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Science
10/31/2019

NASA nennt Details zur nächsten bemannten Mondlandung

Die Astronauten der Artemis-Mission sollen bis zu 100 Kilogramm Gesteinsproben vom Mond mitbringen.

Die NASA will 2024 mit der Artemis-Mission (die "Schwester" der Apollo-Mission) die erste Frau auf den Mond schicken. Dort soll eine Basis erreichtet werden, die als Zwischenstation auf dem Weg zum Mars dienen könnte. Nun haben die Wissenschaftler John Connolly und Niki Werkheiser beim Treffen der Lunar Exploration Analysis Group neue Details zur Mission mitgeteilt, wie Ars Technica berichtet.

Die erste Mission wird aus zwei Personen bestehen, die fast eine Woche auf der Mondoberfläche verbringen sollen. Vier Außeneinsätze sind dabei geplant mit dem Ziel, Wassereis zu finden und zu analysieren, sagte Connolly. Die NASA plant, das notwendige Equipment, wie einen ferngesteuerten Rover, vor der Ankunft der Astronauten auf dem Mond zu platzieren. Der Rover habe ein Feature, ähnlich Teslas Smart Summon, mit dem die Astronauten den Rover herbeirufen können.

Suche nach Wassereis

Der Südpol des Mondes liegt die meiste Zeit im Schatten. Vom Oktober 2024 bis Februar 2025 sei der Shackleton Krater aber durchgehend von Sonnenlicht angestrahlt. Dort könnten Solarkollektoren aufgestellt werden, die die Stromversorgung sichern. Bis 2030 plant die NASA, 14-tägige Missionen zu Mondbasis mit bis zu vier Personen durchzuführen.

Connolly gab an, man plane eine langfristige Präsenz auf dem Mond aufzubauen. Dabei kam laut Ars Technica auch zur Sprache, ob Gesteinsproben vom Mond wieder auf die Erde gebracht werden könnten. Der Ingenieur Greg Chavers vom Marshall Space Flight Center bestätigte diese Pläne. Allerdings birgt der Transport von Mondgestein einige Tücken. Die Lander müssten ein Minimum von 35 Kilogramm Gesteinsproben transportieren können. Ziel sei es, diese Zahl auf 100 Kilogramm zu erhöhen.

Transport von Gesteinsproben schwierig

Derzeit ist geplant, die Astronauten mit dem Raumschiff Orion (damit ist ein tatsächliches Raumfahrzeug, nicht die gleichnamige fiktive Raumpatrouille von 1966 gemeint) zurück zur Erde zu bringen. Der Orbiter wird in Zusammenarbeit mit der ESA für den Fracht- und Personentransport zwischen Mond, Mars und Erde gebaut. Derzeit sei aber beim Orion-Konzept kein Platz für eine Transportbox für Gesteinsproben vorgesehen.

Allerdings arbeiten NASA und ESA an einem Mars Sample Return Programm, dass Steine vom Mars auf die Erde bringen soll. Dafür wird ebenfalls ein Orbiter genutzt, der die Gesteinsproben vom Mars zur Erde bringen soll. Damit könnte eine Möglichkeit für das Transportieren von Mond-Steinen bereits parat liegen.