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Science
02/14/2019

Roboter bewegte geschmolzene Kernbrennstoffe in Fukushima

Komplizierter Einsatz in Atomruine. Der Abbau radioaktiven Materials nicht vor ist nicht vor 2021 geplant.

Ein Roboter hat erfolgreich mehrere kieselsteingroße Kernbrennstoffreste in der Atomruine von Fukushima aufgelesen. Das bestätigte eine Sprecherin des japanischen Betreibers Tepco am Donnerstag. Das Unternehmen plant demnach für kommendes Jahr, einige Brennstoffstücke aus dem bei der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März 2011 zerstörten Atomkraftwerk zu entnehmen. Insgesamt hob der Roboterarm laut Tepco fünf kleine hochradioaktive Überreste in Reaktor 2 um etwa fünf Zentimeter an, bevor er sie wieder losließ. Sechs Stellen am Boden des Reaktors wurden demnach untersucht. An fünf von ihnen gelang das Experiment. An der sechsten Stelle müssten andere Maßnahmen ergriffen werden.

In den Reaktoren waren schon öfter Roboter unterwegs, um nach geschmolzenem Brennstoff zu suchen und Fotos zu machen. Am Mittwoch wurde erstmals der Versuch unternommen, den Brennstoff genauer zu untersuchen. Die Bergung der atomaren Überreste gilt als der schwierigste Teil beim Abbau der Atomruine und soll nach Angaben von Tepco erst 2021 beginnen. In Fukushima hatte sich nach einem schweren Erdbeben und dem Tsunami das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 ereignet. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze. Das Gebiet in einem weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht und ist bis heute unbewohnbar.