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Impfstoff-Ticker

AstraZeneca liefert deutlich weniger Impfstoff an EU

  • Weltweit wird nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht.
  • Insgesamt sind knapp 200 verschiedene Kandidaten in Arbeit, einige haben die Zulassung in bestimmten Ländern bereits bekommen oder beantragt.
  • Erste Impfstoffe werden in Europa bereits seit Dezember ausgeliefert.
  • In Österreich wurden die ersten Personen am 27. Dezember 2020 geimpft.
  • Eine aktuelle und regelmäßig aktualisierte Übersicht gibt es auch bei der WHO.

Impfstoff-Ticker

  • | Franziska Bechtold

    AstraZeneca liefert 600.000 statt 2 Millionen Impfdosen

    Die EU braucht angeblich zu lange für eine Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffs. Deshalb soll sich das Unternehmen dazu entschieden haben, erst Nicht-EU-Länder zu beliefern. Das berichten die Kollegen vom KURIER. Für Österreich bedeutet das offenbar, dass im ersten Quartal nur 600.000 statt den geplanten 2 Millionen Impfdosen geliefert werden sollen. 

    Das habe Insidern zufolge AstraZeneca den Gesundheitsbehörden der EU in einer Videokonferenz mitgeteilt. Ob die Änderung überhaupt erlaubt ist, muss sich aber zeigen, da es zwischen der EU und AstraZeneca entsprechende Verträge gibt.

  • | Florian Christof

    Impfstoff kostet in Südafrika deutlich mehr als in Europa

    AstraZeneca verlangt für seinen Impfstoff in Südafrika wesentlich mehr als in Europa. Das Gesundheitsministerium in Johannesburg teilte am Donnerstag mit, dass das Pharmaunternehmen AstraZeneca für seinen Impfstoff umgerechnet 4,30 Euro in Rechnung stelle. Das ist etwa zweieinhalb Mal soviel wie die 1,80 Euro, die laut einer belgischen Staatssekretärin von den Europäern verlangt werden.

  • | Florian Christof

    Riesiges Feuer in weltweit größter Impfstoff-Fabrik

    In einem Gebäude des weltweit größten Impfstoffproduzenten in Indien ist am Donnerstag ein Großfeuer ausgebrochen. Dabei starben mindestens 5 Arbeiter, wie die Feuerwehr mitteilte.

  • | Franziska Bechtold

    Ungarn lässt Sputnik V zu

    Die ungarische Arzneimittelbehörde (OGyEI) hat dem russischen Anti-Corona-Impfstoff Sputnik V eine Notzulassung für den Gebrauch in Ungarn erteilt. Die Erlaubnis gelte sechs Monate und könne danach um weitere sechs Monate verlängert werden, berichtete das Nachrichtenportal „portfolio.hu“ am Donnerstag unter Berufung auf die Behörde.

    Nach Angaben des ungarischen Staatsfernsehsenders MTV muss noch ein zweites Amt, das Zentrum für Nationale Volksgesundheit (NNK), seine Zustimmung erteilen, damit Sputnik V in Ungarn verabreicht werden kann. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bislang zwei Impfstoffe westlicher Produzenten - den von Biontech-Pfizer und den von Moderna - für den Gebrauch in der EU zugelassen. Damit ist Ungarn das erste EU-Land, dass den russischen Impfstoff zulässt. Ein Antrag für die Zulassung von Sputnik V in der EU wurde bereits gestellt. Mit einer Prüfung werde im nächsten Monat gerechnet.

    In einem Gespräch mit dem staatlichen Kossuth-Radio hatte Orban die langsamen Lieferung der Impfstoffe über die EU kritisiert. Ungarn hat nach Angaben vom Donnerstag bisher 140.000 Impfungen verabreicht. Das Land hat knapp zehn Millionen Einwohner. Einer Umfrage des Instituts "Pulzus" zufolge sind nur 2 Prozent der ungarischen Bevölkerung bereit, sich den russischen Impfstoff spritzen zu lassen, 46 Prozent sind für jenen von Pfizer und Biontech. (dpa/apa) 

  • | Patrick Dax

    Zank um Impfstofflieferungen

    Weil die Europäische Arzneimittelagentur EMA festgestellt hat, dass aus einer Durchstichflasche 6 statt wie ursprünglich angenommen 5 Impfstoffdosen entnommen werden können, will Pfizer nun weniger Durchstichflaschen mit dem Impfstoff ausliefern. Das sorgt für Ärger.

  • | Patrick Dax

    Wissenschaftler überarbeiten AstraZeneca-Impfstoff

    Wissenschaftler der Universität Oxford überarbeiten den zusammen mit dem Konzern AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoff, damit dieser gezielt gegen die neuen, hochansteckenden Coronavirus-Mutationen eingesetzt werden kann, die in Großbritannien, Südafrika und Brasilien entdeckt wurden.

    Das berichtet die britische Zeitung „Telegraph“. Die Wissenschafter erstellen demnach eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Impfstoffs.

    AstraZeneca hatte am 12. Jänner einen Zulassungsantrag für seinen Impfstoff in der EU gestellt. (apa)

  • | Barbara Wimmer

    Warnung vor Impfstoff-Angeboten im Netz

    Immer mehr Betrüger versuchen per E-Mail Menschen dazu zu locken, Covid-19-Impfstoffe für teures Geld zu bestellen. Das Gesundheitsministerium sowie die Polizeibehörde Europol warnen davor.

  • | Martin Stepanek

    Studie: Impfstoff wirkt gegen Mutation

    Der Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech sollte bei mutierten Formen wie der kürzlich in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7. genau so gut wirken wie bei den bisher verbreiteten Virusstämmen. Zu diesem Schluss kommt eine kleine Studie von Biontech und Pfizer an 16 geimpften Teilnehmern, die einem synthetisch hergestellten Virus ausgesetzt wurden. Dieses war so konstruiert, dass es die gleichen Mutationen aufwies, die auch B.1.1.7. kennzeichnen.

    Die Antikörper im Blut der Probanden, die den Impfstoff erhalten hatten, neutralisierten dieses Pseudovirus genauso wirksam wie die Coronavirus-Version, für die das Produkt ursprünglich entwickelt wurde. Das mache es wahrscheinlich, dass der Impfstoff auch gegen die britische Variante schütze, hieß es in der am 20. Jänner veröffentlichten Studie.

    Pfizer und Biontech hatten bereits Anfang Jänner erste Ergebnisse veröffentlicht, die zeigten, dass der Impfstoff vermutlich vor einer Schlüsselmutation schützt, die in den ansteckenderen Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika nachgewiesen wurde. Biontech-Chef Ugur Sahin hatte im Dezember gesagt, aus wissenschaftlicher Sicht sei es sehr wahrscheinlich, dass der Impfstoff gegen die neue Variante schütze.

    Detaillierte Analyse angekündigt

    Biontech hatte angekündigt, in Kürze eine detailliertere Analyse der wahrscheinlichen Wirkung seines Impfstoffs auf die südafrikanische Variante zu veröffentlichen. Nach Einschätzung von Wissenschaftern sind die neuen Varianten ansteckender, es wird jedoch angenommen, dass sie nicht zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen. Auch andere Impfstoffhersteller wie AstraZeneca, Moderna und CureVac untersuchen, ob ihre Mittel vor den sich schnell ausbreitenden Coronavirus-Varianten schützen. (futurezone/apa)

    ISRAEL-HEALTH-VIRUS
  • | Patrick Dax

    Österreich bestellt 3,8 Millionen Biontech-Impfstoffdosen zusätzlich

    Österreich hat mehrere Millionen zusätzliche Dosen der Covid-Schutzimpfung von Biontech/Pfizer bestellt. Die Regierung werde den vollen Anteil aus dem zweiten Vorkaufvertrag der Europäischen Kommission über 200 Millionen Dosen in Anspruch nehmen. Der entsprechende Beschluss fiel am Mittwoch im Ministerrat, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung mit. „Damit bekommen wir in Österreich eine Menge von zusätzlichen 3,8 Millionen Dosen.“

    „Diese Gesamtmenge dient dabei als Beschleunigungsfaktor, da ein großer Teil dieser Menge nur dann bereits im zweiten und dritten Quartal 2021 geliefert wird, wenn die maximal mögliche Gesamtmenge in Anspruch genommen wird“, erläuterte Anschober. „Zudem besteht für die EU die Möglichkeit zusätzlich zu den 200 Millionen Dosen, aus einer weiteren Option zusätzliche 100 Millionen Biontech-Pfizer-Dosen abzurufen, das heißt in der Folge weitere 1,9 Millionen Dosen für Österreich, spätestens im vierten Quartal 2021“, berichtete der Gesundheitsressortchef.

    Bisher 150.000 Impfungen

    Das Ministerium ging davon aus, dass bis Mittwochnachmittag bisher insgesamt mehr als 150.000 Impfungen in Österreich durchgeführt wurden.Österreich habe sich mit in etwa 19 Millionen Impfstoffdosen zwar eine insgesamt ausreichende Mengen über die Vorkaufverträge auf EU-Ebene gesichert, jedoch herrsche aufgrund der tatsächlichen Verfügbarkeit derzeit noch akuter Impfstoffmangel, hieß es in der Aussendung. (apa)

    Pfizer BioNTech COVID19 vaccine in Poland
  • | Patrick Dax

    EU-Kommission will 70 Prozent Impfrate bis zum Sommer

    Bis zum Sommer sollen aus Sicht der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein.Bis März laute das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren.

    Die Ziele sind Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort soll auch die Frage erörtert werden, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll.

    Diskussion über Impfprivilegien

    Die EU-Kommission will zwar für ein möglichst genaues und in allen EU-Staaten anerkanntes Impfdokument plädieren. Daraus soll erkennbar sein, wer wann in welchem EU-Staat welchen Impfstoff bekommen hat. Dies soll auch helfen, etwaige Nebenwirkungen zurückzuverfolgen. Ob Geimpfte Vorteile genießen - zum Beispiel Zugang zu Restaurants und Kinos oder erleichterte Urlaubsreisen - soll jedoch den EU-Staaten überlassen bleiben. (apa)

  • | Martin Stepanek

    Hohe Antikörper-Antwort bei Pfizer

    Ob die Corona-Impfstoffe nicht nur vor einer schweren COVID-19-Erkrankung schützen, sondern auch die Weitergabe des Virus verhindern, ist immer noch nicht geklärt. Aus Israel kommen diesbezüglich aber nun erstmals vielversprechende Daten. Eine Untersuchung von 102 Personen aus dem Gesundheitsbereich zeigte, dass der Körper bei 98 Prozent der Geimpften eine starke Immunreaktion auslöste.

    Der Wert der gebildeten Antikörper war bei diesen Personen so hoch, dass eine Weitergabe des Virus absolut unwahrscheinlich erscheine. Die Studienautoren teilten mit, die Ergebnisse seien sogar besser ausgefallen als erwartet. Die Anzahl der Antikörper nach einer zweiten Dosis übersteige auch die Antikörperbildung bei Personen, die eine schwere Corona-Erkrankung durchgemacht haben, um ein Vielfaches.

    Pfizer verweist auf Februar

    Bei Pfizer selbst wollte man die Hypothese bisher nicht bestätigen. In Tierversuchen habe man zwar nachweisen können, dass nach einer Impfung das Virus nicht weitergegeben werde. Beim Menschen müsse der endgültige Beweis noch erbracht werden, teilte Pfizer-CEO Albert Bourla vergangene Woche bei einer Veranstaltung mit. Neue konkrete Daten werde man im Februar zur Verfügung stellen.

    A elderly woman receives a booster shot of her vaccination against the coronavirus disease (COVID-19) at an assisted living facility, in Netanya
  • | Gregor Gruber

    AstraZeneca bekommt vielleicht nur Teilzulassung

    Der britische Impfstoff AstraZeneca lässt Experten weiterhin zweifeln. Grund sind die Studien des Herstellers, die Mängel bei der Altersgruppe über 65 Jahren aufweisen sollen. Demnach könnte es laut Experten sein, dass gerade bei dieser Risikogruppe der Impfstoff weniger effektiv ist, als er es sein sollte.

    Deshalb werde angeblich in Erwägung gezogen, die Zulassung in der EU von AstraZeneca entweder zu verschieben oder nur für bestimmte Personen zuzulassen. Denkbar sei, dass nur Menschen unter 55 Jahren den Impfstoff bekommen. 55 Jahre gilt als allgemein festgelegter Wert für Impfungen, da ab diesem Alter das Immunsystem von Menschen anders auf die Vakzine reagiert.

    So eine Teilzulassung würde die Logistik erschweren. Außerdem müsse die Anzahl der bestellten Impfdosen von Biontech, Moderna und AstraZeneca neu kalkuliert und gegebenenfalls angepasst werden. Zudem sei es schwierig, der Bevölkerung zu erklären, dass die verfügbaren Impfstoffe von unterschiedlicher Qualität sind, heißt es aus Regierungskreisen gegenüber dem Standard. Dies könne für Unsicherheiten in der Bevölkerung sorgen. So könnten sich etwa manche nicht impfen lassen, weil sie für das AstraZeneca-Vakzin eingeteilt wurden und dessen Wirksamkeit anzweifeln.

  • | Florian Christof

    Weniger Impfstoff von Pfizer

    Beim Biontech/Pfizer-Impfstoff erwartet Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nun auch für Österreich Lieferverzögerungen. Kurz sagte am Montag in Wien, kurzfristig würde ungefähr 20 Prozent weniger Impfstoff für Österreich zur Verfügung stehen. Die Lieferung soll im Februar nachgeholt werden. Dies sei „nicht wünschenswert“, aber „wir müssen unsere Strategie adaptieren“.

    „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es zu gewissen Lieferverzögerungen kommt“, sagte Kurz. Grundsätzlich gebe es mit Pfizer eine gute Zusammenarbeit. Der Kanzler äußerte sich nach einer Videokonferenz mit den Regierungschefs der sogenannten „First Mover-Länder“ Australien, Dänemark, Griechenland, Israel, Norwegen und Tschechische Republik zum Austausch über die Pandemie-Bekämpfung und die Impfstrategien der unterschiedlichen Länder.

    Kurz fordert rasche AstraZeneca-Zulassung durch EMA

    Kurz will gemeinsam mit Dänemark und Griechenland in der EU darauf drängen, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von AstraZeneca rasch und unbürokratisch zulässt. „Für uns zählt jede Woche“, betonte Kurz. AstraZeneca könne alleine für Österreich im ersten Quartal bis zu zwei Millionen Dosen liefern. Außerdem verlangte Kurz möglichst einheitliche Reisebestimmungen in der EU, insbesondere was die Einreise aus Drittstaaten betrifft. Landeverbote würden nur bedingt Sinn machen, wenn man über andere Länder ausweichen könne. Die zuletzt festgestellt brasilianische Virus-Mutation „bereitet uns natürlich große Sorge“, so Kurz.

    Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen sich am Donnerstagabend in einer Videokonferenz weiter zum Kampf gegen die Corona-Pandemie und zur Impfung koordinieren.

    Mit seinen Amtskollegen aus diesen Ländern berät sich Kurz in Abständen hinsichtlich der Coronakrise. Die Länder hatten die erste Welle der Pandemie durch früh gesetzte strikte Maßnahmen ähnlich gut gemeistert wie Österreich. Inzwischen hat sich das Bild jedoch geändert, sodass die meisten „Smarten Mover“ heute ebenfalls mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen haben. Nach aktuellen Zahlen der EU-Agentur ECDC steht die europäische Corona- Ampel nur in Griechenland, weiten Teilen Norwegens, Finnland und Island derzeit nicht auf rot, sondern auf orange. (apa)

  • | David Kotrba

    Englische Kathedralen werden zu Impfzentren

    Beim Impfen von Millionen von Menschen innerhalb weniger Wochen setzt man in England zum Teil auf ungewöhnliche Kulissen. Am Wochenende wurden Hunderte in der mehr als 800 Jahre alten, berühmten Kathedrale im südenglischen Salisbury zu den Klängen der Orgel gepikst. Auch in Lichfield im Norden Englands impften Mediziner in einer Kathedrale, eine weitere soll am Montag folgen. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, so dass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

    Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt, vor der am Wochenende viele Senioren Schlange standen, auf Twitter als "glamourösestes Impfzentrum Großbritanniens". Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte der Nachrichtenagentur PA: "Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen großartigen Impfstoff zu verteilen."

    Ein Präparat mehr als in der EU

    Insgesamt sind in Großbritannien inzwischen mehr als 3,5 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. "Ich freue mich, dass mehr als die Hälfte aller Über-80-Jährigen geimpft worden sind", twitterte Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag. Die Regierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis Mitte Februar 15 Millionen Menschen - und damit die am meisten gefährdeten Gruppen - zu impfen.

    Neben dem Biontech/Pfizer-Impfstoff, der wie das Moderna-Mittel auch in der EU zugelassen ist, steht Großbritannien mit dem heimischen Vakzin der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca ein weiteres Präparat zur Verfügung. Die EU-Zulassung dieses Impfstoffs wird erst Ende Januar erwartet.

  • | Martin Stepanek

    EU versucht wegen Pfizer zu beruhigen

    Trotz der Verzögerungen des Pharmakonzerns Pfizer bei der Produktion des Corona-Impfstoffs hält das Unternehmen die Lieferzusagen für die EU nach Angaben von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen im ersten Quartal 2021 ein. Sie habe die Berichte dazu mitbekommen und daraufhin sofort den Pfizer-Chef angerufen, sagte von der Leyen am Freitag bei einem Besuch in Lissabon.

    Dieser habe erklärt, dass es in den kommenden Wochen eine Produktionsverzögerung gebe. Zugleich habe er jedoch versichert, dass alle garantierten Dosen im ersten Quartal auch geliefert würden. Er werde sich persönlich darum kümmern, die Verzögerung zu reduzieren und so schnell wie möglich aufzuholen. Pfizer hatte am Freitag selbst mitgeteilt, mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen zu rechnen. Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich „vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Jänner bis Anfang Februar auswirken“.

    Einige Fragen offen

    Fragen danach, wie viele Impfstoff-Dosen aufgrund der Probleme zunächst weniger geliefert würden, beantwortete von der Leyen nicht. Dies müsse das Unternehmen beantworten. Sie verwies jedoch darauf, wie wichtig es sei, dass die zugesagten Dosen bis Ende März geliefert würden.

    Weil es innerhalb eines bestimmten Zeitraums zwei Impfungen des Impfstoffs von Pfizer und seines deutschen Partners Biontech brauche, gebe es auch die medizinische Notwendigkeit, dass der Impfstoff rechtzeitig geliefert werde. Das Gesundheitsministerium in Wien bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur APA, dass nach den Gesprächen zwischen EU und Pfizer die für Österreich vorgesehenen Dosen gesichert sind.  (apa)

    Pfizer BioNTech COVID19 vaccine in Poland
  • | Gregor Gruber

    Pfizer reduziert Impfstoff-Lieferungen für Europa

    Pfizer hat nach Angaben der norwegischen Behörden vor Lieferkürzungen beim Impfstoff gewarnt, der gemeinsam mit Biontech entwickelt wurde. „Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen“, erklärte am Freitag das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden „ab kommender Woche“ erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern.

    „Es ist derzeit nicht klar, wie lange es genau dauern wird, bis Pfizer seine maximale Produktionskapazität erreichen wird, die von 1,3 Milliarden auf zwei Milliarden Dosen jährlich steigen soll“, hieß es in der Erklärung weiter. Angaben über die Liefermengen für ganz Europa wurden nicht gemacht, nur für Norwegen: Demnach werden für das skandinavische Land in der kommenden Woche nur 36.075 Impfstoffdosen erwartet, zuvor waren es 43.875. Dies entspricht einem Minus von fast 18 Prozent.

    Das Gesundheitsministerium konnte zunächst auf Nachfrage keine Information geben, ob diese Ankündigung auch Auswirkungen auf Österreich haben wird. Die EU wird jedoch noch am Freitagnachmittag Gespräche mit Pfizer beginnen, bei denen auch Österreich vertreten sein wird. Erst dann werde man die Folgen einschätzen können.

    Der Impfstoff von Biontech und Pfizer war als erstes Vakzin gegen das Coronavirus in der Europäischen Union (EU) zugelassen worden. Er wird bereits weitflächig eingesetzt. Als zweiter Impfstoff erhielt inzwischen auch das Mittel des US-Herstellers Moderna eine europaweite Zulassung, der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Türkei: Angeblich eine halbe Million Menschen in 2 Tagen geimpft

    In der Türkei sind in den ersten beiden Tagen der Impfkampagne mehr als eine halbe Million Menschen geimpft worden. Bis Freitagmittag wurde das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac Biotech 523.338 Menschen gespritzt, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

    Das sind vergleichsweise hohe Zahlen. In Indonesien, wo ebenfalls das Sinovac-Mittel zum Einsatz kommt, waren es nach Angaben eines ranghohen Vertreters des dortigen Gesundheitsministeriums in den vergangenen zwei Tagen 15.301 Impflinge. Beim Sinovac-Impfstoff haben sich unterschiedliche Wirkungsraten gezeigt, weshalb es zum Teil Kritik an dem Mittel gegeben hat. (Reuters)

  • | Franziska Bechtold

    Wien startet Impfkampagne

    In Wien startet heute, Freitag, die erste große Impfkampagne gegen das Coronavirus. Rund 11.000 Menschen sollen an den kommenden vier Tagen in der Messe Wien ihre erste Impf-Dosis erhalten. Der Großteil dieser Dosen ist für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und deren Mitarbeiter reserviert. Aber auch Personal von Rettungsdiensten und der mobilen Pflege sowie einige Hebammen werden an den insgesamt 14 Impfstraßen immunisiert.

    An den zu vergebenden Termine gab es im Vorfeld großes Interesse unter den Zielgruppen. So waren etwa die 8.500 Slots, die für Ärzte und Ordinationspersonal reserviert waren, binnen 24 Stunden ausgebucht. Parallel zur Kampagne in der Messe läuft die Verabreichung des Impfstoffs in den Wiener Spitäler und Seniorenheimen weiter. Danach sollen Über-80-Jährige außerhalb von Betreuungseinrichtungen und Hochrisikogruppen geimpft werden. Geplanter Impfstart ist hier Mitte Februar.

  • | Franziska Bechtold

    Impf-Dashboard zeigt "Live-Prognose" an

    Die Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums und die bisher im Impfregister eingetragenen Daten gehen stark auseinander. Das liegt daran, dass es sich bei den Zahlen des Dashboard nur um eine Prognose handelt.

  • | Franziska Bechtold

    Angebote im Darknet versprechen Impf-Dosen gegen Bitcoin

    Wovor Sicherheitsforscher gewarnt haben, ist nun Realität geworden: Der Markt für gefälschte Impfstoffe im Darknet wächst rasant an. Die Sicherheitsfirma CheckPoint und Europol warnten bereits im Dezember davor, dass sich hinter solchen Angeboten meist gefälschte Medikamente oder Malware verstecken. Betrüger hatten damals bereits angebliche Impfstoff-Dosen, unter anderem von Pfizer/Biontech, gegen Bitcoin zum Kauf angeboten. Die Preise beliefen sich auf durchschnittlich 250 Euro pro Dosierung. 

    Im Jänner sei das Geschäft nun nochmal um 400 Prozent angestiegen, so CheckPoint. Waren es im Dezember noch 8 Seiten mit solchen falschen Angeboten, fanden die Sicherheitsforscher nun 34 Seiten mit insgesamt 340 solcher Angebote. Auch die Preise stiegen an, die Betrüger verlangen nun zwischen 410 und 822 Euro pro Impf-Dose. 

    Statt einzelnen Dosen verkaufe man jetzt auch Pakete, was die Forscher als Ausweitung des Geschäftsfeldes interpretieren. Personen sollen motiviert werden, Impfstoffen für Freunde und Familie einzukaufen und dabei auch deutlich höhere Preise zahlen. Ein Verkäufer bot sogar 10.000 Dosen für 24.657 Euro an.

    Die Angebote werden von den Betrügern häufig mit einem gefälschten Freigabesiegel der Prüfstellen, etwa der US-amerikanischen FDA, versehen ohne weitere Informationen über den Impfstoff zu liefern. CheckPoint wollte bei einem Testkauf einen chinesischen Impfstoff um umgerechnet 616 Euro im Darknet bestellen. Nach der Zahlung traf die Lieferung jedoch nie ein und das Konto des Verkäufers wurde kurze Zeit danach gelöscht. 

  • | Andreea Iosa

    Johnson & Johnson: Einzeldosis des Corona-Vakzins löst Immunantwort aus

    Laut Studienergebnissen ist der Corona-Impfstoff Vakzins Ad26.COV2.S von Johnson & Johnson bei nur einer einzelnen Dosis sicher und löst eine Immunantwort bei jungen und älteren Freiwilligen aus. Untersucht wurden 805 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 55 Jahren. Jene ab 65 Jahren erhielten eine höhere oder niedrigere Dosis. Einige der Teilnehmer zwischen 18 und 55 erhielten auch eine zweite Dosis.

    Die meisten der Probanden entwickelten nach 28 Tagen neutralisierende Antikörper. Am 57. Tag waren bei allen Freiwilligen Antikörper nachweisbar, unabhängig von Altersgruppe oder Dosis. Bei den 18- bis 55-Jährigen für mindestens 71 Tage.

    Nebenwirkungen

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Schmerzen an der Einstichstelle. Bei den älteren Probanden, die nur eine Dosis und jene, die eine geringere Dosis erhielten, traten Nebenwirkungen seltener auf. 

    Die Studienergebnisse der Phase I und II deuten damit darauf hin, dass eine einzelne Dosis bereits ausreicht, um nachhaltig Antikörper zu bilden. Die Resultate wurden am Mittwoch im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

    Phase III umfasst 45.000 Probanden – Johnson & Johnson will die Ergebnisse noch in diesem Monat veröffentlichen. 

    EU-Zulassungsantrag

    Der US-Pharmakonzern will voraussichtlich im Februar den
    Zulassungsantrag für seinen Covid-19-Impfstoff in der
    Europäischen Union stellen. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides angekündigt.

     Ein Sprecher von Kyriakides erklärte, er könne keine konkreten
    Angaben hinsichtlich eines Zulassungsantrags machen. Man hoffe
    aber, dass dieser in den nächsten Wochen eingereicht werde. J&J und die Europäische Arzneimittelbehörde EMA, bei der der
    Antrag gestellt werden muss, waren zunächst nicht für eine
    Stellungnahme erreichbar.

    Die EMA hatte im Dezember erklärt, sie
    rechne mit einem Antrag von J&J im ersten Quartal. Bislang sind in der Europäischen Union der Covid-19-Impfstoff der Partner BioNTech und Pfizer zugelassen sowie der von Moderna.

    Corona-Imfpung
  • | Gregor Gruber

    Zweifel an chinesischem Impfstoff

    In Indonesien begann am Mittwoch die Impfkampagne mit dem chinesischen Impfstoff von Sinovac. Unter Ärzten wurden aber kritische Stimmen laut. „Ich lehne keine Impfstoffe ab, ich lehne die von Sinovac ab“, sagte Yusdeny Lanasakti, ein Arzt aus Ost-Java, der sich Sorgen über die Wirksamkeit des Impfstoffs machte. Indonesien hatte das Mittel als erstes Land außerhalb Chinas zugelassen. Dort sollten zuerst die fast 1,5 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen geimpft werden.

    Brasilianische Wissenschafter hatten am Dienstag neue Daten veröffentlicht, wonach der Impfstoff in einer Studie in dem südamerikanischen Land zu 50,4 Prozent wirksam war. Vor einer Woche hatten sie noch von einer Wirksamkeit von 78 Prozent berichtet. In den neuen Daten sei nun eine Gruppe von Probanden berücksichtigt, die trotz Impfung eine „sehr milde Infektion“ entwickelt habe, die keine klinische Versorgung benötige, erklärte das zuständige Forschungsinstitut Butantan, Ricardo Palacios.

    Abweichende Werte

    Indonesien hatte dem Vakzin eine Notfallgenehmigung auf Basis vorläufiger Daten erteilt, die eine Wirksamkeit von 65,3 Prozent zeigten. Türkische Forscher haben aus der Studie mit dem Mittel in ihrem Land einen Zwischenwert von 91,25 Prozent angegeben. Die Studien in den Ländern seien unterschiedlich gestaltet, aber die getesteten Dosen stammten aus derselben Charge, sagte Sinovac-Chef Yin Weidong. „Die Ergebnisse der Phase-III-Studien reichen aus, um zu beweisen, dass die Sicherheit und Wirksamkeit des CoronaVac-Impfstoffs weltweit gut ist“, erklärte er.

    Die indonesische Firma Bio Farma, die an den Studien beteiligt war, wies darauf hin, dass die Daten oberhalb der Mindesteffektivität von 50 Prozent liegen, die die Weltgesundheitsorganisation WHO gefordert hatte. Die indonesische Ärztekammer rief zur Nutzung des Mittels auf.

    Thailand erklärte, dass Land befinde sich trotz der brasilianischen Daten auf Kurs, den Impfstoff ab dem kommenden Monat zu empfangen und zu verabreichen. Malaysia, das sich noch in Verhandlungen über Lieferungen für den Impfstoff befindet, will dagegen den Einkauf nach Angaben eines Ministers nur fortsetzen, wenn das Mittel die heimischen Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards erfüllt. Die klinischen Daten würden vor einer Entscheidung geprüft. Auch Singapur, das einzige einkommensstarke Land - mit dem Sinovac bisher einen Deal abgeschlossen hat - will weitere offizielle Daten vor einer Zulassung abwarten. (apa)

  • | Thomas Prenner

    Neues Impf-Dashboard ist online

    Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums ist am Dienstagabend ein Dashboard online gegangen, das den Stand der Corona-Impfungen anzeigt. Dort ist ersichtlich, wie viele Menschen in Österreich bereits gegen COVID-19 geimpft wurden. 

    Allerdings nur theoretisch - die Zahlen basieren nicht auf tatsächlich durchgeführten Impfungen, sondern werden anhand der ausgelieferten Impfstoffe berechnet. Aufgeschlüsselt ist das Ganze auch nach Bundesland. Darüber hinaus zeigt das Dashboard die Zahl von den österreichischen Gesundheitseinrichtungen im e-Shop der Bundesbeschaffung GmbH angeforderte Impfdosen an. 

    Dienstagabend waren laut Dashboard rund 53.000 Personen geimpft, 130.000 Dosen wurden angefordert. Am Spitzenplatz liegt demnach Vorarlberg mit etwas mehr als 1,5 Impfungen pro 100 Einwohner. Zuvor gab es Kritik, dass derartige Daten nicht bundesweit zur Verfügung gestellt wurden.

  • | Martin Stepanek

    Impfstoff mit inaktivierten Corona-Viren geplant

    Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva und die EU verhandeln über die Lieferung von bis zu 60 Millionen Dosen eines neuen Covid-19-Impfstoffes, der im zweiten Halbjahr 2021 zugelassen werden könnte. Dabei handelt es sich um ein Präparat, das anders als die bereits zugelassenen auf einen herkömmlichen Ansatz beim Impfen setzt. Hinter dem Kandidatennamen VLA2001 verbirgt sich ein Impfstoff, der inaktivierte Viren enthält.

    Bei inaktivierten Impfstoffen wird der Körper mit unschädlich gemachten Viren konfrontiert. Dadurch setzt sich das körpereigene Abwehrsystem mit dem Erreger auseinander und entwickelt die notwendige schützende Immunantwort. Dieser Ansatz ist seit vielen Jahrzehnten erprobt. Das französisch-österreichische Impfstoffunternehmen Valneva hat die klinische Entwicklung seines Kandidaten mit inaktivierten Coronaviren am Standort Wien geplant und durchgeführt, sowie Herstellung und Qualitätsmanagement organisiert.

    Längerfristiges Potenzial

    Großbritannien hat 60 Millionen Dosen des experimentellen Vakzins bestellt, die 2021 ausgeliefert werden sollen, sowie eine Option auf weitere 130 Millionen Dosen. Dass man mit dem klassischen Ansatz nicht bei den ersten Zulassungen dabei sein wird, sei "bewusst gewählt" gewesen, sagte Valneva Austria-Chef Thomas Lingelbach in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur APA Ende November 2020. Das längerfristige Potenzial sei trotzdem gegeben.

    VLA2001 besteht aus inaktivierten ganzen Viruspartikeln von SARS-CoV-2 mit hoher S-Protein-Dichte, in Kombination mit zwei Adjuvantien, Alum und CpG 1018. Es werde erwartet, dass der Impfstoff VLA2001 Standard-Kühlkettenbedingungen (zwei Grad bis acht Grad Celsius) benötigt. Valneva hat Standorte in Österreich, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Kanada und den USA und beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter. (apa/red)

  • | Gregor Gruber

    Großimpfaktion in Wien

    Wien wird von 15. bis 18. Jänner eine erste Corona-Großimpfaktion in der Messe Wien organisieren. Rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich - also Ärzte und Ordinationspersonal im niedergelassenen Bereich, Pfleger, Sanitäter oder Hebammen - können dort ihre erste Dosis erhalten. Dazu werden in der Messe 14 Impfstraßen aufgebaut, teilten Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (beide SPÖ) am Dienstag mit.

    Ab 18. Jänner kann sich dann jeder für eine Coronaimpfung vormerken lassen. An diesem Tag ist ab 10.00 Uhr eine Registrierung online möglich. Sobald Termine verfügbar sind, wird man verständigt. Den Auftakt werden auch in Wien ältere Personen machen: Menschen ab einem Alter von 80 Jahren, die nicht in Pensionistenwohnhäusern leben, können spätestens ab Mitte Februar geimpft werden, wurde heute angekündigt. Dafür werden schrittweise Impfstraßen eingerichtet, wie es sie zuletzt auch bei der Grippe-Impfkampagne gegeben hat.

    In den Wiener Krankenanstalten wurde bereits Ende Dezember zur Nadel gegriffen. Diese Woche startet nun aber die Vakzin-Verabreichung in den Spitälern in großem Rahmen. Den Auftakt macht heute das AKH, das Allgemeine Krankenhaus. Insgesamt stehen bis Ende der Woche für 11.400 Beschäftigte Dosen zur Verfügung. Zählt man die bereits Geimpften dazu, werden dann rund 12.500 Beschäftigte in den Krankenanstalten ihre erste Teilimpfung gegen Covid-19 erhalten haben, wie heute erläutert wurde.

    Ebenfalls schon vor dem Jahreswechsel angelaufen ist die Immunisierung der Bewohner und Mitarbeiter in den Wiener Alten- und Pflegeeinrichtungen. Sie wird in den nächsten Wochen kontinuierlich fortgesetzt. Mithilfe mobiler Teams und in Kooperation mit niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten soll dieser Bereich bis Ende Februar durchgeimpft sein. (apa)

  • | Gregor Gruber

    AstraZeneca reicht Antrag auf Zulassung ein

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will bis Ende Januar die Bewertung für eine mögliche Zulassung des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca abschließen. Bis zum 29. Januar könnte der zuständige Ausschuss der EMA eine Entscheidung über das Vakzin fällen, teilte die EMA am Dienstag mit.

    Die Behörde habe von AstraZeneca einen Antrag auf bedingte Marktzulassung erhalten. Großbritannien hatte Ende Dezember als erstes Land weltweit grünes Licht für den Impfstoff, den AstraZeneca mit der Universität Oxford entwickelt hat, gegeben.

    Laut einer ersten Studie ist der Impfstoff zu 70 Prozent effektiv. Mehr dazu lest ihr hier: Studie: AstraZeneca-Impfstoff höchstens zu 70 Prozent wirksam

  • | Gregor Gruber

    Heuer keine Herdenimmunität

    Die WHO geht davon aus, dass 2021 kein Staat eine Herdenimmunität durch Impfungen erreichen wird. Mehr dazu lest ihr hier: WHO: Herdenimmunität wird 2021 nicht erreicht

  • | Gregor Gruber

    So lange wirkt Moderna

    Noch ist nicht ganz klar, wie lange eine Corona-Impfung vor der Erkrankung schützen wird. Einige befürchten, die Schutzwirkung könnte schon nach wenigen Monaten wieder verflogen sein - ähnlich wie der Schutz durch Antikörper nach einer COVID-Genesung.

    Der COVID-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sollte nach Angaben des Unternehmens mindestens ein Jahr lang wirken. Moderna will dieses Jahr zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Dosen des Impfstoffs ausliefern.

  • | Thomas Prenner

    Biontech will 2021 deutlich mehr Covid-Vakzine herstellen

    Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech wird 2021 deutlich mehr Covid-19-Impfstoff herstellen als bisher geplant. Biontech gehe nun von einer Produktionskapazität von rund zwei Milliarden Impfdosen aus, teilte die Firma am Montag in einer Investorenpräsentation mit. Bisher hatten Biontech und sein US-Partner Pfizer angepeilt, bis zu 1,3 Milliarden Dosen bis Ende des Jahres 2021 herzustellen.

    Als Grund führte der Impfstoffhersteller eine „kontinuierliche Verbesserung der Prozesse“ und eine Erweiterung der bestehenden Werke an. Die neue Einschätzung beruht auch darauf, dass mehr Lieferanten und Vertragshersteller gewonnen werden könnten.

    Biontech erklärte zudem, die neue Prognose berücksichtige, dass nun aus einem Impffläschchen sechs statt bisher fünf Impfdosen entnommen werden können. Dafür hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben. Die Zahl der zu verimpfenden Dosen kann dadurch deutlich erhöht werden.

    32,9 Millionen Dosen ausgeliefert

    Bis zum 10. Jänner sind von dem Covid-19-Impfstoff, der inzwischen in mehr als 45 Ländern zugelassen ist, 32,9 Millionen Dosen ausgeliefert worden. 50 Millionen Dosen waren bis Ende 2020 vorproduziert und bereit zur Auslieferung nach Zulassung. „Da die Auslieferung bedarfsgerecht erfolgen soll, um die korrekte Lagerung sicherzustellen, haben wir noch nicht alle vorproduzierten Dosen ausgeliefert. Das hing mit den Zulassungen Ende Dezember zusammen“, erklärte eine Biontech-Sprecherin. Die Lieferpläne seien mit den Ländern beziehungsweise der EU vereinbart worden.

    In der vergangenen Woche hatte die Europäische Union angesichts anhaltend hoher Corona-Neuinfektionen deutlich mehr Dosen von dem Impfstoff gesichert. Die Bestellung wurde um weitere bis zu 300 Millionen Einheiten verdoppelt. Die Lieferung der zusätzlichen Impfstoffdosen ist für das zweite Quartal 2021 geplant.

    Nationwide vaccination campaign against Covid 19 Coronavirus in France
  • | Franziska Bechtold

    AstraZeneca-Impfstoff nach neuesten Ergebnissen nur zu 70 Prozent wirksam

    Der Impfstoff ist neuesten Ergebnissen zu Folge zwar weniger wirksam als die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna. Er lässt sich aber deutlich einfacher bei 2 bis 8 Grad lagern.

  • | Florian Christof

    Corona-Impfstoffe von Pfizer und Moderna im Vergleich

    Alle Fragen und Antworten über die Impfstoffe von Moderna und Pfizer: Wo liegen die Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten haben die Vakzine.

  • | Florian Christof

    Israel hat bereits 20 Prozent seiner Bürger geimpft

    Drei Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel sind bereits 20 Prozent der Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Sonntag auf Twitter mit, rund 1,8 Millionen Israelis hätten die erste Impfdosis erhalten. Insgesamt hat das kleine Mittelmeerland mehr als 9 Millionen Einwohner.

    Am Sonntag begann die Impfung des medizinischen Personals mit der zweiten Dosis. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (71) hatte am Samstagabend seine 2. Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die Regierung will bis Ende März alle Bewohner des Landes impfen, die älter als 16 Jahre sind.

    Nach Medienberichten hat Israel eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer geschlossen, die dies ermöglichen soll. Insgesamt solle Israel zehn Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs erhalten.

    Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, sagte Netanjahu am Donnerstag. Es solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

    Israel befindet sich gegenwärtig im dritten Corona-Lockdown, weil die Infektionszahlen zum Jahresende wieder deutlich angestiegen waren. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, es seien binnen 24 Stunden 5.030 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am jüdischen Ruhetag Sabat sind die Corona-Zahlen üblicherweise deutlich geringer als an anderen Wochentagen, weil weniger getestet wird. (dpa)

  • | Andreea Iosa

    Jeder zweite Österreicher würde sich impfen lassen

    Die Hälfte der Österreicher ist bereit, sich impfen zu lassen, wie Profil berichtet. 31 Prozent würden sich „ganz sicher“ impfen lassen, wenn sie ab sofort die Möglichkeit hätten und 20 Prozent sagen „eher ja“. 24 Prozent hingegen lehnen eine Impfung strikt ab, 19 sind „eher“ abgeneigt. Zu diesem Schluss kam eine für das Nachrichtenmagazin durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Unique research.

  • | David Kotrba

    Mehr Dosen aus der Ampulle

    Der knappe Corona-Impfstoff soll für mehr Menschen reichen als bisher gedacht. Denn seit Freitagnachmittag kann aus den gelieferten Ampullen mehr von dem schützenden Serum entnommen werden. Die Mengen könnten sich so voraussichtlich um bis zu 20 Prozent steigern, teilten die europäische Arzneimittelbehörde EMA und ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag mit. EU-weit gibt es zudem eine neue Vereinbarung über bis zu weitere 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und seines US-Partners Pfizer.

    Um die Zahl der einzelnen Dosen zu steigern, ließ die europäische Arzneimittelbehörde EMA zu, dass sechs statt bisher fünf Dosen aus einer Ampulle von Biontech/Pfizer gezogen werden dürfen, wie der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mitteilte. Diese Möglichkeit wird bereits seit Tagen diskutiert und geprüft.

    Das Verfahren ist allerdings in der Umsetzung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So seien entsprechende Spritzen nötig, um sechs Dosen aus einer Ampulle zu ziehen, sagte der Sprecher. Man könne in mehreren Ampullen verbleibenden Impfstoff nicht einfach zusammengießen.

  • | Thomas Prenner

    EU bestellt mehr Impfstoff von Biontech/Pfizer

    Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen.

    75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

  • | Thomas Prenner

    Biontech-Vakzin gegen derzeitige Mutationen wirksam

    Der Impfstoff der Partner Biontech und Pfizer dürfte laut einer vom US-Arzneimittelhersteller durchgeführten Studie gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virusvarianten wirken. „Wir haben jetzt 16 verschiedene Mutationen getestet, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen hatte. Das sind die guten Nachrichten“, sagte einer der führenden Wissenschaftler für virale Impfstoffe bei Pfizer. „Das heißt aber nicht, dass die 17. keine Auswirkungen haben wird.“

    Die noch nicht von Fachleuten begutachtete Studie von Pfizer und Wissenschaftern der medizinischen Abteilung der Universität Texas zeigt, dass der Impfstoff das Virus auch bei einer Veränderung am sogenannten Spike-Protein wirksam neutralisiere.

    Coronavirus - Tübingen
  • | Franziska Bechtold

    Curevac hofft auf Impfstoff-Zulassung im Sommer

    Impfstoff-Hersteller Curevac ist zuversichtlich, bis zum Sommer eine Zulassung für sein Vakzin zu erhalten. Nun schloss man eine Corona-Impfstoff-Allianz mit der deutschen Firma Bayer. Der Pharmariese und der Impfstoffentwickler schlossen einen Kooperations- und Servicevertrag mit dem Ziel, mehrere hundert Millionen Impfdosen weltweit zu vermarkten, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. 

    Der Vertrag sieht vor, dass Bayer bei der weiteren Entwicklung und Bereitstellung des Covid-19-Impfstoffs sowie bei lokalen Aktivitäten Curevac in ausgewählten Ländern unterstützt. Der Impfstoffentwickler bleibe Inhaber der Marktzulassung für das Produkt in der EU. Bayer erhalte inzwischen Optionen, um Inhaber der Marktzulassung in anderen Märkten außerhalb Europas zu werden. Geplant sei die Produktion von mehreren hundert Millionen Dosen des Impfstoffs, sobald die Arzneimittelbehörden die Zulassung erteilt hätten.

    Curevac hat im Juni mit der klinischen Erprobung seines Vakzins begonnen und startete vor Weihnachten die zulassungsrelevante Studie mit mehr als 35.000 Teilnehmern. Erste Ergebnisse werden im ersten Quartal 2021 erwartet. Er basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie Moderna auf einer neuen Technologie, der sogenannten Boten-RNA (mRNA), die den menschlichen Zellen die Information zur Produktion von Proteinen und damit zur Bekämpfung der Krankheitserreger vermitteln soll. In der Phase-I-Studie, an der mehr als 250 Probanden teilnahmen, wurde der Impfstoff in verschiedenen Dosierungen getestet. Er zeigte eine gute Verträglichkeit und eine ausgewogene Immunantwort. Der deutsche Bund unterstützt das Projekt mit bis zu 252 Millionen Euro, im Sommer war er mit 300 Millionen Euro bei Curevac eingestiegen.

  • | Franziska Bechtold

    Massenimpfung: Wien will Infrastruktur aufbauen

    Die erste Phase der Impfungen hat begonnen und die Stadt Wien plant bereits für die Zeit danach. Dann solle die Impfung nicht nur bei speziellen Zielgruppen zum Einsatz kommen. Man werde wohl im zweiten Quartal mit der flächenmäßigen Impfung beginnen, sagte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag beim Medientermin anlässlich des bevorstehenden Starts der Massentests. Diese könnten eine Art Vorbild für die Massenimpfung sein.

    "Es ist denkbar, dass wir auch für die Impfung eine ähnliche Infrastruktur aufbauen", sagte der Stadtrat. In Wien werden die Massentests an drei Standorten durchgeführt, nämlich in der Stadthalle, der Messe und der Marx Halle. Sie laufen zehn Tage, theoretisch können mehr als 900.000 Menschen dabei untersucht werden.

    Wann genau die große Impfkampagne kommt, ist noch offen. Eine Vormerkplattform für Menschen, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten, soll ab 18. Jänner online gehen. Dort ist jedoch vorerst noch keine Terminvereinbarung möglich.

    Derzeit wird das Vakzin in Wien - so wie im gesamten Bundesgebiet - vor allem Personen in Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie in Spitälern - dort vorrangig in Covid-Stationen - verabreicht. Der Auftakt erfolgte noch vor dem Jahreswechsel im Allgemeinen Krankenhaus (AKH), das laut "Kurier" in den kommenden Wochen rund 7.000 Mitarbeiter impfen lassen wird, sowie in der Klinik Favoriten. Seit gestern, Mittwoch, läuft die zweite Impfrunde.

  • | Andreea Iosa

    COVID-Impfungen werden schon jetzt im elektronischen Impfpass eingetragen

    Alle COVID-Impfungen in Wien werden im elektronischen Impfpass dokumentiert, wie der Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber „Wien heute“ mitgeteilt hat. Seit Oktober vergangenen Jahres wird der e-Impfpass hier getestet – die nötigen Tablets wurden im Rahmen der Grippe-Impfaktion der Stadt Wien ausgeliefert. Über die Geräte werden die ersten Teilimpfungen gegen Corona in das zentrale Register gespeichert. Geimpfte können vorerst weiterhin ihren Impfpass in Papierform nutzen.

    Mithilfe des e-Impfpasses kann unter anderem die Durchimpfungsrate täglich erfasst werden, was im Kampf gegen die Pandemie wesentlich sei, wie Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger in einer Aussendung mitteilte.

    Laut der Österreichischen Ärztekammer (ÖAK) seien noch nicht alle niedergelassenen Ärzte angeschlossen. Die komplette Ausrollung startet nach den letzten Praxistests. Laut der Stadt Wien können sich ab 18. Jänner Wiener auf Wunsch für eine CoV-Impfung auf der Impfservice-Wien-Vormerkplattform oder per Telefon über die Hotline 1450 anmelden. Über den Impftermin würden sie dann in Folge informiert – generell gilt: Risikogruppen zuerst.

  • | Andreea Iosa

    Pfizer-Impfstoff: Schwere allergische Reaktion "sehr selten"

    Etwa einer von 100.000 Menschen, die eine Pfizer-Biontech-Impfung erhalten, weist laut US-Gesundheitsbehörden eine schwere allergische Reaktion auf. Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) hat bei rund 1,9 Millionen Impfungen, die zwischen 14. und 23. Dezember verabreicht wurden, 21 Fälle einer anaphylaktischen Reaktion dokumentiert. Pro Million Impfdosen sind das 11,1 Fälle. Zum Vergleich: Bei einer Grippe-Impfung sind es 1,3 Fälle. Das Risiko einer anaphylaktischen Reaktion ist beim Pfizer-Impfstoff somit um das Zehnfache höher. Laut Nancy Messonnier vom CDC ist das aber immer noch extrem selten, wie sie betont.

    COVID-19 sei weit gefährlicher als die Impfung. „Zum Glück wissen wir, wie man Anaphylaxie behandelt“, sagt sie. Sollte eine allergische Reaktion auftreten, sei man auf deren Behandlung gut vorbereitet. Zu den Symptomen eines anaphylaktischen Schocks zählen unter anderem Ausschlag, das Anschwellen von Kehle, Zunge oder Lippen, Nesselsucht, Atemschwierigkeiten oder Schwindelgefühl. 

    Die 21 Fälle betreffen Menschen im Alter von 27 bis 60 Jahren. Alle außer 2 wurden mit Epinephrin (Adrenalin) behandelt. 90 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Im Schnitt trat die Reaktion innerhalb von 13 Minuten auf. 4 Patienten wurden hospitalsiert – 3 davon kamen auf die Intensivstation. Bis auf eine Person konnten alle wieder nach Hause gehen. Todesfälle gibt es nicht. Ob diese Reaktionen auch beim Moderna-Impfstoff möglich sind, wird sich zeigen. Aktuell gibt es dazu keine ausreichenden Daten.

  • | Patrick Dax

    EU erteilt Zulassung für Moderna-Impfstoff

    In der Europäischen Union kann mit Impfungen mit einem zweiten Covid-19-Impfstoff begonnen werden. Die Europäische Kommission erteilte dem Vakzin des US-Biotechkonzerns Moderna am Mittwoch die finale Genehmigung.

    Zuvor hatte bereits die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine bedingte Zulassung für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Nach dem Mittel von BioNTech und Pfizer, das vor Weihnachten grünes Licht erhalten hatte, ist es der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff.

  • | Patrick Dax

    Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Zulassung von Moderna-Impfstoff

    Die Europäische Union steht kurz vor der Zulassung eines zweiten Corona-Impfstoffs. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Mittwoch grünes Licht für den Einsatz des Vakzins von Moderna.

    Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl eine bedingte Zulassung. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden, ihre Zustimmung gilt aber als sicher. Es wäre damit nach dem Mittel von Biontech und Pfizer der zweite in der Europäischen Union zugelassene
    Covid-19-Impfstoff.

    Die USA hatten bereits vor Weihnachten eine Notfallgenehmigung für den Moderna-Impfstoff erteilt. Im Gegensatz zum Vakzin von Biontech benötigt er keine ultrakalte Lagerung und könnte damit einfacher ausgeliefert werden.

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßte die Empfehlung der EMA für eine EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna. „Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen“, schrieb sie am Mittwoch auf Twitter. Die EU-Kommission arbeite nun mit voller Geschwindigkeit daran, das Mittel zu genehmigen und in der EU verfügbar zu machen.

    FILE PHOTO: Vials and medical syringe are seen in front of Moderna logo in this illustration
  • | Patrick Dax

    Noch diese Woche werden in Österreich 21.000 Impfdosen verimpft

    Nach Kritik an den nur zögerlich anlaufenden Corona-Impfungen soll der für den 12. Jänner angepeilte, offizielle Impfbeginn vorgezogen werden. Darauf haben sich Logistikexperten des Verteidigungsressorts sowie Vertreter des Gesundheitsministeriums und der Bundesländer in einer Videokonferenz geeinigt. Wie es aus den Ministerien hieß, sollen noch in dieser Woche über 21.000 Dosen verimpft werden.

    Bis kommenden Dienstag seien zudem weitere rund 43.000 eingemeldet worden. Mit den bisher rund 6.800 Geimpften lautet das bis Dienstag kommender Woche angepeilte Ziel somit, knapp 71. 000 Personen gegen das Coronavirus zu impfen. Und auch die in der kommenden Kalenderwoche eintreffenden 60.000 Impfdosen sollen rasch verimpft werden, hieß es.

    Kritik an spätem Start

    Zuletzt hat es von etlichen Seiten Kritik am verzögerten Impfstart in Österreich gegeben. Bemängelt wurde vor allem, dass mehr Impfdosen in Österreich vorhanden sind, als verimpft werden. Chief Medical Officer Katharina Reich hatte das Vorgehen am Dienstag mit der „logistischen Herausforderung“ gerechtfertigt und betont, dass man sich „genau im Plan“ befinde.

    Aufgeteilt nach Bundesländern sollen in Niederösterreich 18.445 Personen geimpft werden. Dahinter kommt Wien mit 9.415 verimpften Dosen gefolgt von Vorarlberg (8.460), Steiermark (8.455), Kärnten mit Osttirol (8.345), Oberösterreich (5.650) und Tirol (5.120). In Salzburg sollen es laut Plan bis kommende Woche 4.970 Geimpfte, im Burgenland 2.070 sein.

  • | Patrick Dax

    Ab 18. Jänner kann man sich in Wien für Impfungen vormerken lassen

    In Wien wird am Mittwoch die zweite Runde der Coronavirus-Impfkampagne fortgesetzt. Bis zum 12. Jänner werden insgesamt 15 Senioren- bzw. Pflegeeinrichtungen sowie Covid-Stationen in Spitälern versorgt. Insgesamt stehen dafür rund 5.000 Dosen zur Verfügung. Rund 2.000 Portionen des Vakzins wurden in der Bundeshauptstadt bereits verabreicht. Die ersten Personen wurden am 27. Dezember geimpft.  

    Ab 18. Jänner soll es in Wien eine eigene Vormerkplattform für Menschen, die sich impfen lassen wollen, geben. Sobald der weitere Impfplan feststeht, erhalten die betreffenden Personen Terminvorschläge.

  • | Franziska Bechtold

    Vakzin der Universität Oxford in Mexiko zugelassen

    Nach Großbritannien, Argentinien und El Salvador hat nun auch Mexiko hat den Coronavirus-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford zugelassen. Die staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) erteilte am Montag nach eigenen Angaben eine Notfallzulassung des Vakzins. Großbritannien, das das Mittel als erstes Land zugelassen hatte, begann am Montag, Menschen damit zu impfen. 

    Mexiko hatte zu Weihnachten als erstes Land Lateinamerikas begonnen, seine Bürger gegen das Coronavirus impfen zu lassen - mit dem Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer. Inzwischen wurden in dem nordamerikanischen Land nach Regierungsangaben knapp 44.000 Menschen damit geimpft.

    Der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca und der Universität Oxford wies in Studien eine geringere Wirksamkeit auf als das Biontech-Präparat, kann aber mit weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger. Er wird derzeit von den europäischen Zulassungsbehörden geprüft. Im August hatten die Regierungen Argentiniens und Mexikos mit Astrazeneca vereinbart, dass der Impfstoff im Falle einer Zulassung in den zwei Ländern für ganz Lateinamerika außer Brasilien hergestellt werden solle.

  • | Franziska Bechtold

    Nur 8.360 Impf-Dosen von 126.000 ausgeliefert

    Pro Woche soll Österreich derzeit 63.000 Dosen des Pfizer/Biontech-Impfstoffs erhalten. Bis Ende dieser Woche sollen so insgesamt rund 126.000 Dosen Impfstoff angekommen. Bis heute, Dienstag, wurden aber nur 8.360 Dosen ausgeliefert. Diese Zahlen hat das Gesundheitsministerium Dienstagmittag auf APA-Anfrage bekannt gegeben.

    Der Großteil der 8.360 Dosen dürfte bereits injiziert worden sein. "Sie müssen gleich nach der Zuteilung verimpft werden", teilte dazu ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die gelieferten Impfdosen wurden demnach auf die 17 Logistikzentren des Pharma-Großhandels aufgeteilt und dann den vorgesehenen Einrichtungen mit priorisiertem Impfbedarf - Pflegeheime und Covid-Stationen in Spitälern Krankenanstalten - zugestellt.

    Von den 8.360 Dosen hat 2.800 Wien erhalten. 2.690 sind auf Niederösterreich entfallen, 890 auf Salzburg, 525 auf Vorarlberg und 485 auf Tirol. 460 hat Oberösterreich bekommen, 300 Kärnten, 170 das Burgenland und 40 die Steiermark.

  • | Thomas Prenner

    Corona-Mutation sorgt für Fragezeichen bei Impfstoff

    Durch seine starke Verbreitung sind auch zahlreiche Mutationen des Coronavirus aufgetaucht, die Medizinern zunehmend Sorgen machen. Besonders eine Variante, die in Südafrika grassiert, sorgt für Kopfzerbrechen. 

    John Bell, Medizinprofessor an der Universität Oxford, der Mitglied der Impfstoff-Taskforce der britischen Regierung ist, sagte bei einem Radiointerview, es sei ein "großes Fragezeichen", ob die derzeit eingeführten Impfstoffe für die südafrikanische Variante 501Y.V2  funktionieren würden. "Die mit der südafrikanischen Form verbundenen Mutationen sind wesentliche Veränderungen in der Struktur des Spike-Proteins", erklärte Bell.

    Ruhe bewahren

    Gleichzeitig ruft er aber auch auf, Ruhe zu bewahren. So sei es zumindest höchst unwahrscheinlich, dass die Mutation die Impfstoffe komplett unwirksam machen würde. Außerdem könne man vorhandene Impfstoffe in etwa vier bis sechs Wochen optimieren. 

    Die Mutation ist auch bereits in Österreich nachgewiesen wurden. Sie wurde am 6. Dezember bei einer 30-jährigen Österreicherin entdeckt worden, die aus dem Urlaub zurückkehrte, wie es am Montag bei einer Pressekonferenz hieß. Sie sei mittlerweile wieder wohlauf.

  • | Thomas Prenner

    Israel ließ Moderna-Impfstoff zu

    Die israelischen Gesundheitsbehörden haben nun auch den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna genehmigt. Man habe sechs Millionen Impfdosen gesichert und erwarte die ersten Lieferungen noch im Jänner, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Neuinfektionen in Israel stieg indes erstmals seit Ende September auf mehr als 8.000. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 8.308 Fälle verzeichnet.

    Seit dem Ausbruch der Pandemie ist dies der dritthöchste registrierte Wert in dem Land. Von den knapp 110.000 gemachten Tests fielen 7,6 Prozent positiv aus. Um eine weitere Virus-Ausbreitung zu verhindern, war Ende Dezember ein neuer Teil-Lockdown in dem Mittelmeerstaat verhängt worden. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollte bis zur Wochenmitte über weitere Verschärfungen entscheiden.

    In Israel läuft derzeit eine massive Impfkampagne. Mehr als eine Million Menschen wurden bereits mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 6. Jänner über die Empfehlung des zweiten Corona-Impfstoffes von Moderna für die EU entscheiden. Eine Zulassung am selben Tag gilt als wahrscheinlich.

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  • | Thomas Prenner

    Gitarren-Effektpedal soll "5G-Chip" sein

    In Foren für Verschwörungstheoretiker wird aktuell ein Bild eines Schaltplans geteilt, der verdächtige Beschriftungen enthält. Was ein "5G-Chip" sein soll, der angeblich Menschen per Impfung implantiert wird, stellt sich aber als etwas ganz anderes heraus.

  • | Andreea Iosa

    Zahl der Impfstoffe laut EU ausreichend

    Nach heftiger Kritik an fehlenden Corona-Impfstoffen hat die EU-Kommission ihre Strategie zur Beschaffung der Mittel erneut verteidigt. „Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus“, sagte Kommissionssprecher Eric Mamer am Montag in Brüssel. Die Mittel müssten nun aber erst produziert und verteilt werden. „Wir beurteilen diese Kampagne, als wäre sie schon vorbei, doch die Kampagne beginnt erst“, sagte Mamer.

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