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Science
05/09/2019

SpaceX Crew-Dragon-Kapsel hat auch noch ein Fallschirm-Problem

Bei Tests mit der Raumkapsel funktionierten die Fallschirme nicht wie gewünscht. Es ist nun der zweite Rückschlag innerhalb weniger Wochen.

Bei Tests mit der Crew-Dragon-Kapsel von SpaceX ist es im April zu weiteren Problemen gekommen. Bei einer simulierten Landung haben die Fallschirme, die die bemannte Kapsel sicher zu Boden bringen sollten, nicht so funktioniert, wie sie hätten sollen. Das bestätigte nun Bill Gerstenmaier bei einem Hearing. Er ist bei der NASA für bemannte Raumfahrt zuständig.

Demnach habe man bei den Tests simuliert, was passieren würde, wenn einer der insgesamt vier Fallschirme defekt wäre. "Die restlichen drei Fallschirme haben nicht richtig funktioniert", sagte Gerstenmaier lediglich. Nach mehreren Nachfragen bestätigte der NASA-Manager, die Crew-Dragon-Kapsel wurde beim Aufprall beschädigt. Genauere Details blieb er schuldig.

"Aus diesen Fehlern lernen wir", gab sich Gerstenmaier zuversichtlich und positiv. "Am Ende haben wir ein sicheres Design für unsere Astronauten. Das ist der Grund warum wir testen."

Raumkapsel bei Tests explodiert

Der missglückte Test mit den Fallschirmen ist nicht der einzige Test der Crew-Dragon-Kapsel, der in den vergangenen Wochen schief gelaufen ist. Am 20. April ist eine der Raumkapseln bei einem Bodentest explodiert. SpaceX und die NASA sind nun dabei, den Vorfall zu untersuchen. Die genaue Ursache für die Explosion wurde noch nicht gefunden.

Bei dem Test ging es darum, die Triebwerke der Crew Dragon zu testen. Zunächst wurden die so genannten Draco-Triebwerke für das Manövrieren im Weltraum getestet. Dabei funktionierten alle Systeme normal.

Danach ging es an das Zünden der SuperDraco-Triebwerke. Diese stärkeren Triebwerke dienen unter anderem dafür, die Kapsel bei einer Raketen-Fehlfunktion schnell von der Trägerrakete weg zu befördern (Launch Escape System), sollen aber auch das Aufsetzen der Kapsel bei einer Landung sanfter gestalten. Kurz bevor die Triebwerke gezündet wurden, wurde eine "Anomalie" festgestellt. Eine halbe Sekunde später explodierte die gesamte Raumkapsel.

Weiterer Rückschlag für bemannte Raumfahrt

Nach den beiden fehlerhaften Tests ist davon auszugehen, dass der ursprüngliche Zeitplan für die ersten bemannten SpaceX-Flüge nicht eingehalten werden kann. Ursprünglich wollte man noch dieses Jahr mit einer Falcon-9-Rakete und einer Crew-Dragon-Kapsel Astronauten ins Weltall schicken. Nun sieht es eher so aus, als würden diese ersten bemannten Flüge frühestens 2020 stattfinden.