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Der Jupiter in seiner vollen Pracht, aufgenommen mit dem Infrarot-Teleskop Gemini

© International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA

Science
05/09/2020

Neues Foto zeigt Jupiter so scharf wie noch nie

Mit einer speziellen Technik werden Jupiters Wolkenschichten sichtbar und eine Theorie über den großen roten Fleck bestätigt.

Die Auflösung, die das Gemini-Infrarotteleskop bei dieser Aufnahme erreichte, ist gigantisch: "In New York aufgestellt, könnte das Teleskop zwei Autoscheinwerfer in Miami voneinander unterscheiden", meint Beobachtungsleiter Andrew Stephens. Tatsächlich steht das Teleskop in Hawaii. Grund zum Jubeln bietet ein neues Foto des Jupiter, das so scharf ist, dass es der Sicht aus dem All auf den Gasplaneten Konkurrenz macht.

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Löcher statt Farben

Jupiter erscheint darauf als glühender Ball, weil Wärmestrahlung aus dem Inneren des Planeten unterschiedlich dicke Wolkenschichten in der Hülle durchdringt. Die Aufnahme zeige, dass die größten Sturmsysteme des Jupiter rund um besonders hohe Wolken aus Wassereis entstehen. Außerdem werde dadurch bestätigt, dass es sich bei den dunklen Punkten auf bisherigen Aufnahmen vom großen roten Fleck des Jupiter um Löcher in der Wolkendecke handelt, nicht um Farbvariationen in den Wolken.

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Lucky Imaging

Möglich wurde die neue Aufnahme durch eine Technik namens "Lucky Imaging". Dabei wird eine Vielzahl an Fotos mit kurzer Auslösezeit geschossen. Danach werden die Fotos herausgezogen, die zu Zeitpunkten entstanden, wo die Atmosphäre der Erde sich "zufällig" (daher "lucky") gerade in einem besonders stabilen Zustand befand und somit möglichst wenig Verzerrungen am Bild hervorruft.

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Wellenlängen

Um die Aufnahmen einzuordnen, wurden sie mit Bildern des Hubble Space Telescope sowie mit Aufnahmen der Raumsonde Juno verglichen. Die unterschiedlichen Wellenlängen, mit denen diese Aufnahmen angefertigt wurden, erlauben es Forschern, die Wolkenstrukturen des Jupiter auf vielfältige Weise zu analysieren.

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