gerinnungsstörung Betroffenen seien zwischen 18 und 48 Jahren alt gewesen. 7 Millionen Menschen sind in den USA bereits mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson geimpft worden. Der Aufruf von FDA und CDCs führt nun dazu, dass die Verabreichung des Impfstoffes in allen bundesstaatlich organisierten Impfstellen in den USA sofort ausgesetzt wird. FDA und CDC wollen sich beeilen, die Gerinnungsstörungsfälle aufzuklären.

  • | Florian Christof

    Impfstoff von Johnson & Johnson in Österreich eingetroffen

    Heute Dienstag, sind die ersten Vakzine des Herstellers Johnson & Johnson in Österreich eingetroffen. Insgesamt wurden 16.800 Dosen geliefert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bestellt wurden 2,5 Millionen Dosen.

    Die nächste Lieferung von 31.200 Vakzinen wird für die Kalenderwoche 17 erwartet. Die folgenden Auslieferungen sind noch nicht fixiert. Zuletzt gab Johnson & Johnson bekannt, dass 15 Millionen Dosen versehentlich kontaminiert wurden. (APA)

    FILE PHOTO: Vials and medical syringe are seen in front of J&J logo in this illustration
  • | Andreea Iosa

    Johnson & Johnson liefert ab sofort Impfstoffe an die EU

    Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller begann am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, wie das Unternehmen und die EU-Kommission bestätigten. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal.

    Deshalb setzen viele Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36.000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden.

    Vierte EU-Zulassung

    Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde. Eine Unternehmenssprecherin erklärte in Neuss, die am Montag gestarteten Lieferungen seien der erste Schritt, „um die Verpflichtung des Unternehmens zur Lieferung von 200 Millionen Dosen an die Europäische Union sowie nach Norwegen und Island im Jahr 2021 zu erfüllen“.

    In den USA wird das Vakzin schon länger eingesetzt. Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff Johnson & Johnson prüfe. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die EMA betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei. (apa)

  • | Patrick Dax

    AstraZeneca: Erneut Verzögerungen bei Lieferungen für Österreich

    26.400 Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca, die für vergangene Woche vorgesehen waren, sind zwar am Montag in Österreich angekommen, wie das Gesundheitsministerium gegenüber orf.at bestätigte. Für diese Woche ist aber erneut mit Verzögerungen zu rechnen.

    Denn die vorgesehenen knapp 65.000 Dosen sollen erst am Sonntag verschickt werden. In Österreich eintreffen werden sie deshalb erst in der nächsten Woche. Abgesehen davon soll laut dem Gesundheitsministerium der Lieferplan aber nun eingehalten werden.

  • | Patrick Dax

    AstraZeneca: Thrombosen wie bei seltener Komplikation

    Die Ursache für sehr seltene Thrombose-Komplikationen nach Covid-19-Impfung mit AstraZeneca-Vakzin scheint geklärt. Sie ähneln einer selten bei Heparin-Therapie auftretenden Nebenwirkung. Die volle Erklärung inklusive möglicher Früherkennungs-, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten durch ein internationales Wissenschafterteam mit Beteiligung von Wiener Blutgerinnungsexperten ist jetzt im New England Journal erschienen.

  • | Patrick Dax

    Diskussion über Wirksamkeit chinesischer Impfstoffe

    Äußerungen eines hohen Gesundheitsbeamten Chinas haben Wirbel um die Wirksamkeit chinesischer Impfstoffe ausgelöst. Der Direktor des chinesischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (CDC), Gao Fu, trat umgehend dem Eindruck entgegen, er habe erstmals eingestanden, dass chinesische Vakzine einen niedrigen Schutz böten. „Es war ein komplettes Missverständnis“, sagte Gao der Zeitung „Global Times“.

    Er habe vielmehr eine „wissenschaftliche Vision“ vorgelegt, dass eine Anpassung der Impfabfolge oder die Vergabe verschiedener Vakzine nacheinander auch Optionen sein könnten, den Schutz zu verstärken. „Wie ihre Wirksamkeit verbessert werden kann, muss von allen Wissenschaftern in der Welt in Erwägung gezogen werden“, betonte Gao in dem Blatt, das vom kommunistischen Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird und als englischsprachiges Sprachrohr dient.

    Seine Äußerungen auf einer Konferenz am Samstag in Chengdu hatten viele Reaktionen ausgelöst, weil über chinesische Impfstoffe weniger Daten vorliegen als über westliche Vakzine. Unter dem Punkt „Wege zur Lösung des nicht hohen Schutzes vorliegender Impfstoffe“ hatte Gao Fu nach Angaben der Zeitung „The Paper“ (Pengpai Xinwen) gesagt: „Es ist auch notwendig, Wege zu prüfen, wie der niedrige Schutz bestehender Vakzine angegangen werden kann.“

    Mangelnde Transparenz

    Kritiker beklagen mangelnde Transparenz bei chinesischen Impfstoffen, die in vielen europäischen Staaten auch noch nicht zugelassen sind. Vor allem werden mehr Daten aus der dritten Phase klinischer Versuche gesucht. Da China das Coronavirus weitgehend im Griff hat und selbst kaum lokale Infektionen verzeichnet, sind bisher meist nur unterschiedliche Studien aus anderen Ländern veröffentlicht worden, wo die Impfstoffe zum Einsatz kommen. Chinesische Impfstoffe werden auf herkömmlichem Wege hergestellt, während beispielsweise die Vakzine von BioNTech/Pfizer oder Moderna auf Grundlage der modernen mRNA-Methode produziert werden.

  • | Barbara Wimmer

    Biontech-Impfung für 12-Jährige in USA bald möglich

    Die Hersteller Pfizer und Biontech wollen ihren Corona-Impfstoff in den USA künftig auch bei Jugendlichen ab zwölf Jahren einsetzen. Ein Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff sei bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) eingereicht worden, erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer am Freitag. Ähnliche Anträge sollen "in den kommenden Tagen" weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden eingereicht werden, hieß es weiter.

    Bisher ist der Einsatz des Impfstoffs in den USA erst ab 16 Jahren zugelassen. Eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt, hieß es unter Berufung auf Ende März veröffentlichte Ergebnisse. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen.

    Genaue Beobachtung

    Die Gesundheit der knapp 2300 Teilnehmer der Studie in den USA würden aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis beobachtet, hieß es weiter. Bei den Jugendlichen, die im Rahmen der Studie eine Placebo-Impfung erhielten, wurden demnach 18 Corona-Erkrankungen festgestellt, aber keine einzige bei den 1131 mit dem Biontech/Pfizer-Präparat geimpften Personen.

    Die Hersteller haben auch bereits eine klinische Studie für Babys ab sechs Monaten und jüngere Kinder begonnen. US-Experten rechnen jedoch nicht vor Anfang nächsten Jahres mit der Zulassung eines Impfstoffs für diese Altersgruppe. (Agenturen)

  • | Florian Christof

    Österreich könnte 1 Million Sputnik-V-Dosen kaufen

    Die Vertragsverhandlungen für einen Einsatz des russischen Sputnik-Impfstoffs sind laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) „de facto am Ende angelangt“. „Ein Kauf für uns in Österreich ist möglich“, betonte Kurz am Samstag vor Journalisten. Mit einer Million zusätzlicher Impfdosen dadurch wäre dies für die österreichische Impfkampagne ein „zusätzlicher Turbo“.

    Nach der Krise will Kurz innerhalb Europas die Frage stellen, was man anders hätte machen können, um sowohl bei der Beschaffung als auch bei der Zulassung von Impfstoffen so schnell zu sein wie die USA bzw. Großbritannien.

    „Keine Scheuklappen“ bei Impfstoffbeschaffung

    Auch ÖVP-Klubobmann August Wöginger verteidigte die Initiative für den russischen Sputnik-Impfstoff. Bei der Impfstoffbeschaffung dürfe es „keine Scheuklappen“ geben, sagte Wöginger im Ö1-„Journal zu Gast“.

    Österreich sollte kaufen, was möglich ist. Zur Bekämpfung der Pandemie sei es wichtig, jeden Impfstoff, der verimpft werden kann, zu bekommen. Der ÖVP-Klubobmann verwies darauf, dass Österreich schon vor einiger Zeit in Russland angefragt habe, Deutschland und Frankreich würden nun nachziehen.

    Wöginger betonte aber auch, dass der Impfstoff geprüft werden müsse. Dabei müsse Österreich aber nicht unbedingt auf die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) warten, sondern könnte auch selbst die Prüfung durchführen, meinte der ÖVP-Klubobmann. (APA)

    FILE PHOTO: Workers take care of the shipment of Russia's Sputnik V vaccine at the airport, in Caracas
  • | Florian Christof

    42 Fälle von Thrombosen nach AstraZeneca-Impfung in Deutschland

    In Deutschland sind bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Freitagabend.

    Die Zahl der gemeldeten Fälle sei jedoch unter Berücksichtigung der verimpften Dosen im Vergleich zur gewöhnlich erwarteten Zahl dieser Thrombosen nicht erhöht.

    Der Greifswalder Forscher Andreas Greinacher geht davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem AstraZeneca-Impfstoff und den Thrombosen bei den mit damit geimpften Menschen gibt. Er wirbt aber trotz der seltenen Komplikationen für Impfungen.

    Alle Details sind hier nachzulesen.

  • | Franziska Bechtold

    EMA prüft Zusammenhang zwischen Thrombosefällen und Impfung mit Johnson & Johnson

    Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen 4 Thrombosefällen und der Impfung mit dem Corona-Vakzin des US-Herstellers Johnson & Johnson. Wie die EMA am Freitag mitteilte, wurden 3 Thrombosefälle in den USA gemeldet und ein weiterer im Rahmen einer klinischen Studie an einem nicht näher genannten Ort. Einer der Fälle verlief demnach tödlich.

    Der Vorstand der Universitätsklinik für klinische Pharmakologie der MedUni Wien, Markus Zeitlinger, hatte am Donnerstag bereits im Gespräch mit der APA darauf hingewiesen, dass Thrombosen auch andere Vektorimpfstoffe gegen Covid-19 betreffen können. "Warum genau, wissen wir nicht." Das Phänomen sei sehr spezifisch und bei den mRNA-Vakzinen bisher nicht aufgetreten.

    Das Johnson & Johnson-Vakzin war Mitte März als viertes in der EU zugelassen worden, ist dort aber im Gegensatz zu den USA noch nicht im Einsatz. Die EU-Kommission geht davon aus, dass der Wirkstoff ab dem 19. April geliefert wird. Insgesamt sollen im zweiten Quartal 55 Millionen Dosen geliefert werden. Anders als bei den anderen Impfstoffen ist hier nur eine Impfspritze für einen umfassenden Schutz nötig. Österreich erwartet bereits in der kommenden Woche 16.800 Dosen, geht aus dem Impf-Dashboard hervor. Bis Anfang Mai - inklusive Kalenderwoche 17 - sollen dann 48.000 Impfdosen verfügbar sein. (apa)

  • | Gregor Gruber

    WHO: Impfstoff nicht wechseln nach erster Dosis

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird einen Wechsel der Impfstoffe zwischen der ersten und der zweiten Dosis vorerst nicht empfehlen. Die bisherigen Daten reichten nicht aus, um sagen zu können, ob dies getan werden könne oder nicht, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag in Genf.

    In Berlin hatte die Ständige Impfkommission zuvor mitgeteilt, dass sie Kreuzimpfungen mit AstraZeneca und einem anderen Vakzin für unbedenklich hält. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Italien untersucht Todesfälle nach AstraZeneca-Impfung

    In Sizilien laufen Justizermittlungen zu 2 Todesfällen in zeitlicher Nähe zu Corona-Impfungen. Ein 45-Jähriger ist einige Tage nach einer Impfung mit AstraZeneca wegen einer Hirnthrombose verstorben. Mehr dazu lest ihr hier: Italien ermittelt wegen Todesfällen nach AstraZeneca-Impfung

  • | Gregor Gruber

    Deutschland will Sputnik-Impfstoff kaufen

    Deutschland hat nach Angaben Moskaus Verhandlungen mit Russland über den Kauf des Corona-Impfstoffs Sputnik V begonnen. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor angekündigt, ohne Einbindung der EU mit Russland über eine Lieferung von Sputnik V zu verhandeln. Deutschland werde sich auf bilateralem Weg um den Impfstoff bemühen, nachdem die EU-Kommission am Mittwochabend bei Beratungen der EU-Gesundheitsminister angekündigt habe, ihrerseits keine Verträge über Lieferungen aus Russland abschließen zu wollen, sagte Spahn am Donnerstag.

    Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft seit Anfang März eine Zulassung von Sputnik V in Europa. Bei der sogenannten Rolling Review werden erste Ergebnisse wissenschaftlicher und klinischer Tests nach und nach analysiert, bevor alle für eine Zulassung nötigen Daten vorliegen. Bei allen bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen war die EMA ebenso vorgegangen.

    Nach einer Anfang Februar in der britischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie schützt das Vakzin zu mehr als 90 Prozent vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Damit hätte Sputnik V eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer oder Moderna. Ungarn hat Sputnik V im Februar eine nationale Zulassung erteilt und setzt das Mittel als einziges EU-Land bereits ein. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) meinte diese Woche, die österreichischen Vertragsverhandlungen mit der russischen Seite seien „in den letzten Zügen“. (apa)

  • | Patrick Dax

    Diese Woche kompletter Lieferausfall bei AstraZeneca

    Einmal mehr gibt es Lieferschwierigkeiten mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Diese Woche ist überhaupt kein Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers in Österreich eingetroffen. Die für die Kalenderwoche 14 (5. bis 11. April) angekündigten 5.090 Ampullen werden nun erst in der Kalenderwoche 15 (12. bis 18. April) erwartet. Überdies werden nur 2.640 Violen geliefert - fast um die Hälfte weniger als versprochen.

    Wie dazu Generalmajor Andreas Pernsteiner vom Verteidigungsministerium im Gespräch mit der APA erklärte, wäre an sich vorgesehen, dass AstraZeneca immer freitags die Lieferungen für die folgende Woche bestätigt. Am vergangenen Freitag habe man von AstraZeneca nichts gehört, erst am Dienstag (6. April) hätte sich der Hersteller offiziell gemeldet und seine Lieferangaben korrigiert. „Ähnliche Phänomene“ gebe es bei anderen Impfstoffherstellern nicht, sagte Pernsteiner, der speziell auf Biontech/Pfizer verwies, wo Lieferzusagen stets verlässlich umgesetzt würden und Termine halten, was sich günstig auf die logistische Abwicklung und das Einhalten von Impfplänen auswirke.

    „Puffer“

    Die nächsten 2.640 AstraZeneca-Vials werden ab 14. April an die Impfstellen ausgeliefert, die Bundesländer haben am Mittwoch vom dieswöchigen Lieferausfall erfahren. In der Bundeshauptstadt müssen dessen ungeachtet in dieser und in der kommenden Woche keine Impftermine mit AstraZeneca-Dosen abgesagt werden, versicherte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Man verfüge über einen „Puffer“, weil man Lieferschwierigkeiten bei AstraZeneca aufgrund gewisser Erfahrungswerte mittlerweile schon miteinkalkuliere. „Jeder geplante Erststich kann stattfinden“, bekräftigte der Sprecher.

    Bisher wurden in Österreich übrigens mehr als 421.000 AstraZeneca-Impfungen verabreicht. Dazu kommen mehr als 1,25 Millionen Biontech/Pfizer-Dosen und über 137.000 Immunisierungen mit Moderna. Eine genaue Aufschlüsselung der verabreichten Dosen nach Altersgruppen, Geschlecht und Impfstoff konnte das Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage am Donnerstag vorerst nicht vorlegen.

  • | Gregor Gruber

    Blutgerinnsel als Nebenwirkung angeben

    Laut der EMA sollten Blutgerinnsel zukünftig als seltene Nebenwirkung des Astrazeneca-Impfstoffs gelistet werden. Spezifische Risikofaktoren seien nach den bisherigen Erkenntnissen nicht bestätigt worden. Die EMA geht nach eigenen Angaben derzeit mehr als 60 Berichten zu Gehirn-Thrombosen - also Blutgerinnseln - nach. Einige verliefen tödlich.

    Mehrere Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Kanada, haben den Einsatz von AstraZeneca eingeschränkt. Andere Länder wie Dänemark setzten die Verwendung vorsichtshalber vollständig aus. In Österreich hatte das Nationale Impfgremium vergangene Woche die Weiterführung des Impfprogramms mit AstraZeneca empfohlen. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) hat sich bisher für Impfungen mit AstraZeneca ausgesprochen. (apa)

  • | Gregor Gruber

    EMA Pressekonferenz im Livestream

    Die Pressekonferenz der EMA zu AstraZeneca kann hier im Livestream gesehen werden.

  • | Gregor Gruber

    EMA empfiehlt mit AstraZeneca weiterzuimpfen

    Jetzt ist es offiziell. Die EMA empfiehlt AstraZeneca wie bisher zu nutzen. Hier die Agenturmeldung dazu:

    Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca und sehr selten auftretenden Thrombosen bei Geimpften. Das teilte die EMA am Mittwoch mit.

    Thrombosen traten vor allem bei Frauen unter 60 Jahren binnen 2 Wochen nach der Impfung auf. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sei aber weiter positiv, so die Behörde. Blutgerinnsel sollten als seltene Nebenwirkung des Astrazeneca-Impfstoffs gelistet werden. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Verwirrung um Altersemfehlung für AstraZeneca

    Nun hat die deutsche Presseagentur dpa eine Meldung veröffentlicht, die der Meldung von Reuters widerspricht. Demnach empfiehlt die EMA AstraZeneca wie bisher zu nutzen:

    Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Mittwoch in Amsterdam. (dpa)

  • | Gregor Gruber

    EMA wird Altersempfehlung für AstraZeneca aussprechen

    Die europäische Arzneimittelbehörde EMA wird heute um 18 Uhr eine Pressekonferenz zu AstraZeneca abhalten. Dabei soll eine Empfehlung zum Umgang mit dem Impfstoff abgegeben werden.

    Laut Reuters wird die EMA empfehlen, AstraZeneca vorerst nicht mehr an Personen unter 60 Jahre zu verimpfen. Als Quelle wird das niederländische Gesundheitsministerium genannt.

    Update: Die Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hat sich als falsch herausgestellt - sowohl was die Uhrzeit der Konferenz berifft, als auch was darin gesagt wird.

  • | Andreea Iosa

    Johnson & Johnson: 62 Millionen Dosen vor der Vernichtung

    Erst kürzlich wurden 15 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson ruiniert – nun sind weitere 62 Millionen Dosen in Gefahr. Mitarbeiter einer Produktionsanlage in Baltimore, die von Emergent BioSolutions geleitet wird, hatten laut Business Insider die Inhaltsstoffe der beiden Vakzine von AstraZeneca und Johnson & Johnson verwechselt.

    Nun müssen 62 Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson, die seither hergestellt wurden, geprüft werden. Sind sie nicht rein, müssen sie vernichtet werden.

    Keine Verwendung

    Insgesamt wurden in der Anlage mindestens 150 Millionen Johnson & Johnson-Dosen hergestellt – ausgeliefert wurden sie noch nicht. Für die Verteilung des Vakzins an die Öffentlichkeit hat die Anlage noch keine Zulassung erhalten.

  • | Andreea Iosa

    Sputnik V: Keine Zulassung durch slowakische Arzneimittelbehörde

    Die Slowakische Staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle (SUKL) hat nicht genügend Informationen, um über Nutzen und Risiko des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V urteilen zu können. Die Arzneimittelbehörde sandte eine entsprechende Stellungnahme Ende März an das Gesundheitsministerium in Bratislava, wie die SUKL-Sprecherin Magdaléna Jurkemíková der slowakischen Nachrichtenagentur TASR mitteilte.

    Die Slowakei erhielt eine erste Lieferung von 200.000 Dosen Sputnik V Anfang März. Das Land hatte zwei Millionen Dosen von dem Impfstoff bestellt, der von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA noch nicht zugelassen ist. Auch in Österreich wird der Einsatz des russischen Vakzins offenbar stark in Betracht gezogen. Die Vertragsverhandlungen seien „in den letzten Zügen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag. Prioritär wäre für Kurz eine Zulassung durch die EMA, doch schloss er auch einen Alleingang Österreichs über eine Notfallzulassung nicht aus.

    Fehlen von Daten

    Das slowakische Arzneimittelinstitut erklärte, dass konkrete Daten des Herstellers zur Produktion und Sicherheit fehlten. Von Inkonsistenzen war die Rede und der Unmöglichkeit, verschiedene Studien und in Staaten verwendete Chargen zu vergleichen. Sputnik V hat laut Tageszeitung „Denník N“ mehrere Tests in der Slowakei erfolgreich bestanden, aber die ließen keine endgültige Beurteilung der Sicherheit und Effizienz zu. Die Zeitung schrieb laut Nachrichtenagentur CTK, dass der russische Impfstoff, der in die Slowakei geliefert wurde, aber nicht identisch mit Sputnik V sei, das in anderen Ländern verimpft werde und dessen Bewertung im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Gemäß der „Lancet“-Studie vom Februar war der Impfstoff „grundsätzlich sicher“ und zeigte auch eine Effektivität von um die 90 Prozent.

    Behörden-Sprecherin Jurkemíková sagte, dass das Gesundheitsministerium über die Verwendung des russischen Impfstoffs entscheide. Laut Zuzana Eliášová, einer Sprecherin des slowakischen Gesundheitsministeriums, werden noch drei Labortests durchgeführt. (apa)

  • | Gregor Gruber

    EMA will sich zu Blutgerinnseln und AstraZeneca erst später äußern

    Nach Äußerungen eines EMA-Verantwortlichen über einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin und dem Auftreten von seltenen Blutgerinnseln hat die EU-Arzneimittelbehörde klargestellt, dass sie in der Sache noch keine Entscheidung getroffen hat. Der EMA-Ausschuss für Medikamentensicherheit habe „noch keine Schlussfolgerung gezogen und die Prüfung läuft derzeit weiter“, teilte die EU-Behörde am Dienstag mit.

    Eine Entscheidung werde voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag bekanntgegeben: Am 7. oder 8. April werde es eine Expertenkonferenz der Behörde zu diesem Thema geben, die derzeit gut 40 Berichten zu Thrombosen nach AZ-Impfungen nachgeht. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides schrieb auf Twitter, am Mittwoch sei mit einer EMA-Bewertung zu rechnen. (apa)

  • | Andreea Iosa

    EMA sieht Zusammenhang zwischen AstraZeneca und Blutgerinnsel

    Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. „Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt“, sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung „Il Messaggero“.

    Cavaleri legte nahe, dass die EMA den Zusammenhang noch am Dienstag offiziell feststellen wird. Wie das Astrazeneca-Vakzin in wenigen Fällen Blutgerinnsel bei Geimpften auslöst, ist nach seinen Angaben jedoch noch nicht klar. (apa)

  • | Martin Stepanek

    Über 100 Millionen in den USA geimpft

    In den USA haben bereits mehr als 100 Millionen Menschen mindestens die erste Corona-Impfung erhalten. Das entspricht fast einem Drittel der Gesamtbevölkerung von rund 330 Millionen Menschen. Daten der Gesundheitsbehörde CDC vom Freitag zeigten, dass die Zahl der erstmals Geimpften auf 101,8 Millionen gestiegen ist. Rund 60 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft.

    In den USA werden drei Impfstoffe genutzt: Die Präparate von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen jeweils zwei Dosen gespritzt werden, und die Impfung von Johnson & Johnson, die bereits nach einer Dosis ihre volle Wirkung entfaltet. Derzeit werden in den USA im Schnitt pro Tag rund drei Millionen Impfungen verabreicht. Insgesamt wurden bislang fast 158 Millionen Dosen verimpft. In der besonders gefährdeten Altersgruppe über 65 haben dem CDC zufolge bereits drei Viertel aller Amerikaner eine Impfung erhalten, rund 54 Prozent gelten als vollständig geimpft.

    Bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle

    Die US-Regierung hat angekündigt, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen in den USA zu haben. US-Präsident Joe Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar versprochen, dass in seinen ersten 100 Tagen im Amt mindestens 100 Millionen Impfungen verabreicht werden sollten. Das Ziel wurde bereits nach knapp 60 Tagen im Amt erreicht. Inzwischen hat Biden sein Ursprungsziel verdoppelt: Bis zum Ablauf seiner ersten 100 Tage als Präsident Ende April sollen nun insgesamt 200 Millionen Impfungen verabreicht werden.

    Das Land war zuletzt aber auch heftiger Kritik ausgesetzt, da Exporte von in den USA produzierten Impfstoffen vorübergehend untersagt sind - andere Regionen, wie die EU aber sehr wohl in Europa produzierten Impfstoff in die USA exportierte, selber aber nicht die zugesagten Dosen der Hersteller bekam. (Agenturen/futurezone)

  • | Martin Stepanek

    Kurz verspricht Impfung für alle bis Juni

    Österreich will im Juni alle über 65-Jährigen impfen, im Mai die über 50-Jährigen und ab Juni die Impfung dann für alle Altersgruppen öffnen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Videobotschaft anlässlich der Osterfeiertage auf Facebook mit. Trotz der Lieferprobleme der Impfstoffhersteller werde jedem in den nächsten 100 Tagen, der sich impfen lassen möchte, zumindest die erste Impfung angeboten. Aufgrund der fortschreitenden Durchimpfung der älteren Bevölkerung stellte er zudem Öffnungsschritte im Mai in Aussicht.

    Inwiefern der nun versprochene Impffortschritt eingehalten werden kann, wird sich erst zeigen. Im März etwa hatte Kurz auf Facebook damit geworben (siehe unten), dass bis April alle 65-Jährigen geimpft sein werden, wie am Samstag auch die NEOS kritisierten. Tatsächlich stehe man nun, am 3. April, erst bei knapp 20 Prozent, kommentierte NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. Vor wenigen Tagen hatte SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker für Wien bereits mitgeteilt, dass das Vorhaben, bis Ende Juni 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung zu schützen, wohl nicht eingehalten werden könne.

    Erneut Sputnik als Ausweg erwähnt

    Für Diskussionen dürfte einmal mehr auch die Ankündigung von Sebastian Kurz sorgen, dass man mithilfe des russischen Impfstoffs Sputnik die gesteckten Ziele bereits früher erreichen könne. Aktuell ist nicht absehbar, dass europäische Gesundheitsbehörden den Impfstoff so schnell zulassen, dass er bereits in wenigen Wochen eingesetzt werden könnte. Auch ein schneller Alleingang Österreichs mithilfe einer nationalen Zulassung ist zwar nicht ausgeschlossen, erscheint aber ebenfalls unwahrscheinlich.

  • | Martin Stepanek

    Kein Durchbruch bei Medikamenten

    Kurz nach Beginn der Pandemie galten sie im Gegensatz zu Impfstoffen eigentlich als große Hoffnung: Medikamente gegen COVID-19. Denn allgemein war erwartet worden, dass die Entwicklung von Wirkstoffen zur effektiven Behandlung der Erkrankung deutlich schneller von Erfolg geprägt sein könnte, als die Entwicklung und Zulassung von wirksamen Impfstoffen. Doch nach enormen Investitionen und Forschungsanstrengungen macht sich langsam Ernüchterung breit. Auch mehr als ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie fehlen Wundermittel, die die Krankheit eindämmen können.

  • | Andreea Iosa

    AstraZeneca: 30 Fälle von Blutgerinnsel bei 18 Millionen Impfungen in London

    In Großbritannien sind bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit AstraZeneca rund 30 Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden. Das teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA in einem aktuellen Bericht mit. „Das Risiko, diesen speziellen Typ von Blutgerinnseln zu bekommen, ist sehr klein“, heißt es darin. Es seien bisher (Stand: 24. März) 22 Fälle der auch in Deutschland aufgetretenen Hirnvenenthrombosen und acht andere Arten von Thrombosen gemeldet worden.

    In einem anderen Dokument der Behörde wurden insgesamt 24 Fälle der Hirnvenenthrombosen aufgeführt. Diese Differenz ist dadurch begründet, dass dabei auch Thrombosen eingerechnet sind, die nicht durch eine zu geringe Anzahl an Blutplättchen entstanden sind. „Auf Basis dieser fortlaufenden Untersuchung sind die Vorteile der Impfungen gegen Covid-19 weiterhin größer als die Risiken“, schreiben die Experten der MHRA.

    Impfung ab 60

    In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag beschlossen, dass das Präparat in der Regel nur noch Menschen ab 60 gespritzt werden soll - außer jüngere wollen es nach Klärung mit dem Arzt auf eigenes Risiko. Dort waren bis Anfang der Woche 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet worden, wie das Paul-Ehrlich-Institut kürzlich berichtete.

    Bisher haben knapp drei Millionen Menschen eine erste Dosis des Mittels bekommen. Das bedeutet, dass es in Deutschland bezogen auf eine Million Geimpfte wesentlich häufiger einen Verdacht auf Hirnvenenthrombose gab als in Großbritannien. Über die Gründe dafür kann nur spekuliert werden. In Großbritannien sind insgesamt bereits mehr als 31 Millionen Menschen erstgeimpft worden, mehr als 18 Millionen davon mit AstraZeneca. Die Infektionslage im Land hat sich seither deutlich verbessert, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 55 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Auch die Zahl der neuen täglichen Todesfälle ist massiv gesunken. (apa)

  • | Martin Stepanek

    Österreich boykottiert Kompromiss

    Im erbitterten Streit um Corona-Impfstoffe haben die 27 EU-Staaten am Donnerstag keine einheitliche Linie gefunden. Österreich, Tschechien und Slowenien trugen einen Kompromissvorschlag zur Verteilung von zehn Millionen Impfdosen nicht mit, wie es aus Diplomatenkreisen hieß. Geplant sei nun, die Menge wie üblich nach Bevölkerungsstärke an die Mitgliedsstaaten zu verteilen.

    24 Staaten - darunter Deutschland - hätten jedoch untereinander eine Spendenaktion vereinbart, um Staaten mit besonders großem Impfstoffmangel zu helfen. Insgesamt geben 19 Staaten gut 2,8 Millionen Dosen ab, um Lücken in Estland, Lettland, der Slowakei, Kroatien und Bulgarien auszugleichen. Deutschland verzichtet nach diesem Modell auf rund 500 000 Impfdosen zugunsten der fünf Staaten.

    „Es ist ein wichtiges Signal in der Coronakrise, dass die ganz große Mehrheit in der EU Solidarität mit den besonders vom Impfstoffmangel betroffenen Ländern zeigt“, erklärte ein EU-Diplomat. „Es ist bedauerlich, dass Österreich, Slowenien und Tschechien ausscheren und sich dieser solidarisches Geste verweigern.“ (dpa)

    PRESSPOINT NACH BERATUNGEN MIT INTESIVKOORDINATOREN: KURZ
  • | Martin Stepanek

    WHO kritisiert europäische Impfkampagne

    Um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen, muss Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) viel schneller impfen. Die Geschwindigkeit, in der in Europa Corona-Vakzine verabreicht würden, sei „inakzeptabel langsam“, kritisierte WHO-Europa-Chef Hans Kluge am Donnerstag. Die schleppende Verteilung der Impfstoffe in Europa führe zu einer „Verlängerung“ der Pandemie. Er forderte eine Beschleunigung der europäischen Impfprogramme durch eine Ankurbelung der Produktion und den Abbau bürokratischer Hürden. „Jede einzelne Ampulle, die wir vorrätig haben, muss genutzt werden - jetzt.“

    Die Infektionslage in Europa bezeichnete die WHO als so „besorgniserregend“ wie seit Monaten nicht mehr. Während in Europa noch vor vier Wochen wöchentlich weniger als eine Million Neuinfektionen verzeichnet worden seien, habe die Zahl der Neuansteckungen in der vergangenen Woche bereits bei 1,6 Millionen gelegen. Bald werde Europa die Marke von 45 Millionen Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn überschreiten. Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in der Region bewege sich derzeit „schnell auf die Million zu“, hieß es weiter.

    Gesundheitsminister Anschober sagte am Rande einer Pressekonferenz am Donnerstag, dass er die Kritik an Europa „nicht nachvollziehen“ könne. Man arbeite sehr eng zusammen im Bereich der Impfungen, dieses Gemeinschaftsprojekt sei wichtig. „Optimierungsmöglichkeiten gibt es bei jedem solchen Projekt.“ Im Sommer wolle man durch sein mit einem Impfangebot für alle, die sich impfen lassen wollen. „Daher wollen wir mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfdosen. Es wäre ja fatal wenn mehrere Mitgliedsstaaten erst Monate später fertig werden. Das wäre für alle keine ideale Lösung.“ (apa)

  • | Andreea Iosa

    Johnson & Johnson: 15 Millionen Impfdosen durch Verwechslung ruiniert

    Aufgrund einer Verwechslung der Inhaltsstoffe in einer Produktionsanlage in Baltimore wurden 15 Millionen Dosen des Corona-Impstoffs von Johnson & Johnson ruiniert. Das könnte zu einer verspäteten Auslieferung in den USA führen. Laut den New York Times handle es sich um einen menschlichen Fehler.

    Wie sich dieser Rückschlag auf die Verfügbarkeit des Vakzins in den nächsten Wochen in den USA auswirken wird, bleibt vorerst offen.

    Zögernde bevorzugen J&J

    The Verge zufolge stünden jene Menschen, die hinsichtlich der Corona-Impfung noch zögerlich sind und warten wollen, dem J&J-Vakzin offener gegenüber als jenem von Moderna oder Pfizer/Biontech. Der Impfstoff benötigt lediglich eine Dosis. Auch innerhalb der EU wurde der Impfstoff zugelassen.

  • | Martin Stepanek

    Aktualisiertes Impfdashboard

    Das östereichische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch eine neue Version des Impfdashboards veröffentlicht. Dieses kommt nicht nur in neuem Design, sondern gibt neben den verabreichten Dosen auch genauere Prognosen zu Lieferungen aber auch Durchimpfungsraten nach Alter und Geschlecht. Darüber hinaus ist die Plattform nun auch mit dem jeweils aktuellen Stand des nationalen Impfplans verschränkt und hat hat die Anmeldeplattformen der Bundesländer zur Schutzimpfung integriert.

    "Das Impf-Dashboard schafft die größtmögliche Transparenz, was die Corona-Schutzimpfung betrifft. Hier kann jede Bürgerin und jeder Bürger tagesaktuell nachvollziehen, wo wir bei der Corona-Schutzimpfung aktuell liegen", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Laut dem Minister sollen erfolgte Lieferungen und prognostizierte Liefermengen für die jeweilige Kalenderwoche zeigen, dass die nach Österreich gelieferten Dosen schnellstmöglich verimpft werden und das Impftempo mit höheren Liefermengen in den nächsten Wochen und Monaten nochmals stark ansteigen wird. (futurezone)

  • | Franziska Bechtold

    US-Studie: Impfstoff von Pfizer hat hohe Wirkung bei Jugendlichen

    12- bis 15-Jährige vertragen das Vakzin von Biontech und Pfizer besonders gut. Das ist das Ergebnis einer neuen US-Studie, die die beiden Unternehmen jetzt präsentierten. Es wurden keine Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet und die Probanden hatten keine starken Nebenwirkungen.

  • | Barbara Wimmer

    Astra Zeneca Impfstoff heißt jetzt Vaxzevria

    Astra Zeneca hat seinen Impfstoff am 25. März 2021 umbenannt. Er heißt jetzt: Vaxzevria. Auf der Website der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ist er bereits unter diesem Namen gelistet, Astra Zeneca selbst hat noch nichts zu dieser Namensänderung bekannt gegeben. Die schwedische Agentur für Gesundheitsprodukte erklärte, dass sowohl das Etikett als auch die Verpackung bereits geändert worden seien.

    Imagewechsel

    Möglicherweise will der Konzern damit das schlechte Image, das der Impfstoff in letzter Zeit erworben hatte, retten. In zahlreichen europäischen Ländern wurden Impfungen mit Astra Zeneca aufgrund Meldungen von Thrombosen ausgesetzt, nicht allerdings in Österreich.

    Es bleibt allerdings fraglich, ob eine Umbenennung des Impfstoffes wirklich eine größere Akzeptanz mit sich bringen wird. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech heißt etwa „Comirnaty“, doch diesen Namen hat man kaum gehört: Es ist immer nur der Name des Herstellers in Umlauf gebracht worden.

    Impfung

  • | Barbara Wimmer

    Deutschland impft nur noch Personen über 60 mit Astra Zeneca

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfiehlt den Corona-Impfstoff von AstreaZeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren. Wie die Stiko am Dienstag mitteilte, wurde die Empfehlung "auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen" bei jüngeren Geimpften geändert.

    Berlin in Deutschland setzte die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers AstraZeneca für Menschen unter 60 Jahren als erstes Bundesland vorsorglich aus. Das gab Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Dienstag bekannt und verwies auf neue Daten über Nebenwirkungen. Sie bezeichnete dies als "Vorsichtsmaßnahme". Entsprechende Termine in Impfzentren werden Kalayci zufolge erst einmal abgesagt.

    "Risiko zu hoch"

    Das Bundesland (rund 3,7 Millionen Einwohner) wolle nun die Beratungen auf Bundesebene und Stellungnahmen der Fachleute wie des Paul-Ehrlich-Instituts abwarten. Auch die Kliniken Charité und Vivantes in der deutschen Hauptstadt stoppten bis auf Weiteres die Impfungen mit Verweis auf Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland. Die Aussetzung der Impfungen gilt bei den Kliniken für Frauen unter 55 Jahren. Das betrifft vor allem die eigene Belegschaft.

    Die Sprecherin der Charité, Manuela Zingl, sagte am Dienstag: "Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind." Im Bundesland Nordrhein-Westfalen sprachen sich auch die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken für einen vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen mit AstraZeneca aus. Das Risiko von weiteren Todesfällen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- und Landesgesundheitsminister.

    Die Berliner Charité-Sprecherin Zingl betonte, dass in der Charité keine Komplikationen nach Impfungen mit AstraZeneca aufgetreten seien. Diese wolle jedoch vorsorglich agieren und abschließende Bewertungen abwarten. Die Charité habe in der Pandemie bisher rund 16.000 Erst- und Zweitimpfungen an ihr Personal verabreicht. "Davon entfiel der größte Teil auf AstraZeneca", sagte Zingl.

    Fast nur bei Frauen

    In Deutschland sind bisher 31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete. Bis Montagmittag (29. März) waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden, in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen berichtete.

    Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen laut PEI alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich Montag 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von AstraZeneca verimpft. (Agenturen)

  • | Barbara Wimmer

    Die Zutaten der Impfstoffe auf Github

    Wissenschaftler der Stanford University haben die mRNA von zwei Impfstoffen (Pfizer und Moderna) sequenziert und das „Rezept“, allerdings eher nur die Zutaten ohne genaue Dosierung und Mengenangabe, auf Github veröffentlicht. Mit einer mRNA-Sequenzierung kann man feststellen, wie die Impfstoffe gut gegen Mutationen helfen, um dann neue Versionen des Impfstoffes zu erzeugen.

     

  • | Franziska Bechtold

    Österreich verhandelt über Sputnik V

    Russland könnte eine Million Impf-Dosen seines Vakzins Sputnik V an Österreich verkaufen. Die beiden Länder verhandeln derzeit darüber. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bereits ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ins Rollen gebracht.

  • | Franziska Bechtold

    Pfizer und Moderna: Studie bestätigt hohe Wirksamkeit

    4.000 Mitarbeiter des Gesundheitssektors, die bereits eine zweite Impfung durch einen der mRNA-Impfstoffe erhielten, wurden im Rahmen einer US-Studie regelmäßig getestet. Dabei wurde eine Wirksamkeit der Vakzine von 90 Prozent bestätigt.

  • | Gregor Gruber

    10 Länder besitzen 76 Prozent der Impfstoffe

    Von den derzeit weltweit verfügbaren Impfdosen haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO 10 Länder der Erde 76 Prozent gesichert. Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die Verteilung von Impfstoff am Montag in Genf und betonte, eine globale Krise brauche globale Antworten. „Die globale Lösung beginnt mit Solidarität.“

    Laut dem deutschen Entwicklungshilfeminister Gerd Müller fehlen für eine weltweite Impfkampagne derzeit 25 Milliarden Euro. Deutschland forderte deshalb die Weltgemeinschaft einschließlich der Europäischen Union auf, diese Lücke schnellstmöglich zu füllen. Dieser Appell richte sich auch an die USA, die arabischen Staaten, China und Russland. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Sputnik Made in China

    Über 60 Millionen Impfdosen des russischen Corona-Impfstoffes sollen in China produziert werden. Mehr dazu lest ihr hier: Sputnik V wird ab Mai in China hergestellt

  • | Gregor Gruber

    AstraZeneca-Impfstoff muss in der EU bleiben

    Impfstoff von AstraZeneca, der in der EU hergestellt wird, darf nicht exportiert werden. Dies stellte der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton klar. Erst müsse das Unternehmen die versprochenen Mengen an Impfdosen an die EU liefern.

    Mehr dazu lest ihr hier: AstraZeneca-Impfstoff darf nicht aus der EU exportiert werden

  • | Gregor Gruber

    Großbritannien will dritte Dosis verimpfen

    Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese "Booster"-Impfung bereits im September bekommen, sagte Staatssekretär Nadhim Zahawi der Zeitung "Daily Telegraph". Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis. Bis zum Herbst würden vermutlich 8 verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen, sagte Zahawi.

    Die Regierung hat angekündigt, dass alle Erwachsenen bis Ende Juli eine erste Dosis gegen das Coronavirus erhalten sollen. Über die Zeit danach hat sie aber noch keine konkreten Ankündigungen gemacht. Bisher haben etwa 30 Millionen Menschen eine erste Dosis gespritzt bekommen, mehr als die Hälfte der Erwachsenen. (apa)

  • | David Kotrba

    Biontech testet an jüngeren Kindern

    Nach den Konkurrenten Moderna und AstraZeneca haben auch die deutsche Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase 1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Pfizer am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit.

    Sechs Monate bis 11 Jahre

    Mit den klinischen Tests solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Vakzins bei mit Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht werden, hieß es weiter. "Wir sind stolz, diese dringend benötigte Studie für Kinder und Familien, die sehnlich auf eine mögliche Impfoption warten, zu machen", erklärte Pfizer. Das Vakzin könne hoffentlich ab Anfang kommenden Jahres auch bei dieser Altersgruppe eingesetzt werden.

    Nach Angaben auf der Website clinicaltrials.gov testet Pfizer drei verschiedene Dosierungen bei den jüngeren Kindern. Zuvor hatte das Unternehmen bereits begonnen, seinen Corona-Impfstoff auf Grundlage der mRNA-Technologie bei Kindern zwischen zwölf und 15 Jahren zu testen.

    J&J folgt bald

    Das US-Unternehmen Moderna sowie der britisch-schwedische Pharma-Konzern Astrazeneca hatten schon vor Biontech/Pfizer damit begonnen, ihre Corona-Impfstoffe an jüngeren Kindern zu testen. Der US-Hersteller Johnson & Johnson will diesem Beispiel bald folgen.

    Kinder bleiben in der Regel zwar von schweren Covid-19-Erkrankungen verschont, vereinzelt gibt es aber auch bei ihnen schwere Erkrankungen bis hin zu Todesfällen. Außerdem kann eine Corona-Infektion bei Kindern das gefährliche Entzündungssyndrom MIS-C auslösen. Davon abgesehen können infizierte Kinder das neuartige Coronavirus weitertragen. Zur Erreichung einer Herdenimmunität müssen in vielen Ländern auch die Kinder geimpft werden. (apa)

  • | Martin Stepanek

    EMA überprüft Thrombosengefahr

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA setzt ihre Überprüfung sehr seltener Fälle von Thrombosen bei dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca fort. In diesem Zusammenhang wird die EMA am 29. März eine Expertengruppe einberufen, um zusätzliche Beiträge zu ihrer Bewertung einzuholen. Dazu gehören Experten aus den Bereichen Hämatologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionskrankheiten und Virologie, aber auch zwei Vertreter der Öffentlichkeit, teilte die EMA am Donnerstag mit.

    Eine aktualisierte Empfehlung zu dem Impfstoff erwartet die Behörde zwischen 6. und 9. April. In der vergangenen Woche hatte die EMA ihre vorläufige Überprüfung mit der Einschätzung abgeschlossen, dass das Vakzin wirksam und sicher sei. Der Impfstoff sei nicht mit einem Anstieg des Gesamtrisikos von Blutgerinnseln verbunden. Zwar könne ein Zusammenhang zwischen einer Impfung und sehr seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nicht definitiv ausgeschlossen werden. Man sei jedoch weiter der Ansicht, dass die Vorteile des Vakzins die Risiken überwiegen.

    Zahleiche Länder - darunter Deutschland - hatten daraufhin ihren vorübergehenden Impfstopp mit AstraZeneca wieder aufgehoben. Forscher haben zudem bereits eine Therapie entwickelt, mit der die äußerst selten auftretenden Thrombosen behandelt werden können.

  • | Martin Stepanek

    AstraZeneca weist Vorwürfe zurück

    Nach dem Auftauchen von 29 Millionen Impfstoffdosen in Italien, die laut einem Zeitungsbericht für Großbritannien bestimmt waren, weist AstraZeneca die Vorwürfe nun in einer Stellungnahme zurück. Die besagten 29 Mio. Dosen seien für eine obligatorische Qualitätskontrolle gelagert worden. 16 Millionen Dosen seien für Europa bestimmt, von denen 10 Mio. Dosen nächste Woche an EU-Länder ausgeliefert werden. Der Rest sei nach Abschluss der Kontrollen für April geplant.

    Die restlichen 13 Mio. Dosen seien für den Versand an Länder mit niedrigem Einkommen reserviert und damit Teil der sogenannten COVAX-Initiative, die auch von der EU unterstützt werde. Weiters teilte AstraZeneca mit, dass die Charge an Impfstoff außerhalb Europas produziert worden sei und nach Italien zur Abfüllung gebracht wurde.

  • | Martin Stepanek

    Impfstoff in Tablettenform

    COVID-19-Impfungen könnten künftig nicht mehr injiziert, sondern oral als Tabletten eingenommen werden. Daran arbeitet die Pharmafirma Oravax, die bereits im Juni mit der Phase 1 einer klinischen Studie an Menschen starten will. Diese Art der Einnahme würde viele Vorteile mit sich bringen, gleichzeitig muss die Firma beweisen, dass eine Impfung in Tablettenform genauso wirksam ist wie die bereits zugelassenen Impfstoffe.

  • | Florian Christof

    AstraZeneca soll Millionen Impfdosen in Italien versteckt haben

    In einem Werk des Pharmakonzerns in Italien sollen 29 Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs geheim gelagert werden. Offenbar hatte das Unternehmen vorgehabt, die Dosen nach Großbritannien zu exportieren.

    Laut einem Bericht von La Stampa haben italienische Behörden die geheim gehaltenen Impfdosen entdeckt. Sollte sich der Vorfall bestätigen, wäre die Causa rund um AstraZeneca und der EU um eine Episode reicher.

    Denn der Pharmakonzern hat der Europäischen Union 120 Millionen Impfdosen für das 1. Quartal 2021 zugesichert. Geliefert wurden allerdings nicht mehr als 30 Millionen Dosen. Daher soll auf dem anstehenden EU-Gipfel über ein Ausfuhrverbot aus der EU für AstraZeneca verhandelt werden. (futurezone)

    AstraZeneca vaccination in southern Spain
  • | Florian Christof

    Wie die einzelnen Länder der Welt impfen

    Von europäischen Ländern über Brasilien bis zu Südkorea: So unterschiedlich impfen die einzelnen Länder der Welt gegen das Coronavirus. Ein Überblick.

  • | Florian Christof

    USA äußern Zweifel an neuer AstraZeneca-Studie

    Die Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffes seien womöglich nicht vollständig beziehungsweise veraltet, so die US-Gesundheitsbehörde. Die Aussagekraft der kürzlich veröffentlichten Daten werden angezweifelt.

    Die Details zur US-Kritik an der neuen AstraZeneca-Studie sind hier zu lesen.

  • | Gregor Gruber

    "Sputnik Light" schützt mit nur einer Dosis

    Die klinischen Studien für die abgespeckte Variante des russischen Sputnik-V-Impfstoffes sind nach Angaben des Gesundheitsministers Michail Muraschko abgeschlossen. „Sputnik-Light“ benötige nur eine Injektion, um Immunität zu erzeugen, erklärte Muraschko im staatlichen Fernsehen. Von Sputnik V müssen zwei Dosen geimpft werden. (Reuters)

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