© Ivan Vagner @ivan_mks63 / Twitter

Science
07/05/2020

Komet Neowise ist mit freiem Auge sichtbar

Auch von der ISS aus wurde der Komet C/2020 F3 Neowise von einem Kosmonauten fotografiert.

Der Juli hat für Sterngucker einiges zu bieten. Die dritte von vier Halbschatten-Mondfinsternissen in diesem Jahr in der Nacht auf 5. Juli war bei uns allerdings nicht zu sehen. Der Vollmond ging in der Morgendämmerung unter, ehe die Finsternis so richtig begonnen hat, teilte die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) mit.

Dafür zeigen sich Ende Juli alle hellen Planeten des Sonnensystems auf einmal: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.

Und schon jetzt wird berichtet, dass der Komet Neowise mit freiem Auge sichtbar ist. Entsprechende Beobachtungen sind bereits an mehreren Stellen im Netz zu finden, wie etwa dieses Video aus Zagreb.

Südhalbkugel

Beobachtungen auf der Südhalbkugel stimmten Astronomen bereits zuvor zuversichtlich, betonte WAA-Chef Alexander Pikhard gegenüber der APA.

Offiziell entdeckt wurde Neowise, der den offiziellen Namen C/2020 F3 trägt und der auch einen Twitter-Account hat, am 27. März. In der zweiten Juli-Hälfte und im August wird er am Abend durch nordwestliche Himmelsregionen wandern.

 

Komet von der ISS aus

Einen noch besseren Blick auf den Kometen haben die Bewohner der Internationalen Raumstation ISS. Ein Foto des Kometen hat Kosmonaut Ivan Vagner auf Twitter geteilt. 

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Die Helligkeit von Kometen lässt sich nicht vorausberechnen, entscheidend sind die chaotischen Vorgänge im Kometen unter der Sonneneinstrahlung. "Was dabei genau passiert, hängt von der Zusammensetzung jedes einzelnen Kometen ab, und die kennt vorab niemand", so Pikhard.

Jupiter und Saturn

Jupiter und Saturn zeigen sich im Juli jedenfalls von ihrer besten Seite - sie stehen am 14. bzw. 21. Juli genau der Sonne gegenüber ("Opposition"), sind damit die ganze Nacht über hell strahlend zu sehen. Abends zeigen sie sich im Südosten, zu Mitternacht im Süden und morgens im Südwesten.

In der Morgendämmerung gesellen sich dann nach und nach Venus, Merkur und schließlich Mars dazu. Es lohnt sich also früh aufzustehen bzw. spät schlafen zu gehen und in der letzten Juliwoche alle hellen Planeten des Sonnensystems auf einmal zu beobachten: Merkur und Venus im Osten, Mars im Süden sowie Jupiter und Saturn im Südwesten untergehend.

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