Science
31.10.2018

Russland verrät, warum Sojus-Rakete abgestürzt ist

Nach dem Unfall Anfang Oktober steht nun fest, was für den Absturz verantwortlich war. Die nächste ISS-Mission soll im Dezember starten.

Am 11. Oktober sind zwei Raumfahrer mit einer Sojus-Rakete zur internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Doch nach nur wenigen Sekunden war ihre Reise ins All auch schon wieder vorbei.

Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur wegen technischer Probleme abgeschaltet und abgetrennt. Umgehend wurden die Notfallsysteme aktiviert und eine Notlandung eingeleitet.

Der Grund für die technischen Probleme war zunächst unklar. Nach einer Untersuchung teilte nun die russische Raumfahrtagentur Roscosmos mit, dass ein fehlerhafter Sensor für den Absturz der Sojus-Kapsel verantwortlich war. Das Bauteil nimmt eine zentrale Funktion beim Trennen der Booster ein, weswegen der Start schließlich missglückte. Weitere Details waren laut Reuters vorerst nicht bekannt.

Nächster Start im Dezember

Nachdem nun die Ursache für den Unfall gefunden ist, dürfte wohl der nächsten bemannten Mission zur ISS nichts mehr im Wege stehen. Geplant ist, dass im Rahmen der Expedition 58 am 20. Dezember die NASA-Astronautin Anne McClain, der Kanadier David Saint-Jacques und der Kosmonaut Oleg Kononenko von Kasachstan aus mit einer Sojus-Rakete in Richtung ISS aufbrechen.